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Tardyferon-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 50 St., Pierre Fabre Pharma GmbH

Tardyferon-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 50 St.

Pierre Fabre Pharma GmbH
50 St. Filmtabletten | PZN: 9627580
Nicht verschreibungspflichtig
Wirkstoffe: Eisen (II) sulfat, getrocknet und weitere
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Beipackzettel


Indikation

  • Das Arzneimittel ist ein Eisenpräparat mit blutbildender Wirkung (Antianämikum) mit Folsäure. Es wird zur Therapie von latentem Eisenmangel und Blutarmut durch Eisenmangel mit Folsäuredefizit während Schwangerschaft, Wochenbett und Stillperiode angewendet.
  • Wenn Sie sich nach 4 Wochen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegenüber Eisen(II)-sulfat, Folsäure oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • bei Eisenüberladung (z. B. Eisenspeicherkrankheit) und Eisenverwertungsstörung (z. B. Bleianämie, sideroachrestischen Anämien, Thalassämien).
    • von Kindern unter 10 Jahren.
  • Eine Megaloblastenanämie infolge eines Vitamin-B12-Mangels darf ohne gleichzeitige Vitamin B12-Therapie nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Bei Eisenmangel mit leichter Blutarmut und bei latentem Eisenmangel mit Folsäuremangel 1 Filmtablette unzerkaut vor dem Frühstück mit einem Glas Wasser schlucken.
    • Bei Eisenmangel mit schwerer Blutarmut und Folsäuremangel und bei einem Körpergewicht > 32 kg jeweils 1 Filmtablette morgens und abends ca. 1 Stunde vor den Mahlzeiten. Eine tägliche Dosis von 5 mg Fe2+/kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.
    • Nach 3 Wochen kann die Dosis auf 1-mal täglich 1 Filmtablette reduziert werden.
  • Die Dauer der Einnahme richtet sich nach Art und Schwere des Eisen- und Folsäuremangels.
  • Zur Auffüllung der Reserven sollte nach Normalisierung der Werte die Einnahme von täglich 1 Filmtablette morgens vor dem Frühstück noch 1 - 3 Monate fortgesetzt werden.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn das Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen wurde, sollte umgehend der Arzt informiert werden.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 100)
  • Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 1000)
  • Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
    • Überempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht
    • reversible Zahnverfärbungen, entzündlich bedingte Schleimhautdefekte im Mund
  • Untersuchungen:
    • Bestimmte Tests zum Nachweis von Blut im Stuhl können verfälscht werden. Vor einem solchen Test muss das Arzneimittel abgesetzt werden.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
      • falls diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden, um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden.
      • Bei vorbestehenden Entzündungen oder Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut sollte der Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen-Darmerkrankung abgewogen werden.
      • Aufgrund der Gefahr von entzündlich bedingten Schleimhautdefekten im Mund sowie Zahnverfärbungen dürfen die Tabletten nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern müssen mit einem Glas Wasser sofort als Ganzes geschluckt werden.
    • Kinder
      • Das Arzneimittel darf bei Kindern unter 10 Jahren nicht angewendet werden.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Präparat hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Berichte über unerwünschte Wirkungen nach Einnahme oraler Eisenpräparate in therapeutischen Dosierungen zur Behandlung einer Blutarmut in der Schwangerschaft sind bisher nicht bekannt. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie das Arzneimittel nur auf Anordnung Ihres behandelnden Arztes einnehmen.
  • Das Präparat soll bei erhöhtem Eisenbedarf während der Schwangerschaft nicht über längere Zeit in der hohen Dosierung von 2 mal 1 Filmtablette pro Tag eingenommen werden.

Einnahme Art und Weise

  • Die Filmtabletten dürfen nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern sollen sofort mit einem Glas Wasser als Ganzes geschluckt werden.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Vorsichtsmaßnahmen erforderlich bei der gleichzeitigen Anwendung:
      • Cycline: Tetracycline und dessen Derivate: Reduktion der gastrointestinalen Absorption (Bildung von Komplexen) und verminderte Eisensalzresorption (bis zu 50 %).
      • Eisensalze vermindern die Resorption von Penicillamin, Goldverbindungen, Levodopa, Methyldopa und Carbidopa.
      • Eisensalze vermindern die Resorption von L-Thyroxin bei Patienten, die eine Substitutionstherapie erhalten.
      • Die Resorption von Eisen wird durch die gleichzeitige Anwendung von Cholestyramin, Antacida (Ca2+, Mg2+, Al3+-Salze) sowie Calcium- und Magnesium-Ergänzungspräparaten herabgesetzt.
      • Die gleichzeitige Einnahme von Eisensalzen mit Salzen der Salicylsäure (Salicylaten, z.B. Acetylsalicylsäure) oder nichtsteroidalen Antirheumatika kann die Reizwirkung des Eisens auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verstärken.
    • Das Arzneimittel sollte nicht innerhalb der folgenden 2 - 3 Stunden nach Verabreichung einer der oben genannten Substanzen eingenommen werden.
      • Eisensalze beeinflussen die Resorption von Chinolon-Antibiotika (z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin). Die Bioverfügbarkeit wird bis zu 60 % reduziert. Chinolone sollten 4 Stunden vor oder 4 - 6 Stunden nach einer Eisensalz Dosis eingenommen werden.
      • Unter antikonvulsiver Therapie kann es zu einer Zunahme der Krampfbereitschaft kommen.
      • Bei Gabe hoher Dosen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Folsäure und gleichzeitig verabreichte Folsäureantagonisten, wie z. B. Chemotherapeutika (Trimethoprim, Proguanil, Pyrimethamin) und Zytostatika (Methotrexat), gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen.
      • Zusammen mit Fluorouracil verabreicht können hohe Dosen an diesem Arzneimittel zu schweren Durchfällen führen.
      • Chloramphenicol kann das Ansprechen auf die Behandlung mit diesem Arzneimittel verhindern und sollte deshalb nicht bei Patienten mit schweren Folsäuremangelerscheinungen verabreicht werden.
      • Zytostatika, Sulfonamide, Antiepileptika und Barbiturate beeinträchtigen die Folsäureresorption.
    • Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen:
      • Injizierbare Eisensalze: Lipothymia oder sogar Schock, zurückzuführen auf die schnelle Freisetzung von Eisen aus seiner komplexen Form und Transferrin-Sättigung.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Inhaltsstoffe (wie Phosphate, Phytate, Oxalate) aus Milch, Eiern, Kaffee, schwarzem Tee, Rotwein sowie Nahrungsbestandteile aus vegetarischer Kost hemmen die Aufnahme von Eisen und sollten deshalb nicht gleichzeitig zu sich genommen werden.

Inhaltsstoffe


  • Eisen (II) sulfat, getrocknet (247.2500 mg)
    (entspricht 80.0000 mg Eisen (II) Ion)
  • Eisen (II) Ion (80.0000 mg)
  • Folsäure (0.3500 mg)
  • Ammonium Methacrylat Copolymer (Typ A u B), Dispersion 30% (0.0000 )
  • Ammonium Methacrylat Copolymer (Typ A) (0.0000 )
  • Cellulose, mikrokristallin (0.0000 )
  • Ammonium Methacrylat Copolymer (Typ B) (0.0000 )
  • Eisen (III) oxid, gelb (0.0000 )
  • Cellulose, mikrokristallin (0.0000 )
  • Eisen (III) oxid, rot (0.0000 )
  • Eisen (III) oxid, gelb (0.0000 )
  • Glycerol dibehenat (0.0000 )
  • Eisen (III) oxid, rot (0.0000 )
  • Maltodextrin (0.0000 )
  • Glycerol dibehenat (0.0000 )
  • Sepifilm LP 010 (0.0000 )
  • Maltodextrin (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Hypromellose)
  • Hypromellose (0.0000 )
  • Sepifilm LP 010 (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Cellulose, mikrokristallin)
  • Cellulose, mikrokristallin (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Hypromellose)
  • Hypromellose (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Stearinsäure)
  • Stearinsäure (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Cellulose, mikrokristallin)
  • Cellulose, mikrokristallin (0.0000 )
  • Talkum (0.0000 )
    (entspricht 0.0000 Stearinsäure)
  • Stearinsäure (0.0000 )
  • Titan dioxid (0.0000 )
  • Talkum (0.0000 )
  • Triethyl citrat (0.0000 )
  • Titan dioxid (0.0000 )
  • Triethyl citrat (0.0000 )

Folsäure


Strukturformel
Struktur von FolsäureCC0 Ayacop
Folsäuremonoglutamat (n=1), Folsäurepolyglutamat (n = 2, 3, ...), hier die Lactam-Form der zwei möglichen Lactam-Lactim-Tautomere
Allgemeines
Trivialname
  • Vitamin B9
  • Vitamin B11
  • Vitamin M
Andere Namen
  • Folsäure
  • Pteroyl-mono-glutaminsäure
  • L-Folsäure
  • (2S)-2-[(4-[(2-Amino-4-oxo-1H-pteridin-6-yl)methylamino]benzoyl)amino]pentandisäure (IUPAC, Lactam-Form)
  • (2S)-N-(4-[([2-Amino-4-hydroxypteridin-6-yl]methyl)amino]benzoyl)glutaminsäure (IUPAC, Lactim-Form)
Summenformel C19H19N7O6
CAS-Nummer 59-30-3
PubChem 6037
ATC-Code B03BB01
Kurzbeschreibung orangegelbes, kristallines Pulver
Vorkommen Weizenkeime, Rinderleber, (Soja-) Bohnen, Kichererbsen, Hefe, Vollkornbrot, Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Spargel, Nüsse, Obst, Fisch und Eigelb
Physiologie
Funktion Übertragung von C1-Gruppen bei biochemischen Reaktionen
Täglicher Bedarf 60–600 µg
Folgen bei Mangel Zellteilungsstörungen (als Folge: Megaloblastäre Anämie), Neuralrohrdefekte bei der Embryogenese
Überdosis 15 mg/Tag
Eigenschaften
Molare Masse 441,40 g · mol?1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt

250 °C (Zersetzung)

Löslichkeit schlecht in Wasser (1,6 mg·l?1 bei 25 °C)
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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  • Eisen (II) sulfat, getrocknet
  • Folsäure
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