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Gesund durch die Grippe-Saison!

Gesund durch die Grippe-Saison!

Die Influenza, die echte Grippe, ist eine Virusinfektion, die bei geschwächten Personen wirklich bedrohlich werden kann, sogar lebensbedrohlich. Diese Personen stellen rund 20% der Bevölkerung dar. Kinder, ältere Menschen, Immungeschwächte. Daher ist es gut und richtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um zu erfahren wie man sich und seine Familie schützen kann, sodass es bestenfalls gar nicht erst zu einer Infektion kommt. Der Schlüssel hierfür ist ein gesundes Immunsystem. 

Die Abwehr zu stärken ist daher der beste Schutz vor unliebsamen Erkrankungen. Lesen Sie dazu weiter unten im Text mehr. Doch reißen wir das Thema vorher einmal an, damit wir wissen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben.

Influenza-Viren 

Infektionen mit Influenzaviren sind ein weltweites Phänomen. Während in den gemäßigten Klimazonen die Infektionen hauptsächlich während der Wintermonate auftreten, sind sie  beispielsweise in den Tropen ein ganzjähriges Phänomen. Hierzulande erreichen wir die höchsten Erkrankungszahlen, traditionell im Januar und Februar. Die Grippewelle beginnt in Deutschland meist um den Jahreswechsel herum und dauert in der Regel 8-10 Wochen an. In einzelnen Jahren war die Intensität deutlicher zu spüren, in anderen weniger. Fakt ist aber, dass während dieser Zeit das Infektionsrisiko deutlich erhöht ist.

Infektionswege bei Influenza

Influenza überträgt sich in der Regel per Tröpfcheninfektion, was bedeutet, dass sich die Viren über kontaminierte Aerosolpartikel verbreiten. Die Tröpfcheninfektion ist heimtückisch, wir sehen die Viren nicht und nehmen sie auch sonst nicht wahr. Es reicht schon, wenn jemand hustet; Unzählige Viren werden dadurch ausgestoßen und nutzen die warmen Heizungsluftströme um sich bestens fortzubewegen. 

Eine andere Möglichkeit sich mit Influenza anzustecken, ist die Schmierinfektion. Hierbei kommt es durch berühren von kontaminierten Gegenständen, wie Türgriffen oder ähnlichem, zur Infektion, wenn die Viren es über die Hände in den Mund schaffen. Regelmäßiges Händewaschen ist daher ein sehr guter Schutz vor Grippeerregern und sonstigen Viren. Eine weitere Möglichkeit sich anzustecken ist natürlich der Kontakt zu erkrankten Menschen. Hierbei kommt dann eine Mischung aus Schmier-und Tröpfcheninfektion zum tragen. 

Die Erkrankung

Die Influenzaviren verursachen eine akute Erkrankung der Atemwege, die mit starken körperlichen Symptomen, wie Fieber und Schmerzen, einhergeht. Anhand der Erreger ist sie von einer normalen Erkältung, also einem grippalen Infekt, zu unterscheiden. 

Die Symptome können ähnlich sein, aber der Verlauf einer echten Influenzainfektion ist deutlich heftiger, als dies bei einem grippalen Infekt der Fall ist. Ein Arzt erkennt den Unterschied meist schnell. Sind Sie sich also unsicher, scheuen Sie sich nicht ihren Hausarzt aufzusuchen um Klarheit zu erlangen. Unbehandelt kann es zu weiteren Erkrankungen durch ein Verschleppen kommen. Handeln Sie also, wenn der Verdacht besteht.

Durch unsere geografische Position und unser Wetter dadurch, sowie durch die Tatsache, dass wir aufgrund dessen, in der dunklen Jahreszeit überwiegend drinnen sind, ist es für Grippeviren natürlich ein leichtes, sich zum einen großartig zu vermehren, zum anderen können die Viren sich auch noch wunderbar fortbewegen, in der warmen Heizungsluft.

Doch wenn man die Verbreitungswege kennt, kann man schon mal etwas tun um sich zu schützen, vor allem regelmäßiges Händewaschen, oder desinfizieren, ist sehr hilfreich. Unerlässlich ist es allerdings das Immunsystem zu stärken; Dies ist der beste Schutz den man haben kann!

Vitamine und Nährstoffe sind im Winter besonders wichtig!

Der Winter ist in unseren Breiten eine dunkele Zeit, voller feuchter Kälte und Heizungsluft die die Atemwege austrocknet und so angreifbar macht. Wollen wir unser Immunsystem stärken, so setzen wir hier an. 

Was unser Organismus zu dieser Zeit braucht sind Nährstoffe und vor allem Vitamin D3. Dieser als Sonnenvitamin bekannte Stoff, kann nur durch Synthese von Sonnenlicht über unsere Haut gebildet werden. Da Sonne im Winter hier sehr sparsam ist und die Temperaturen nicht gerade zum Sonnenbaden einladen, leiden große Teile der Bevölkerung an einem mehr oder weniger chronischen Vitamin D Mangel.

Vitamin D ist nicht nur für die Knochendichte wichtig, sondern bildet auch die Grundlage für die Produktion zahlloser körpereigener Stoffe und Hormone und trägt großen Anteil an der Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Es zeigte sich in wissenschaftlichen Untersuchungen, dass die Produktion von Vitamin-D-Hormonen im Körper im Falle einer Erkrankung, deutlich angekurbelt wird. Das so zur Verfügung stehende Vitamin D  regt wiederum die Produktion sehr wirksamer, körpereigener Abwehrstoffe an, die in der Lage sind, Bakterien, Pilze und Viren abzuwehren. Lesen Sie hier mehr zu Vitamin D und K.

Vitamin D3 Tropfen erhalten Sie in der Apotheke oder im gut sortieren Reformhaus. Wichtig es ist darauf zu achten, dass zusätzlich immer auch Vitamin K2 genommen wird, da ansonsten das Vitamin D nicht vollumfänglich vom Körper resorbiert werden kann. Halten wir fest; Vitamin D steuert verschiedene Aspekte des Immunsystems und ist damit ein wichtiger Baustein unserer Abwehrkräfte. 

Es ist auffällig, dass zu Zeiten geringer Sonneneinstrahlung mehr Infekte auftreten. Die Wissenschaft sagt, es liegt daran, dass Viren empfindlich gegenüber UV-Licht sind, dies vermindert ihre Vitalität erheblich. Im Winter können wir nicht ausreichend Vitamin D in körpereigener Synthese herstellen, eine zusätzliche Einnahme ist also dringend anzuraten.

Vitamine und Nährstoffe die die Abwehr fördern

Ebenfalls unerlässlich ist eine gute Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen. Am besten ist es diesen Bedarf über die Ernährung zu decken, ist dies nicht möglich, können in der Winterzeit auch Vitaminpräparate eine Option sein. 

Vitamin C ist unerlässlich, da es starke antioxidative Eigenschaften aufweist und so freie Radikale, die schädigend auf unsren Organismus einwirken, eliminiert. Sanddorn ist eine gute und natürliche Quelle für Vitamin C, ebenso wie Acerola oder die südamerikanische Camu Camu Frucht. Diese beerenartige Strauchfrucht, weist die höchsten uns bekannten Vitamin C Konzentrationen auf. 

Ebenfalls unerlässlich sind basische Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Zink. Selen spielt ebenfalls eine große Rolle, Eisen ebenfalls, Omega 3 sollte auch nicht außen vor gelassen werden. Am einfachsten ist es, sich für den Winter ein gutes Kombi-Präparat zu suchen, das alle Nährstoffe beinhaltet.

Weitere Maßnahmen zur Prävention von Infektionen

Über unsere Ernährung und unsere Lebensgewohnheiten können wir sehr viel für unseren Immunschutz tun. Es hat sich beispielsweise gezeigt, das regelmäßiges Spazierengehen nicht nur wohltuend für die Psyche ist, sondern einen sehr positiven Einfluss auf das Immunsystem hat.

Die frische Luft und die Bewegung fördern die Serotoninauschüttung im Körper. Das macht uns zufrieden, wir fühlen uns gut, was unsere Immunabwehr auch freut. Stresshormone werden abgebaut, oxidativer Stress dadurch gemildert.

Des Weiteren ist es elementar, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um ein Austrocknen der Schleimhäute zu vermeiden. Diese sind die erste Frontlinie an der Viren und Bakterien Einlass in unseren Organismus fordern. 

Durch trockene Heizungsluft oder sehr kalte Luft draußen, trocknen diese leicht aus und werden rissig. Dies bietet den unliebsamen Erregern eine wunderbare Tür in unseren Körper. Hüten wir uns davor, indem wir genug trinken. Auch regelmäßige Nasenduschen oder die Verwendung von Meersalz-Nasenspray kann hilfreich sein. Schützen wir unsere Verteidigungslinie!

Gut leben & essen im Winter 

Unsere Nahrung ist im Winter nicht so bunt und frisch wie im Sommer, dennoch ist es möglich, auch aus Wintergemüse gutes und gesundes Essen zu zaubern, das den erhöhten Nährstoffbedarf decken kann. 

Grünkohl hat Saison; Rote Bete und allerhand andere Knollen und Wurzeln. Wintersalate können mit Nüssen und Beeren verfeinert werden, Saaten liefern wertvolle Öle und wer ganz experimentierfreudig ist, tut gut daran sich Sprossen zu ziehen. 

Dies ist sehr einfach und bietet eine wirklich nährstoffreiche Zusatzquelle, für gute Stoffe aller Art. Besonders Brokkolisprossen gelten als höchst gesund, lecker sind sie auch. Fernhalten sollten wir uns in dieser Jahreszeit von allem was schwer ist und belastet.

Meiden sollten wir zu viel Zucker, ungesättigte Fettsäuren und vor allem leere Kohlenhydrate. All dies fördert oxidativen Stress und sorgt damit dafür das unsere Immunabwehr geschwächt wird. Essen wir frisch und kochen wir häufiger mal eine Suppe, dann kommen wir der Abwehr damit entgegen.

Gerne sollte die Winterküche würzig sein, kochen Sie mit Exoten wie Ingwer und Kreuzkümmel und seien sie nie geizig mit Knoblauch. Diese Gewürze wärmen uns nicht nur von innen auf sondern bringen unsrem Körper auch zahlreiche immunfördernde Stoffe mit.

Ferner hat eine Studie gezeigt, dass die ketogene Ernährungsweise einen starken Einfluss auf unser Immunsystem hat. Hierbei wird so gegessen, dass mit der Nahrung kaum noch Kohlenhydrate aufgenommen werden, maximal 30 Gramm am Tag sind drin, wenn man den Zustand der Ketose erreichen will. 

Ketose bezeichnet eine veränderte Verstoffwechslung von Nährstoffen. Der Körper beginnt nach einiger Zeit ohne Kohlenhydrate damit, seinen Energiestoffwechsel umzustellen, die Energie wird dann nicht mehr aus den in Kohlenhydraten abgespaltenen Zuckern gewonnen, sondern aus Fetten. 

Fette sind auch ein Hauptbestandteil dieser Ernährungsweise; Avocados, Nüsse, Samen. Es ist aber auch tierisches erlaubt in Maßen. In einer Studie der amerikanischen Yale University erforschte man den Zusammenhang zwischen ketogener Ernährung und Grippe. Im Tiermodell, mit Hilfe von Mäusen. 

Die Versuchstiere erhielten eine strikte ketogene Diät, mit 90% Fett und maximal 1% Kohlenhydrat. Eine andere  Gruppe von Versuchstieren erhielt eine sehr kohlehydratreiche Diät, die aus  60% Kohlenhydrat und 15% Fett bestand. Es zeigte sich, dass die Mäuse der ersten Gruppe, die die besondere Diät erhielten, nach Infektion mit dem Influenza-A-Virus, dies wesentlich besser verarbeiten konnten, als die Mäuse der Vergleichsgruppe die einer konventionellen Ernährung ausgesetzt waren. 

Die Mäuse der Ketose-Gruppe zeigten weniger körperliche Symptome und auch der Sauerstoffgehalt in ihrem Blut war besser, als bei den Tieren der Vergleichsgruppe. Dies spricht, laut der Wissenschaftler dafür, dass bei den Tieren der ersten Gruppe, die Lungen besser intakt sind, trotz der Infektion. 

Grund hierfür ist eine stärkere Reaktion der Lungengewebe, bei den Tieren von Gruppe 1. Es zeigte sich, dass dieses eine verstärkte Bildung von schleimbildenden Gamma-Delta-T-Zellen veranlasste. Durch diese verstärkte Schleimbildung kann eine Vielzahl von Erregern abgefangen werden, sie werden durch den Schleim unschädlich gemacht und aus dem Körper transportiert. 

Bei den Mäusen der Vergleichsgruppe, gab es diesen Effekt nicht. Die Mäuse litten unter schlimmen Verläufen und es gab auch weit mehr Todesfälle in Gruppe 2. Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass nicht nur die verstärkte Bildung von Gamma-Delta-T-Zellen für den milderen Verlauf verantwortlich ist, sie nennen einen Vorgang der die Bezeichnung „Inflammose“ trägt, der in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung ist. Im Rahmen der ketogenen Diät geschieht vieles im Körper, nicht nur der Stoffwechsel stellt sich um, es geschieht auch eine Bremsung der Inflammose. 

Inflammasome sind Proteinkomplexe die sich im inneren der Zellen befinden und für die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen verantwortlich sind. Je weniger Inflammasome desto geringer die Entzündungsreaktion in den Lungen. Desto geringer die Entzündungsreaktion in der Lunge, desto milder ist der Verlauf der Grippe. Sie sehen also, es gibt viele Möglichkeiten sich aktiv vor Grippe und Infektionen zu schützen! Wir alle haben es in der Hand. 

Gute Gesundheit in der Winterzeit ist kein Zufall.

Von Natascha Neufuß