Hepatomegalie ist die Erkrankung an einer vergrößerten Leber. Es handelt sich um ein unspezifisches medizinisches Zeichen mit vielen Ursachen, die sich grob in Infektionen, Lebertumoren oder Stoffwechselstörungen unterteilen lassen. Häufig zeigt sich die Hepatomegalie als eine abdominale Masse. Je nach Ursache kann sie manchmal zusammen mit einer Gelbsucht auftreten.
Symptome/Zeichen
Zu den Symptomen, die mit Hepatomegalie zu tun haben, können mehrere gehören, darunter eine gewisse Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und Lethargie (Gelbsucht und Blutergüsse können ebenfalls vorhanden sein).
Der Mechanismus der Hepatomegalie besteht aus vaskulärer Schwellung, Entzündung (aufgrund der verschiedenen Ursachen, die infektiösen Ursprungs sind) und Ablagerung von (1) nicht-hepatischen Zellen oder (2) erhöhten Zellinhalten (wie z.B. durch Eisen bei Hämochromatose oder Hämosiderose und Fett bei Fettleberkrankheit)
Diagnose
Der Verdacht auf Hepatomegalie deutet auf eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung hin, wobei letztere typischerweise eine erhöhte Leberspanne beinhaltet.
Bei der abdominalen Ultraschalluntersuchung kann die Leber durch die maximale Dimension auf einer sagittalen Ebene durch die Medioklavikularlinie gemessen werden, die bei Erwachsenen normalerweise bis zu 18 cm beträgt. Es ist auch möglich, die kranio-kaudale Dimension zu messen, die bei Erwachsenen normalerweise bis zu 15 cm beträgt. Diese kann zusammen mit der ventro-dorsalen Dimension (oder Tiefe) gemessen werden, die normalerweise bis zu 13 cm beträgt. Auch der Schwanzlappen ist bei vielen Erkrankungen vergrößert. In der axialen Ebene sollte der Schwanzlappen normalerweise einen Querschnitt von weniger als 0,55 der übrigen Leber aufweisen.
Auf dem CT-Scan wurde Hepatomegalie definiert als eine Längsachse > 15,5 cm an der Mittellinie der Leber oder > 16,0 cm an der Mittellinie der Klavikula.
Aufarbeitung
Es sollten Bluttests durchgeführt werden, vor allem Leberfunktionsreihen, die einen guten Eindruck vom breiten Stoffwechselbild des Patienten vermitteln.
Eine vollständige Blutuntersuchung kann helfen, eine intrinsische Lebererkrankung von einer extrahepatischen Gallenwegsobstruktion zu unterscheiden. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber kann ein erweitertes Gallengangssystem zuverlässig nachweisen,
Die Computertomographie (CT) kann helfen, genaue anatomische Informationen bei Personen mit Hepatomegalie zu erhalten.
Behandlung
Die Behandlung der Hepatomegalie hängt von der Ursache der Lebervergrösserung ab, und daher ist eine genaue Diagnose das Hauptanliegen. Im Falle einer Autoimmunerkrankung der Leber können Prednison und Azathioprin zur Behandlung eingesetzt werden.
Im Fall von Lymphomen umfassen die Behandlungsmöglichkeiten eine Chemotherapie mit einem (oder mehreren) Wirkstoffen und eine regionale Strahlentherapie, in bestimmten Situationen kann auch eine Operation in Frage kommen.
Bei der primär biliären Zirrhose hilft Ursodeoxycholsäure dem Blutkreislauf, Galle abzutransportieren, was bei einigen Betroffenen die Überlebenschancen erhöhen kann.