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Symptome
- Übermäßiges Zwinkern und Spasmen der Augen, gewöhnlich gekennzeichnet durch unkontrollierbaren Lidschluss von einer Dauer, die länger als der typische Lidschlagreflex ist und manchmal Minuten oder sogar Stunden dauert
- Unkontrollierbare Kontraktionen oder Zuckungen der Augenmuskeln und des umgebenden Gesichtsbereichs. Einige Betroffene haben Zuckungssymptome, die in die Nase, das Gesicht und manchmal auch in den Nackenbereich ausstrahlen.
- Trockenheit der Augen
- Empfindlichkeit gegenüber der Sonne und hellem Licht
Ursachen
Es wurden einige Ursachen für
Blepharospasmus identifiziert; die Ursachen vieler Fälle von Blepharospasmus sind jedoch nach wie vor unbekannt, obwohl einige fundierte Vermutungen angestellt werden. Einige Blepharospasmus-Patienten haben eine Vorgeschichte mit trockenen Augen und/oder Lichtempfindlichkeit, andere berichten jedoch über keine früheren Augenprobleme vor dem Auftreten der ersten Symptome.
Einige Medikamente können Blepharospasmus auslösen, z.B. solche, die zur Behandlung der
Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, sowie Empfindlichkeit gegenüber Hormonbehandlungen, einschliesslich einer Östrogen-Ersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren. Blepharospasmus kann auch ein Symptom des akuten Entzugs von Benzodiazepinen sein. Abgesehen davon, dass Blepharospasmus ein Entzugssymptom von Benzodiazepinen ist, kann die verlängerte Einnahme von Benzodiazepinen Blepharospasmus auslösen und ist ein bekannter Risikofaktor für die Entwicklung von Blepharospasmus.
Blepharospasmus kann auch von einer abnormalen Funktion der Hirnbasalganglien herrühren. Es wurden gleichzeitig ein trockenes Auge und Dystonien wie das Meige-
Syndrom beobachtet. Blepharospasmen können in einigen seltenen Fällen durch Gehirnerschütterungen verursacht werden, wenn ein Schlag auf den Hinterkopf die Basalganglien beschädigt.
Multiple Sklerose kann Blepharospasmen verursachen.
Behandlung
- Medikamentöse Therapie: Die medikamentöse Therapie des Blepharospasmus hat sich als allgemein unvorhersehbar und kurzfristig erwiesen. Um für jeden Patienten ein wirksames Medikament zu finden, muss man in der Regel im Laufe der Zeit Versuch und Irrtum vermeiden. Anticholinergika, Beruhigungsmittel und Botulinumtoxin sind die am häufigsten verwendeten therapeutischen Optionen. Es können jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen sowie ein Versagen der Therapie beobachtet werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ständig neue Therapien erprobt werden. Vor diesem Hintergrund zeigen neue Erkenntnisse, dass Mosaprid eine sichere und erschwingliche Therapieoption für Blepharospasmus sein kann.
- Botulinumtoxin-Injektionen (Botox und Dysport sind weithin bekannte Beispiele) wurden eingesetzt, um eine lokalisierte, partielle Lähmung herbeizuführen. Bei den meisten Betroffenen ist die Botulinumtoxin-Injektion die bevorzugte Behandlungsmethode. Die Injektionen werden in der Regel alle drei Monate verabreicht, wobei die Variationen je nach Ansprechen des Patienten variieren und in der Regel eine fast sofortige Linderung der Symptome der Muskelkrämpfe bewirken (obwohl es bei einigen mehr als eine Woche dauern kann). Die meisten Patienten können mit regelmässigen Botulinumtoxin-Behandlungen wieder ein relativ normales Leben führen. Eine Minderheit der Betroffenen entwickelt nach Botulinumtoxin-Injektionen nur ein minimales oder gar kein Ergebnis und muss sich nach anderen Behandlungsmethoden umsehen. Bei einigen lässt die Wirksamkeit von Botulinumtoxin nach vielen Jahren der Anwendung nach. Eine beobachtete Nebenwirkung bei einer Minderheit von Patienten ist eine Ptosis oder Lidsenkung. Der Versuch, an Stellen zu injizieren, die die Ptosis minimieren, kann zu einer verminderten Fähigkeit führen, Spasmen zu kontrollieren.
- Chirurgie: Personen, die nicht gut auf Medikamente oder Botulinumtoxin-Injektionen ansprechen, kommen für eine chirurgische Therapie in Frage. Die wirksamste chirurgische Behandlung ist die Protraktormyektomie, die Entfernung der für den Lidschluss verantwortlichen Muskeln.
- Auf Neuroplastizität basierende Umerziehung: Da die Ursache des Problems neurologischer Natur ist, haben Ärzte sensomotorische Umschulungsaktivitäten erforscht, um das Gehirn in die Lage zu versetzen, sich selbst "neu zu verdrahten" und dystone Bewegungen zu eliminieren. Die Arbeit von Joaquin Farias hat gezeigt, dass sensomotorische Umschulungsaktivitäten und propriozeptive Stimulation Neuroplastizität induzieren können, so dass Patienten wesentliche Funktionen wiedererlangen können, die aufgrund eines Blepharospasmus verloren gegangen waren.
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