Hypomanie

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Anzeichen und Symptome

Menschen in einem hypomanischen Zustand haben ein vermindertes Schlafbedürfnis, sind extrem kontaktfreudig und konkurrenzfähig, haben viel Energie und sind ansonsten oft voll funktionsfähig (im Gegensatz zu voller Manie).

Unterscheidungsmerkmale

Konkret unterscheidet sich Hypomanie von Manie durch das Fehlen von psychotischen Symptomen und Grandiosität und durch ihren geringeren Einfluss auf das Funktionieren. Hypomanie ist ein Merkmal der bipolaren II-Störung und Zyklothymie, kann aber auch bei schizoaffektiven Störungen auftreten. Hypomanie ist auch ein Merkmal der bipolaren I-Störung; sie entsteht in sequentieller Prozession, da die Stimmungsstörung zwischen normaler Stimmung (Euthymie) und Manie schwankt. Einige Personen mit bipolarer I-Störung haben sowohl hypomanische als auch manische Episoden. Hypomanie kann auch auftreten, wenn die Stimmung von einem manischen Zustand in eine normale Stimmung übergeht. Hypomanie wird manchmal mit zunehmender Kreativität und produktiver Energie angerechnet. Zahlreiche Menschen mit bipolarer Störung haben Hypomanie zugeschrieben, die ihnen einen Vorteil in ihrem Arbeitstheater verschafft hat. Menschen, die eine Hyperthymie oder "chronische Hypomanie" erleben, haben die gleichen Symptome wie eine Hypomanie, jedoch auf einer längerfristigen Basis.

Assoziierte Störungen

Zyklothymie, ein Zustand kontinuierlicher Stimmungsschwankungen, ist gekennzeichnet durch oszillierende Hypomanie- und Depressionserfahrungen, die die diagnostischen Kriterien für manische oder schwere depressive Episoden nicht erfüllen. Diese Perioden sind oft mit Perioden relativ normaler (euthymischer) Funktionsweise durchsetzt. Wenn ein Patient mit einer Vorgeschichte von mindestens einer Episode von Hypomanie und schwerer Depression, die jeweils die diagnostischen Kriterien erfüllen, wird eine bipolare II-Erkrankung diagnostiziert. In einigen Fällen treten depressive Episoden routinemäßig im Herbst oder Winter und hypomanische im Frühjahr oder Sommer auf. In solchen Fällen spricht man von einem "saisonalen Muster". Wenn es unbehandelt bleibt, und in diesen so prädisponiert, kann Hypomanie in Manie übergehen, die psychotisch sein kann, in diesem Fall ist die bipolare I-Störung die richtige Diagnose. (Siehe auch, Modell Kindling)

Psychopathologie

Manie und Hypomanie werden in der Regel gemeinsam als Komponenten von bipolaren Störungen untersucht, und die Pathophysiologie wird in der Regel als die gleiche angenommen. Da Noradrenalin und dopaminerge Medikamente Hypomanie auslösen können, wurden Theorien zur Monoamin-Hyperaktivität vorgeschlagen. Eine Theorie, die Depression und Manie bei bipolaren Individuen vereinigt, schlägt vor, dass eine verminderte serotonerge Regulierung anderer Monoamine entweder zu depressiven oder manischen Symptomen führen kann. Läsionen auf der rechten Seite Frontal- und Temporallappen wurden weiter mit Manie assoziiert.

Ursachen

Häufig in denen, die ihre erste Episode der Hypomanie erfahren haben - im Allgemeinen ohne psychotische Merkmale - kann es eine lange oder neue Geschichte der Depression oder eine Mischung aus Hypomanie mit Depression (bekannt als Mischzustand) vor dem Auftreten von manischen Symptomen. Dies tritt häufig in den mittleren bis späten Teenagern auf. Da die Teenager-Jahre sind in der Regel eine emotional aufgeladene Zeit des Lebens, ist es nicht ungewöhnlich, dass Stimmungsschwankungen weitergegeben werden als normale hormonelle teen Verhalten und für eine Diagnose der bipolaren Störung verpasst werden, bis es Anzeichen für eine offensichtliche manische oder hypomanische Phase. Bei drogeninduzierten hypomanen Episoden bei unipolaren Depressiven kann die Hypomanie fast ausnahmslos beseitigt werden, indem man die Medikamentendosis senkt, das Medikament ganz zurückzieht oder zu einem anderen Medikament wechselt, wenn ein Abbruch der Behandlung nicht möglich ist. Hypomanie kann mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung verbunden sein.

Diagnose

Die DSM-IV-TR definiert eine hypomanische Episode als eine über einen Zeitraum von mindestens vier Tagen erhöhte Stimmung plus drei der folgenden Symptome ODER eine gereizte Stimmung plus vier der folgenden Symptome:
  • gedrängte Rede
  • aufgeblasenes Selbstwertgefühl oder Grandiosität
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • Ideenflucht oder die subjektive Erfahrung, dass die Gedanken rasen
  • leicht abgelenkt und Aufmerksamkeitsdefizit; die Unfähigkeit, mit vollständigen Aufgaben zu"folgen", auch wenn man sich bewusst bemüht, dies zu tun, ähnlich wie bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung.
  • Zunahme der psychomotorischen Unruhe, oder gelegentlich in einigen, erhöhte Reizbarkeit
  • Hypersexualität
  • Beteiligung an genussvollen Aktivitäten, die ein hohes Potenzial für negative psychosoziale oder physische Folgen haben können (z.B. unkontrollierte Kauflust, sexuelle Indiskretionen, rücksichtsloses Fahren, physische und verbale Konflikte, törichte Geschäftsinvestitionen, Kündigung eines Jobs, um ein großartiges Ziel zu verfolgen usw.).

Etymologie

Der altgriechische Arzt Hippokrates nannte einen Persönlichkeitstyp"hypomanisch" (griechisch: ὑπομαινόμενοι, hypomainómenoi). In der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts, als Manie eine breite Bedeutung von Wahnsinn hatte, wurde Hypomanie von manchen mit Begriffen von'partiellem Wahnsinn' oder Monomanie gleichgesetzt. Der deutsche Neuropsychiater Emanuel Ernst Mendel schrieb 1881: "Ich empfehle, unter Berücksichtigung des von Hippokrates verwendeten Wortes, jene Arten von Manie zu benennen, die ein weniger schwerwiegendes phänomenologisches Bild zeigen, `Hypomanie`. In den 1960er und 1970er Jahren wurden engere operative Definitionen von Hypomanie entwickelt.

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