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Astaxanthin: Antioxidans, Entzündungshemmer und vieles mehr

Astaxanthin: Antioxidans, Entzündungshemmer und vieles mehr

Was ist Astaxanthin?

Astaxanthin ist der natürliche Farbstoff, der rötlich-violetten Lebewesen ihre Farbe verleiht. Der Naturstoff zählt zur Xanthophyll-Klasse der Carotinoide. Diese bewirken eine gelbliche bis rötliche Färbung. Nicht nur Lebensmittel, wie Bananen oder Karotten, werden durch Carotinoide gefärbt. Auch Vögel und Krebstiere verdanken ihre Rotfärbung den Carotionoiden. Aufgrund der gesundheitsfördernden Wirkung wird Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, denn es wirkt sich positiv auf verschiedene Bereiche des Körpers aus.

Astaxanthin als Antioxidans

Astaxanthin weist eine äußerst ähnliche chemische Struktur wie andere Carotinoide auf. So ähnelt es dem Beta-Carotin, der Vorstufe vom Vitamin A. Astaxanthin kann nicht in das Vitamin A umgewandelt werden, wirkt jedoch aufgrund der ähnlichen chemischen Struktur wie ein Antioxidans.

Antioxidantien: Was bewirken sie im Körper?

Antioxidantien verhindern Oxidationen im Körper. Oxidationsprozesse entstehen, wenn sogenannte freie Radikale existieren. Freie Radikale sind Moleküle, Ionen oder Atome, denen ein Elektron fehlt. Aufgrund dessen sind sie sehr reaktionsfreudig und lösen oxidativen Stress aus. In der Folge des oxidativen Stresses können, Zellen und Gewebe stark geschädigt und sogar irreparabel zerstört werden. Da freie Radikale frei im Blut zirkulieren, können sie jedes Organ und das Gewebe angreifen. Durch sie kann eine Kettenreaktion ausgelöst werden, die funktionelle Moleküle in dysfunktionelle Moleküle umwandelt. Wenn diese Veränderungen die DNA betreffen, entstehen Mutationen und/ oder andere Schäden der DNA, die zu degenerativen Erkrankungen oder sogar Krebs führen können.

Antioxidantien können freie Radikale unschädlich machen, indem sie mit ihnen reagieren. Infolgedessen sind sie nicht mehr so reaktiv gegenüber Zellen, Molekülen und Gewebe.

Da Astaxanthin als Antioxidans fungiert, ist es dazu in der Lage den Organismus vor freien Radikalen und deren unerwünschten Schäden zu schützen. Astaxanthin als Antioxidans hilft dem Körper sich vor freien Radikalen zu schützen, die

  • Krebs,
  • degenerative Erkrankungen und
  • DNA-Schädigungen auslösen können.

Astaxanthin wirkt im Gegensatz zu anderen, bisher bekannten Antioxdantien, sehr stark antioxidativ. Es wirkt beispielsweise 6000 mal stärker als Vitamin C und 550 mal stärker als Vitamin E gegen freie Radikale und somit gegen oxidativen Stress.

Entzündungshemmende Wirkung von Astaxanthin

Astaxanthin wirkt nicht nur antioxidativ, sondern auch entzündungshemmend. In einigen Tierstudien konnte nachgewiesen werden, dass Astaxanthin die Freisetzung einiger Entzündungsbotenstoffe unterbindet. Die Astaxanthin-Wirkung ist mit der Wirkung von Kortison zu vergleichen. Daraus folgend könnte Astaxanthin eine große Hilfe bei chronischen Erkrankungen sein und damit einhergehende Symptome lindern.

Astaxanthin als Sonnenschutzmittel

Auch bei einem Sonnenbrand kann Astaxanthin Abhilfe schaffen, denn ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut. Damit es im Sommer, wenn der UV-Index hoch ist, gar nicht zu einem Sonnenbrand kommt, sollten Sie auf den richtigen Schutz achten. Herkömmliche Sonnenschutzmittel in From von Cremes oder Sprays müssen immer wieder aufgetragen werden und enthalten womöglich bedenkliche Inhaltsstoffe. Mit Astaxanthin können Sie sich von innen heraus vor den hautschädigenden UV-Strahlen schützen. Es muss beachtet werden, dass die Einnahme von Astaxanthin einige Wochen betragen muss, bevor Astaxanthin als Sonnenschutzmitte wirken kann.

Linderung bei Arthritis und Arthrose durch Astaxanthin

Bei einer Arthrose handelt es sich um den Gelenkverschleiß, der im Laufe der Zeit eintritt. Eine Arthritis hingegen ist eine akute Entzündung des Gelenks, durch Bakterien verursacht. Bei beiden Krankheiten konnte eine Linderung der Symptome, durch die Einnahme von Astaxanthin, erzielt werden. Patienten berichteten, dass die Schmerzen nachließen und sich die Steifheit des betroffenen Körperteils nach der Astaxanthin-Einnahme reduziert habe. Astaxanthin muss bei chronischen Erkrankungen mindestens vier Wochen eingenommen werden, bevor sich eine Wirkung in Form von Schmerzlinderung einstellen kann.

Abhilfe bei Diabetes durch Astaxanthin

Eine Astaxanthin-Studie, die an Diabetiker-Mäusen durchgeführt wurde, lässt darauf schließen, dass Astaxanthin einen großen gesundheitlichen Nutzen gegenüber Diabetes und den möglichen Folgeerkrankungen hat. Nach einer zwölfwöchigen Gabe von Astaxanthin hatten die Mäuse einen niedrigeren Blutzuckerspiegel als die Mäuse, die in der Gruppe waren, die kein Astaxanthin verabreicht bekamen.

Außerdem konnte gezeigt werden, dass die Gabe des Astaxanthin Langzeitfolgen, wie eine Nierenfunktionskrankheit, im Verlauf einer Diabetes-Erkrankung verlangsamen kann. Grund zu dieser Annahme ist, dass die Entwicklung der Erkrankung bei Mäusen, die an Diabetes Typ 2 litten, deutlich langsamer fortschritt als bei Mäusen, die kein Astaxanthin bekamen. Dies lässt wiederum darauf schließen, dass Astaxanthin den oxidativen Stress in den Nieren mindert und so Schäden an den Nieren verhindert werden können.

Astaxanthin: gut fürs Herz und das Herz-Kreislauf-System

Astaxanthin wirkt sich auch positiv aufs Herz und das gesamte Herz-Kreislauf-System aus. Es erweitert die Gefäße und senkt so den Blutdruck. Bereits bestehende Gefäßablagerungen können durch Astaxanthin stabilisiert werden. Gegen das Entstehen neuer Gefäßablagerungen wirkt Astaxanthin auch. So werden Blutgerinnsel, die kleinere Gefäße verstopfen, vorgebeugt. Ablösende Blutgerinnsel sind die Ursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle. In machen Fällen können auch Embolien und Thrombosen auf Blutgerinnsel zurückgeführt werden. In jedem Fall ist es anstrebenswert die Entstehung der Blutgerinnsel zu vermeiden.

Verbesserung der Augen dank Astaxanthin

Auch die Augen profitieren von Astaxanthin, denn es wirkt den Schäden, die durch UV-Strahlen verursacht werden, entgegen. Durch UV-Strahlen entstehen freie Radikale, die oxidativen Stress auslösen. Dieser ist sehr schlecht für die Augen und kann zu Entzündungen führen. Viele Antioxidantien können die Augen nicht erreichen. Astaxanthin kann die Blut-Hirn-Schranke/Blut-Augen-Schranke überwinden, sodass Astaxanthin im Augengewebe aufgenommen werden kann.

Einige Studien konnten belegen, dass einige Symptome, die mit Augenkrankheiten einhergehen mit Astaxanthin reduziert werden können:

  • Verbesserte Durchblutung der Augen (Durchblutungsstörungen der Augen können zu grünem Star führen)
  • Sehschärfe nahm zu
  • Abnahme der Augenmüdigkeit
  • verschwommenes Sehen konnte gelindert werden
  • oxidative Schädigungen des Auges konnten reduziert werden

Eine sechswöchige Einnahme von Astaxanthin konnte helfen bei den oben angeführten Symptomen Linderung zu verschaffen.

Sportliche Leistungssteigerung durch Astaxanthin

Es konnte nachgewiesen werden, dass Astaxanthin die sportliche Leistung steigert. Professionellen Radfahrern wurden pro Tag 4 Milligramm Astaxanthin 28 Tage lang verabreicht. Einer anderen Gruppe wurden Placebos verabreicht. Bei der Astaxanthan-Gruppe konnte die Leistung auf einer 20 km Strecke in soweit verbessert werden, dass die Rennradfahrer diese im Durchschnitt zwei Minuten schneller absolviert haben.

Auch bei körperlicher Anstrengung werden Oxidationsprozesse in Gang gesetzt, das heißt: je anstrengender die körperliche Leistung ist, desto mehr freie Radikale existieren. Falls nicht genügend Antioxidantien vorhanden sind, wirkt sich dies negativ auf den Körper aus. Als Folge können Gewebeschäden, Gelenkbeschwerden oder auch Muskelkater auftreten. Da Astaxanthin als Antioxidans wirkt, kann es dazu beitragen diese unangenehmen Folgen körperlicher Anstrengung zu vermindern.

Männliche Fruchtbarkeit durch Astaxanthin steigern

Nicht nur die sportliche Leistung lässt sich mit Astaxanthin verbessern. Auch die Spermien-Qualität kann mit Astaxanthin verbessert werden. Das ist auf den oxidativen Stress zurückzuführen, dem die Spermien ausgesetzt sind. Die Qualität der Spermien nimmt ab und somit auch die Zeugungsfähigkeit der betroffenen Männer.

Eine Studie konnte nachweisen, dass sich die Gabe von Astaxanthin positiv auf die Qualität des Spermas auswirkte. 20 Paare versuchten seit 12 Monate schwanger zu werden. Bei allen Paaren lag das Problem bei den Männern und deren schlechter Spermien-Qualität. Die Hälfte der Paare waren nach drei Monaten schwanger. Das lässt sich auf die Gabe von 16 Milligramm Astaxanthin täglich zurückführen, die die Männer drei Monate bekamen.

Zusammenfassung der positiven Wirkungen von Astaxanthin:

Astaxanthin kann:

  • den oxidativen Stress reduzieren, weil es als Antioxidans wirkt.
  • Entzündungen hemmen, ob chronisch oder akut.
  • Beschwerden lindern, die durch Arthritis oder Arthrose verursacht werden.
  • bei Diabetes und damit verbundenen Langzeitfolgen Abhilfe schaffen.
  • das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten reduzieren.
  • die Augen vor Krankheiten, wie grünem Star, schützen.
  • die körperliche Leistung steigern.

Optimale Dosierung von Astaxanthin:

Um die optimale Wirkung des Astaxanthins genießen zu können, ist es wichtig, es richtig zu dosieren. Der ADI-Wert (Empfohlene Tagesdosis) beträgt vier Milligramm. Üblicherweise liegt die Dosierung der Nahrungsergänzungsmittel im einstelligen Milligramm-Bereich. Hauptsächlich wird das synthetische Astaxanthin in Kapseln angeboten. Wenn Sie akute Beschwerden plagen, kann die Möglichkeit bestehen, dass diese Tagesdosis womöglich nicht ausreicht. In jedem Fall sollten Sie dann Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.

Sind Nebenwirkungen möglich?

Bisher konnten keine Nebenwirkungen beim Verzehr von Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel festgestellt werden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten konnten bis jetzt auch nicht nachgewiesen werden. Dies lässt sich auf die ungenügende Untersuchung von Astaxanthin mit anderen Medikamenten zurückführen. Wer eine Allergie auf Krustentiere hat, sollte im Vorhinein klären woher das Astaxanthin im Präparat stammt. Wenn es aus Krustentieren gewonnen wird, ist Vorsicht geboten, denn dann können allergische Reaktionen auftreten.