Rektalschmerzen

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Analfissuren

Eine der häufigsten Ursachen für Rektumschmerzen ist eine Analfissur. Es handelt sich um einen Riss im Analkanal, der wahrscheinlich auf ein Trauma durch Stuhlgang zurückzuführen ist, und wird in der Regel mit Sitzbädern, Stuhlweichmachern und Analgetika wirksam behandelt.

LAS und Proktalgie fugax

Zwei weitere häufige Ursachen für funktionelle anorektale Schmerzen sind das Levator-Ani-Syndrom (LAS) und die Proktalgie Fugax. Beide Erkrankungen werden durch Muskelkrämpfe des Levator-Ani-Muskels bzw. des Analschließmuskels verursacht und können sich symptomatisch mit einer dritten, weniger häufigen Erkrankung, der Kokzygodynie, überschneiden, die das Ergebnis eines früheren Traumas am Steißbein ist. Stress, langes Sitzen und Verstopfung scheinen mit LAS in Verbindung zu stehen. Die Mehrheit (90%) derjenigen, die über chronische Episoden solcher Schmerzen berichten, sind Frauen. Einige Forscher gruppieren diese Erkrankungen unter der medizinischen Kategorie "Spannungsmyalgie des Beckenbodens". Weniger als ein Drittel der Betroffenen sucht eine ärztliche Behandlung. Die Behandlung kann sowohl den Einsatz von krampflösenden Medikamenten als auch das Down-Training (bewusste Beteiligung und Entspannung bisher unbewusster Muskelbewegungen) beinhalten, so dass Spasmen seltener oder gar nicht auftreten.

Anorektaler Abszess

Ein anorektaler Abszess ist eine Infektion, die eine Tasche mit Eiter in den Geweben um den Anus herum bildet. Es wird operativ durch Inzision und Drainage behandelt.

Infektionen

Bakterielle, virale und protozoische Infektionen können in der Umgebung des Rektums auftreten. Diese können das Ergebnis einer sexuell übertragbaren Krankheit sein.

Andere

Hämorrhoiden oder rektale Fremdkörper.

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