Lycopin in Tomaten: Ein vorbeugender Schutz gegen Hautkrebs

Lycopin in Tomaten: Ein vorbeugender Schutz gegen Hautkrebs

Die Diagnose Krebs wird in der heutigen modernen Zivilisation immer häufiger gestellt, gleichauf mit Herz-Kreislauferkrankungen. Immer lauter werden die Rufe nach Hilfe oder vorbeugenden Mitteln gegen die bösartigen Tumore. Zu den Fakten zählt mittlerweile auch die Umstellung der Ernährung auf gesunde und nachweislich antikarzinogene Lebensmittel. Sie können eine Krebstherapie begleiten oder ihre Entwicklung auch prophylaktisch entfalten.

Besonders der Hautkrebs ist tückisch, da er über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei bleibt und zunächst gar nicht als Krebsleiden an sich entdeckt wird. Beim Hautkrebs handelt es sich um zwei Arten der Erkrankung – den schwarzen und den hellen Krebs. Der schwarze Hautkrebs wird auch Melanom genannt, das Wort stammt von dem griechischen „melanos“ und bezeichnet die Entartung der sog. Melanozyten, also der Pigmentzellen in der Haut. Beim hellen Hautkrebs unterscheiden die Fachleute zwei Unterkategorien. Da wären einmal das sog. Balsalzellkarzinom, kurz Basaliom genannt, sowie das Stachelzellkarzinom, auch Spinaliom genannt. Ersteres liegt vor, wenn sich kleine Äderchen auf einer glänzenden Hautoberfläche zeigen, während das Spinaliom eine raue, warzenähnliche Struktur aufweist, teilweise mit charakterisierenden Schuppen.

Welche Menschen hautkrebsgefährdet sind

Ein Auslöser von Hautkrebs ist das UV-Licht der Sonne. Wer auf diese UV-Einstrahlung empfindlich reagiert, sollte die Sonne am besten meiden. Ein weiterer Auslöser: Leberflecken. Durchschnittlich zwanzig Stück besitzt ein normaler Mitteleuropäer. Bestimmte Arten von Leberflecken gelten als Krebserreger, dies festzustellen ist in jedem Falle aber eine Sache des Arztes. Von Hautkrebs betroffen sind jedoch auch Menschen mit einem schwachen Immunsystem, beispielsweise bedingt durch eine HIV-Infizierung oder durch eine Organtransplantation, hinzukommen noch Erbanlagen oder Umwelteinflüsse.

Möchte man negativen Entwicklungen entgegenwirken, gibt es unter anderem die Möglichkeit, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Dazu zählen Obst und Gemüse mit Mineralien, Vitaminen sowie Ballaststoffen und bioaktiven Molekülen. Damit wird der Körper vor schädlichen Bakterien, Viren und freien Radikalen geschützt, das Krebsrisiko lässt sich somit mindern.

Warum sind Tomaten vorbeugend gegen Hautkrebs?

Tomaten, Paradeiser oder auch Paradiesapfel sind verwandt mit Kartoffeln, Paprika und Aubergine. Aus Italien bekannt ist auch der Name „pomodore“, was übersetzt Goldpafel bedeutet. Das Nachtschattengewächs, es wird bekannterweise ganzjährig angeboten, ist auf Grund seiner Inhaltsstoffe nahezu ideal als vorbeugendes Anti-Krebs-Lebensmittel.

Tomaten enthalten bioaktive Verbindungen wie Carotionide und Polyphenole, Beta-Carotin sowie Lycopin, als Antioxidans zuständig für die rote Farbgebung. Die Allrounder senken auf Dauer das Krebsrisiko nicht nur bei Hautkrebs, sondern auch für Prostatakrebs sowie Mund-, Rachen-, oder Kehlkopf-, Lungen- und Brustkrebs. Gerade Lycopin ist nach Angaben von Wissenschaftlern für die Neutralisierung von freien Radikalen, stark reagierende und instabile Sauerstoffmoleküle, verantwortlich.

Die positiven Eigenschaften entwickeln Tomaten sowie Tomatenprodukte, wie z. B. Pizza, wenn sie rund zwei Mal in der Woche gegessen werden. Englische Fachleute der Harvard-Medical-School prognostizieren eine Reduzierungsquote zwischen 21 und 34 Prozent, ihre Kollegen aus Italien gehen sogar noch weiter, sprechen von bis zu 60 Prozent geringerem Krebsrisiko für Menschen, die Tomaten pro Woche mindestens sieben Mal zu sich nehmen.

Die Bedeutung von Tomaten als Krebsvorbeugung wächst

Wissenschaftler untersuchten die Verbindung zwischen Molekülen und Phytochemikalien in Bezug auf ihre Wirkung und sind zuversichtlich, was den Nutzen von Tomaten angeht. Sie empfehlen neue funktionale Tomatensorten mit erhöhten Werten an Carotinoiden und Polyphenolen und fordern die Entwicklung bezüglich solcher gesundheitsfördernden Verbindungen nach dem Vorbild von Amerika. Abgesehen davon, favorisieren etliche Wissenschaftler orangefarbene statt roter Tomaten, da diese Tomatensorten die enthaltenen Wirkstoffe in einer weitaus stärkeren Bio-Qualität enthalten.

Es bleibt die Frage, ob lediglich Tomaten zur Vorbeugung gegen Hautkrebs dienen. Die Antwort hierauf muss lauten: Nein. Als Alternative gelten auch noch weitere Lebensmittel mit antikarzenogener Wirkung. Zu dieser Gruppe zählen vorrangig Gemüse wie Broccoli, Kohl sowie weitere Gewächse der Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich, Senf oder Brunnenkresse. Diese Beispiele enthalten wertvolles Glucosinolaten (Senföle) mit stark schwefelhaltigen und antioxidativ wirkenden Substanzen. Gerade diese sind in der Lage, krebserzeugende Stoffe aus dem Körper zu leiten, bevor diese Zellschäden verursachen. Solche „metabolischen“ Prozesse entfalten ihre Wirkung auch bezüglich hormonbedingter Krebsarten wie z. B. Lungenkrebs.

Wundermittel Allicin

Das Stichwort für die Substanz Allicin ist frischer, roher Knoblauch. Allicin entsteht aus der Aminosäure Alliin, einer Komponente die dem Knoblauch seinen typischen Geschmack und Geruch verleiht. Andererseits verleiht Allicin dem Knoblauch auch antibakterielle, antifugale und antiykotische Wirkungen, die wichtigste aber ist die antikarziogene Wirkung. Der Stoff dockt an die Krebszellen an, dringt in diese ein und zersetzt diese Zellen, lässt gesunde Zellen jedoch intakt. Diese Vorgehensweise gegen die Bildung neuer Krebszellen, ohne jegliche Nebenwirkungen, ist wissenschaftlich bewiesen. Allicin darf also als Wundermittel bei Krebserkrankungen oder der Prophylaxe vor Hautkrebs gelten, steht also den Tomaten in nichts nach.

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