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Hilfe bei Athrose: Chondroitin

Hilfe bei Athrose: Chondroitin

Als Arthrose wird eine Gelenkkrankheit bezeichnet, die eine Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks nach sich zieht und sich durch Veränderungen der Knochenstruktur bemerkbar macht. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit in Folge eines entzündeten und angeschwollenen Gelenks eingeschränkt. Hilfe bei Arthrose verspricht das Medikament Chondroitin, ein biologisches Makromolekül.

Chondroitin hilft Gelenkschmerzen zu lindern

Das biologische Makromolekül Chondroitin wird zum Knorpelschutz ärztlich oder diätisch als Sulfat eingesetzt. Es unterstützt den Heilungsprozess an Arthrose in den Knien, der Hände oder der Hüfte erkrankter Patienten. Wissenschaftlich bewiesen ist aber auch die Einnahme von Chondroitin zur Nahrungsergänzung. Es wird oral üblicherweise in einer Dosierung zwischen 800 bis 1.200 Milligramm pro Tag eingenommen, wobei die Zusammensetzung eine entzündungshemmende und aufbauende Wirkung der Knorpelstruktur erzielt. Chondroitin besteht aus zwei Einfachzuckern, die sich abwechseln: D-Glucuronsäure und N-Acetylgalactosamin. Insgesamt bildet das Medikament somit einen großen Teil der Knorpelmasse. Das Fehlen dieser Masse kann dementsprechend schmerzhafte Arthrose auslösen.

Chondroitin kann den Arthrose-Verlauf umkehren

Aus ärztlicher Sicht ist der Abbau von Gelenkfunktionen mit dem fortschreitenden Alter verbunden. Viele Arthrosearten können jedoch durch eine schnelle und gezielte Behandlung entweder verlangsamt oder gar in Gänze aufgehoben werden. Der Orthopäde kann im besten Falle das trainierbare Gelenk wieder herstellen und verabreicht zur Unterstützung Chondroitinsulfat. Voraussetzung ist jedoch eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung. Deshalb ist es Patienten auch geraten, eine Arthrose-Erkrankung nicht auf die lange Bank zu schieben. Im schlimmsten Falle muss der Arzt Knie- oder Hüftprothesen einsetzen, alternativ das vertraute Gelenk durch ein künstliches Gelenk austauschen.

Die positiven Effekte von Chondroitin

Das Medikament, gewonnen wird es aus Knorpelgeweben von Rindern, Schweinen oder Haifischen sowie Vögeln und Fischen (z. B. Krabben, Krebse, Muscheln oder Hummer), führt dem Körper alle nötigen Nährstoffe zu, die den Prozess der Regeneration sowie dem Wiederaufbau von Knorpelteilen dienen. Es stützt den Wassergehalt von Knorpel und erhöht damit die Elastizität des Gelenks. Zusätzlich werden Gewebeformen sowie das Bindegewebe, beide bestehen aus Kollagenen, positiv beeinflusst. Chondroitin schützt also das Innere von Gelenken, stärkt ausserdem Bänder, Sehnen und Knochenstrukturen. Ein weiteres Merkmal ist die Erhaltung der Elastizität in den Arterien. 

Kann Chondroitin über die Nahrung aufgenommen werden?

Diese Frage dürfte vor allem Sportler interessieren. Mit der Zeit und der ständigen Beanspruchung des Körpers leiden sie häufig unter Verschleißerscheinung ihrer Gelenke. Von daher ist die regelmäßige Zufuhr von Chondroitin wichtig, was lediglich mit der Nahrungsaufnahme kaum möglich ist. Ein Arzt kann ihnen jedoch wertvolle Supplements für den täglichen Bedarf verschreiben. Hinzu kommt noch, dass der Stoffwechsel von Gelenkknorpel nur langsam einsetzt, was die orale Aufnahme einer Spezialnahrung, bestehend aus Glucosamin und Chondroitin, angebracht erscheinen lässt. Damit kann die Verschleißerscheinung von Gelenken, Knorpel und Bindegewebe vermieden werden und die betroffenen Stellen zur Regeneration anregen.

Unterschiedliche Nachweise der Wirkung von Chondroitin

Pro und Contra scheinen in Studien über Chondroitin nahe beieinander zu liegen. So wird z. B. die Wirkung meist als „begrenzt“ angesehen, auf der anderen Seite zählt Chondroitin zu den entzündungshemmenden Arzneien, die in der konventionellen Therapie von Arthrosen zum Einsatz kommen. Fachleute sprechen von dabei von „Nicht-Steroidale-Anti-Rheumatika“, kurz: NSAR. Die meisten Patienten setzen die Medikamente nach etwa einem Jahr wieder ab, da die Wirkungen stark nachlassen oder weil die Nebenwirkungen zu groß werden. 

Andere Studien kommen zur Forderung nach alternativen Verfahren, wobei sie ihre Hoffnungen auf eine bessere Knorpelernährung durch Nahrungsergänzungsmittel setzen, also auf den Einsatz verschiedener Bausteine, die ihre Wirkungen am Schmerzbild orientieren: Hyaluronsäure, Glucosamin sowie Chondroitsulfat. 

Teile von Chondroitinsulfat erreichen das entzündete Gelenk, wo es schnell die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit verbessert wodurch sich der Masseverlust der Knorpelschicht zumindest verlangsamen lässt. Ist der Schaden am Gelenk jedoch weit fortgeschritten, kann auch Chondroitin nicht mehr helfen. Zeitnah eingesetzt, ergibt sich allerdings ein weiterer positiver Effekt, da Chondroitinsulfat den Stoffwechsel durch die Verminderung bestimmter Botenstoffe anregt. Weitreichende Effekte dürfen jedoch nicht erwartet werden, laut Studien dürften höchstens nur leicht positive Verbesserungstendenzen auftreten.

Beste Ergebnisse bei Schuppenflechte und Blasenentzündung

Im Laufe von Studien stellte sich zufällig heraus, dass Chondroitinsulfat ideal bei der Bekämpfung von Schuppenflechte an Händen sind und eindeutige Verbesserungen am Zustand von Blasenentzündungen aufweisen. Dazu wird eine Chondroitinlösung über einen Kathederzugang in die Blase gespritzt, was zur Folge hat, dass Harnwegsinfekte um bis zu zirka 77 Prozent zurückgehen. Ähnlich positiv waren auch die Ergebnisse bei strahlenbedingten Darmentzündungen, überaktiven Blasen oder bei festgestellten interstitieller Zystitis, also bei chronischen, abakteriellen Blasenentzündungen)

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Chondroitin

Bei der überwiegenden Zahl der Patienten können auch nach langer Einnahme keine Nebenwirkungen erkannt werden. Nur wenige Patienten berichten von auftretender Übelkeit in Verbindung mit Verdauungsbeschwerden. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollen schwangere und/oder stillende Frauen und Jugendliche auf die Einnahme von Chondroitinsulfat verzichten. Das gleiche gilt für Menschen mit Allergien auf Fischeiweiß, soweit es sich um Chondroitin-Produkte aus Haifischgewebe sowie anderer Fische handelt.

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