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Arnika: Natürliche Kraft gegen Schmerzen

Arnika: Natürliche Kraft gegen Schmerzen

Arnika zählt seit hunderten von Jahren, zu den bestbewährten Heilpflanzen, wenn es um die Behandlung von Schmerzen geht. Arnika sorgt für eine gute Wundheilung und bringt zudem noch desinfizierende und entzündungshemmende Eigenschaften mit. Für die entzündungshemmenden Eigenschaften der Heilpflanze, wird hauptsächlich ein Wirkstoff aus der Familie der ätherischen Öle verantwortlich gemacht; der Wirkstoff Thymol. Studien haben belegen können, dass Arnika eine positive Wirkung auf die Beschwerden von Probanden ausübte, die unter arthritischen Beschwerden in den Händen und Knien litten.

Von Natascha Neufuß

Arnika ist ein echter Tausendsassa, sowohl innerlich als äußerlich anzuwenden, wird Arnika zum Mittel der Wahl bei einer Vielzahl von Beschwerden: Arnika hilft beispielsweise dem Gewebe, sich nach stumpfen Verletzungen, wie sie durch Stürze oder Quetschungen entstehen, zu einer schnelleren Regeneration zu gelangen. Auch bei Stichen, Sonnenbrand oder Schnittverletzungen können Extrakte aus der gelbblühenden Pflanze von großem Nutzen sein. Arnika gehört in jede Hausapotheke!

Arnika: Bescheidene Pflanze mit großem Potential

Wie eingangs erwähnt, hat die Arnikapflanze ein großes Wirkspektrum. Es werden zahlreiche Mittel mit Arnika angeboten: vom Wundschutztuch über Salben bis hin zur Arnikatinktur sowie Arnika in homöopathischer Form. In der Homöopathie ist Arnika das Basismittel bei jeder Art von Verletzung, auch bei Verletzungsschock. Diese Präparate werden aus der Wurzel gewonnen. Arnika wird in der Chirurgie zur Operationsvorbereitung verwendet, um starkem Blutfluss und Embolien vorzubeugen. Sie wird in der zahnärztlichen Praxis vor Zahnextraktionen und Kieferoperationen zur Verminderung von Nachblutungen und Schmerzen eingesetzt. Die Wahl der Potenz hängt u.a. von der Schwere der Verletzung ab.

Arnika-Salbe

Der Wirkstoff für Arnika-Salbe, wird ebenfalls aus den Wurzel der Pflanze gewonnen. Hier gibt es die höchste Konzentration an Wirkstoffen innerhalb der Pflanze. Arnika-Salbe eignet sich besonders für stumpfe Verletzungen, wie Presslungen, Zerrungen oder Quetschungen. Alle Arten von Sportverletzungen, die mit Schwellung und Hitze einhergehen, können mit Arnika-Salbe behandelt werden, umso eine Erleichterung zu erreichen. Sollten die Beschwerden nicht innerhalb kurzer Zeit besser werden, so empfiehlt es sich dennoch einen Arzt aufzusuchen.

Aber in den meisten Fällen wirkt Arnika sehr gut und zuverlässig. Auch bei rheumatischen Beschwerden und Schmerzen in der Muskulatur kann Arnika-Salbe für Linderung sorgen. Die Salbe sollte einen entsprechenden Wirkstoffanteil haben. Achten Sie beim Kauf auch auf weitere Zusätze; je weniger andere Stoffe darin sind, desto besser! Besonders wirksam sind Salbenverbände mit Arnikasalbe. Diese wirken der Entzündung und der Schwellung entgegen und sorgen so dafür, dass Schmerzen und Beschwerden sich bald verbessern.

Arnika-Tinktur

Ein weiterer Weg Arnika als natürliches Heilmittel zu nutzen ist die Arnika-Tinktur. Diese kann man selbst ansetzen oder in der Apotheke kaufen. Man benötigt dazu lediglich Alkohol (70%, 90ml) aus der Apotheke und eine ausreichende Menge Arnikablüten(10g); diese füllt man zusammen in eine Flasche und stellt diese an einen hellen Ort. Zwei Wochen muss die Tinktur ziehen, in dieser Zeit muss die Flasche täglich bewegt werden, damit sich der Bodensatz lockert und sich die Wirkstoffe verteilen. Nach zwei Wochen vorsichtig absieben. Doch Vorsicht: Die Tinktur ist sehr stark und MUSS vor der Anwendung verdünnt werden, da es sonst zu Hautreizungen kommen könnte. Wenn Sie die Lösung anwenden, so verdünnen Sie am besten im Verhältnis von 1:5; das heißt, auf eine Tasse Wasser kommt ein Esslöffel Tinktur.

Anwendungsgebiete von Arnika-Tinktur

Arnika-Umschläge sind sehr wohltuend bei Prellungen, Muskel- und Sehnenschmerzen. Blutergüsse heilen schneller ab und verschwinden schneller: Arnika wirkt abschwellend und nimmt den Schmerz, wirkt entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung.

Arnika-Umschläge: So funktioniert es!

Tauchen Sie ein Baumwolltuch in die 1:5 verdünnte Tinktur und wringen Sie es gut aus. Anschließend legen Sie es auf die schmerzende Stelle. Bereiten Sie ein trockenes Tuch darüber. Erneuern Sie den Umschlag, sobald er anfängt sich zu erwärmen, etwa alle Viertel- bis halbe Stunde. Arnika-Umschläge helfen bei Prellungen, Muskel- und Sehnenzerrungen, Verstauchungen und auch bei Gewebsschwellungen nach Knochenbrüchen.

Arnika-Bad bei Muskelschmerzen

Auch bei rheumatischen Beschwerden oder Muskelschmerzen, kann Arnika und besonders die potente Tinktur, eine Menge ausrichten. Natürlich können Sie auch andere Badezusätze mit Arnika wählen, nur sollten sie auf eine medizinische Qualität achten und auch auf einen entsprechenden Wirkstoffgehalt. Fragen Sie am besten Ihren Apotheker um Rat. Geben Sie nicht mehr als höchstens vier Esslöffel der Tinktur ins einlaufende Badewasser, das reicht völlig aus. Ruhen Sie anschließend für fünfzehn Minuten darin. Arnikabäder haben den Vorteil, dass sie die Durchblutung der Haut fördern und die Muskeln erwärmen, dies sorgt für ein Loslassen in der Muskulatur und vermindert Schmerzen und Verspannungen.

Arnika in der Homöopathie

Arnika ist ein absolut wirksames Naturmittel, in Bezug auf Verletzungen. Sie zählt zu den wirksamsten und ältesten homöopathischen Arzneien, die schnell in akuten Situationen Leiden lindern und spätere Traumata verhindern kann. Die Inhaltsstoffe von Arnika wirken sowohl immunstimulierend als auch antibakteriell und entzündungshemmend. Die Anwendung der Pflanze bei Muskel- und Gelenksbeschwerden sowie Schmerzen ist anerkannt und in Doppelblindstudien des British Homoeopathic Research belegt worden. Homöopathisch wird der Bergwohlverleih (Arnica montana) eingesetzt, wenn eine Verletzung durch Schlag oder stumpfe Gewalt erfolgte.

Also bei jeder Art schweren oder mittelschweren Traumas wie Unfälle, Quetschungen, Stürze oder ähnliches. Dabei handelt es sich meist um eine Gewebeverletzung, die mit Schwellung, Bluterguss (Hämatom) und Schmerzen beim Bewegen des Teils einhergeht. Dabei möchte der Verletzte auf keinen Fall an der Stelle oder überhaupt berührt werden. Die Glieder und der Körper fühlen sich zerschlagen an. Ferner finden Globuli aus Arnika in vielen weiteren Zusammenhängen Einsatz und wird besonders für kleinere Kinder sehr gern verwendet. Arnika in homöopathischer Darreichungsform, ist daher der ständige Begleiter von Müttern von Kleinkindern. Selbst bei Verstauchungen, Knochenbrüchen und Quetschungen erweist sich Arnika als schmerzlindernde erste Hilfe.

Bei allgemeinen, stärkeren Schmerzen haben Arnika-Kügelchen, die man unter der Zunge zergehen lässt, eine effektivere Wirkung. In dieser niedrigen Dosierung ist Arnika sowohl äußerlich als auch innerlich angewandt für Kinder, Erwachsene, Schwangere und ältere Menschen unbedenklich. Allerdings sollte man es mit dem Gebrauch nicht übertreiben, denn auch homöopathische Mittel können überdosiert werden, was dann zu unschönen Symptomen führen kann. Ein guter Homöopath ist daher unbedingt anzuraten, wenn man Krankheiten homöopathisch angehen möchte. Kleinere Leiden kann man natürlich selbst therapieren, aber bei komplizierteren Beschwerden sollte ein Experte konsultiert werden.

Arnika: Weitere Anwendungsgebiete

Studien zufolge, soll Arnika-Gel, Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen helfen. Auf eine natürliche Weise, was Arnika für viele, besonders chronische Patienten, zu einer willkommenen Alternative zu herkömmlichen Schmerzsalben macht. Laut einer Veröffentlichung der US-Arthritis-Stiftung hilft Arnika-Gel Entzündungen zu reduzieren und soll sogar das Immunsystem stärken. Rheumatische Beschwerden sollen auf diese Weise ebenfalls erträglicher werden.

In diesem Zusammenhang sollen auch Massagen mit Arnika-Öl sehr wohltuend sein, denn sie haben eine lockernde und lösende Wirkung auf die Muskulatur. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass man Arnika nicht über einen längeren Zeitraum durchgängig einnehmen sollte. Am besten sprechen Sie mit ihrem Heilpraktiker oder homöopathisch praktizierenden Arzt um Rat, wenn Sie Fragen rund um die Dosierung haben. Diese hängt in der Homöopathie nämlich von vielen Parametern ab, diese zu lesen ist für einen Laien schwierig; weshalb es immer Sinn macht, für eine Erstbehandlung einen Experten aufzusuchen. Bleiben Sie gesund!

Arnika: Heilende Kraft aus der Natur