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Behandlung beim HNO-Arzt: Untersuchung, Methoden und Vorgehen

Hals, Nase und Ohren sind drei von fünf menschlichen Sinnesorganen, die bei Beschwerden von ein- und demselben Arzt behandelt werden: dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Besonders zur kalten Jahreszeit füllt sich das Wartezimmer dieses Mediziners oft gut, denn Hals, Nase und Ohren sind dann besonders anfällig für Krankheiten und Beschwerden. Die Ohren schmerzen, die Nase ist verstopft oder Halsschmerzen machen sich breit. Das sind oft typische Symptome einer Erkältung, die Schmerzen in Kopf, Gliedern und den betroffenen Sinnesorganen auslösen. Nicht selten müssen diese Symptome von einem HNO-Arzt abgeklärt werden, besonders im gemeinsamen auftreten mit Fieber. Aber wie untersucht dieser Fachmann, die schwer zugänglichen Sinnesorgane? Was für Untersuchungsmethoden gibt es?

Die Aufgaben des Spezialisten für Hals, Nase und Ohren

Wie der Name des Mediziners schon verrät, fallen in seinen Untersuchungs- und Behandlungsbereich Hals, Nase und Ohren und damit auch Hören, Schmecken, Riechen und der Gleichgewichtssinn.

Die Gründe der Beschwerden sind von Patient zu Patient unterschiedlich und können durch allergisch Reaktionen, wie bei Heuschnupfen, oder Bakterien und Vieren ausgelöst werden. Und auch die Stimm- und Sprachbildung von Kindern kann in den Bereich des HNO-Arztes fallen. Die häufigsten Beschwerden mit denen ein Patient zum HNO-Mediziner kommt, umfassen die oberen Atemwege, also Nase, Hals und Rachen. Mit speziellen Geräten und Untersuchungen kann der Facharzt die Diagnose oft schnell stellen und die Patienten entsprechend behandeln.

Untersuchungsmethoden: Wie der HNO einen Blick in Hals, Nase und Ohren wirft

Während der Untersuchung betrachtet der Fachmann nicht nur Ihre Sinnesorgane von außen, sondern kann auch einen Blick ins Innere werfen. Auch das Abtasten von bestimmten Hals- und Gesichtsregionen kann Aufschluss über Schmerzen und Erkrankungen geben.

Die anatomischen Bereiche der HNO-Heilkunde:

1. Die Ohren: mit Innenohr, Mittelohr, dem Gehörgang, den Ohrläppchen und der Ohrmuschel

2. Die oberen Atemwege: bestehen aus der Nase, den Nasenrachenraum, Nasennebenhöhlen, Nasenhaupthöhlen, dem Rachen und der Rachenmandeln

3. Die unteren Atemwege: dazu zählen Luftröhre und Kehlkopf

4. Mundhöhle: Zunge, Gaumenmandeln, Mundschleimhaut, Speicheldrüsen und dessen Ausgänge

Diese Bereiche untersucht der Mediziner auf unterschiedliche Erkrankungen, zu denen virale oder bakterielle Infekte, angeborene Fehlbildungen, Verletzungen,Tumorerkrankungen, Störungen des Gehörs und der Stimme sowie Sprach- und Sprechstörungen zählen. Das medizinische Teilgebiet Allergologie begegnet dem HNO ebenfalls, denn oft lösen Allergien eine Symptomatik aus, die in den Hals-Nasen-Ohren Bereich fallen.

Untersuchungsmethoden: Mit entsprechenden Instrumenten die Ursachen identifizieren

Je nachdem, mit welchen Beschwerden Sie zum HNO-Arzt gehen, benötigt dieser unterschiedliche Untersuchungsinstrumente und Methoden. Abhängig von akuten Beschwerden oder chronischen Symptomen, entscheidet sich der Arzt für die entsprechenden Instrumente. Die allgemeine Untersuchung von Hals, Nasen und Ohren unterscheidet sich kaum von speziellen Untersuchungen, die in Zusammenhang mit Alter, vorhergehende Verletzungen oder anderen Auslösern stehen.

Im Allgemeinen erfolgt die Untersuchung bei Ihrem HNO nach einem ausführlichen Gespräch, in dem Sie schildern wo und seit wann Sie Schmerzen haben. Anschließend erfolgt die routinemäßige Abtastuntersuchung von Hals, Nase, Ohren, Kehlkopf, Mundhöhle und Rachen. Ein bekanntes Untersuchungsinstrument der HNO ist vermutlich der Holzspatel, mit dem der Arzt die Zunge runterdrückt und einen genauen Blick in den Rachen werfen kann. Bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen oder Ursachen nutzt der HNO bestimmte Verfahren, um Diagnosen zu bestätigen oder zu widerlegen.

Die möglichen Untersuchung bei Ihrem HNO:

  • diverse Hörtests (Audiometrie): Zur Feststellung, ob Erkrankungen oder Fehlfunktionen der Ohren vorliegen, z.B. mit objektiven Hörtests, in dem der Patient verschiedene Töne (Geräusche, Sprache oder Musik) vorgespielt bekommt

  • die Stimmgabelprüfung: mit dieser Methode prüft der Arzt. was die Ursache für eine Hörstörung sind

  • die Nasenspiegelung: Untersuchung des Naseninneren mit einem speziellen Endoskop

  • die Ohruntersuchung: Routinemaßnahme der HNO-Heilkunde bei Ohrenschmerzen, Schwindelgefühl oder Hörstörungen

  • die Ohrenspiegelung (Otoskopie): diese Untersuchung gehört häufig zur Routine bei einem HNO-Arzt-Besuch; mit einem trichterförmigen Endoskop werden die Ohren untersucht, so kann z.B. eine Mittelohrentzündung festgestellt werden

  • die Riechprüfung: Störungen des Geruchssinns können festgestellt werden

  • die Gleichgewichtsprüfung: unterschiedliche Testverfahren, um den Gleichgewichtssinn zu prüfen, z.B. stellt sich der Patient auf ein Bein oder sitzt in einem Drehstuhl

Einblick in Nase und Ohren durch die Endoskopie

Mit Hilfe der endoskopischen Untersuchungen verschafft sich der HNO-Arzt einen optischen Zugang zu den schwer zugänglichen und kleinen Nasenöffnungen und Gehörgängen, sowie zu dem schwer einsehbaren Nasenrachen, Schlund und Kehlkopf. Zusätzlich kann durch die Endoskopie die Speise- und Luftröhre untersucht werden.

Werden die Ohren mit Hilfe eines kleinen Geräts mit Licht untersucht, wird das als Ohrenspiegelung bezeichnet, Mediziner sprechen auch von einer Otoskopie. Das Instrument ist mit einem trichterförmigen Ende ausgestattet, welches in den vorderen Bereich des Gehörganges eingeführt wird. Mit Hilfe des Trichters, einem Lämpchen und Vergrößerungsglas kann der HNO-Arzt das Innere des Ohrs betrachten. Hierbei spürt der Patient in der Regel keine Schmerzen. Eine weitere Variante der Otoskopie ist die Ohrmikroskopie, hierfür wird ein spezielles Mikroskop genutzt, so dass der Facharzt die Ohrstruktur besser betrachten und sogar kleiner chirurgische Eingriffe vornehmen kann.

Führt der Hals-Nasen-Ohrenarzt eine endoskopische Untersuchung der Nase vor, kann dieses auch als Nasenspiegelung oder Rhinoskopie bezeichnet werden. Hilfreich ist dieses Verfahren besonders, um den hinteren Bereich des Naseninneres einzusehen. Für die Untersuchung nutzt der Arzt ein stabförmiges Gerät mit Licht und Mini-Kamera, das über den Mundraum des Patienten bis zum Rachen eingeführt wird.

Da die Nase schwer zugänglich ist müssen für die gesamte Nasenspiegelung drei unterschiedliche Verfahren angewandt werden, nur so kann der vordere, mittlere und hintere Nasenbereich gespiegelt werden.

Um den vorderen Bereich der Nase zu inspizieren nutzt der Arzt ein Nasenspekulum, es handelt sich um eine Trichterzange. So können z.B: Nasennebenhöhlenentzündungen festgestellt werden, aber auch eine schiefe Nasenscheidewand oder Fehlbildungen. In einigen Fällen erhalten Sie als Patient abschwellende Nasentropfen, damit der Arzt einen optimalen Blick bekommt. Für die Spiegelung des mittleren Nasenbereichs benötigt der Patient ebenfalls abschwellende Nasentropfen und zusätzlich eine örtliche Betäubung mit einem Spray.

In jedem Fall versucht der HNO-Arzt Sie bei den Untersuchung nicht zu verletzen und vorsichtig vorzugehen, denn besonders bei der Ohruntersuchung ist es wichtig, dass Sie still sitzen und keine hektischen Bewegungen machen, ansonsten könnte Sie der Arzt ausversehen verletzen. Auch andere Untersuchungen können bei plötzlichen Bewegungen für Verletzungen sorgen. Deshalb behandelt und untersucht der HNO-Arzt Kinder und ängstliche Patienten besonders vorsichtig.

Erkundigen Sie sich vor einer speziellen Untersuchung über Ess- und Trinkverhalten und teilen Sie dem Arzt oder Angestellten Ihre Ängste und Erfahrungen mit. Sie brauchen vor Routineuntersuchungen keine Befürchtungen haben, häufig reichen wenige Minuten und ein geschulter Blick des HNO-Arztes, um die Gesundheit von Hals, Nase und Ohren einzuschätzen und Krankheiten zu erkennen.