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Augenärzte in Deutschland

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Augenarzt: Untersuchungsmethoden und Durchführung

Wenn es um unsere Augen geht, sind viele Menschen sehr bedacht und reagieren entsprechend auf Veränderungen oder Probleme. Dafür ist der Gang zum Augenarzt unvermeidbar, denn nur dieser Facharzt hat die Kenntnisse und entsprechenden Instrumente, um Ihr Augen zu untersuchen. Bei den Augen handelt es sich um eines der wichtigsten Sinnesorgane, ein Leben ohne Augenlicht ist für Sehende unvorstellbar. Um die Gesundheit der Augen zu kontrollieren und Beschwerden einzuordnen, sind Augenuntersuchungen wichtig. Hier erfahren Sie welche Methoden es für die Augenuntersuchung gibt und was Beschwerden verursachen kann.

Warum der Gang zum Augenarzt wichtig ist

Die Augen sind eines der wichtigsten und empfindlichsten Sinnesorgane des Menschen. Wenn Sie gute Augen haben, ist es für selbstverständlich, dass Sie alles klar und deutlich sehen. Trotzdem sollten Sie auch ohne Sehhilfe und Einschränkungen regelmäßig zum Fachmann gehen. In der Regel zeigen die Augen ab dem 40. Lebensjahr erste Alterserscheinungen, um so wichtiger ist es, das Risiko von gefährlichen Augenerkrankungen zu sinken. Regelmäßige Vorsorge-Termine beim Augenarzt sind unentbehrlich, denn nur wenn Augenkrankheiten frühzeitig festgestellt werden, können Sie gut behandelt werden.

Bereits im Säuglingsalter können Anzeichen für eine Fehlsichtigkeit oder Schielen vorkommen, sodass die rechtzeitige Behandlung auch hier notwendig ist. In den regelmäßigen U- Untersuchungen prüft Ihr Kinderarzt auch das Sehvermögen Ihrer Kinder, sodass auf Auffälligkeiten entsprechend schnell reagiert wird und Ihr Augenarzt Sie weiter behandelt.

Die gängigsten Untersuchungen beim Augenarzt

Wer schon einmal beim Augenarzt war kennt sicherlich einige Instrumente, um die Augen zu untersuchen. Da gibt es die Tafel mit kleiner werdenden Buchstaben und Zahlen, eine Gestell mit verschiedenen Gläsern und Stärken und ein Apparat in den Sie blicken, ohne zu blinzeln. Aber was genau diese Instrumente machen und welche Möglichkeiten es noch gibt, wissen viele Patienten nicht. Je nach Verdacht und Krankheit werden unterschiedliche Methoden gewählt, um das Auge optimal zu untersuchen. Da Ihr Augenarzt schlecht hinter Ihr Auge schauen kann, ist er größtenteils auf Instrumente angewiesen, einige sind Ihnen vielleicht sogar bekannt. Vermutlich wird Ihnen bei einem Augenarztbesuch eines oder mehrere dieser Untersuchungsgeräten begegnen:

Autorefraktion

Die Vermessung der Augen zur Feststellung eines evtl. Brillenbedarfs. Der Patient legt sein Kinn auf eine spezielle Halterung und muss die Stirn oben anlehnen. Ein Gerät misst somit die Länge des Augapfels, wodurch ein erster Hinweis auf eine Fehlsichtigkeit geliefert werden kann. Denn ein zu langer Augapfel lässt eine Kurzsichtigkeit vermuten, anders herum ist eine Weitsichtigkeit nicht auszuschließen.

Phoropter

Bestimmung der Sehschärfe mithilfe einer mechanisierten Probebrille, welche die Sehschärfe auf Dioptrien misst. Durch das Hervorschieben von Gläsern mit unterschiedlichen Dioptrien, kann der Patient entscheiden, wie die Sehqualität am besten ist. Anschließend kann die bestehende Brille an die Werte angepasst oder die Notwendigkeit einer Sehhilfe festgestellt werden.

Spaltlampen Untersuchung

Mit dieser Untersuchungsmethode können die vorderen und hinteren Augenabschnitte an der Spaltlampe (Biomikroskop) untersucht werden, indem der Patient sein Kinn auf eine vorgesehene Halterung ablegt und die Augen auf eine integriere Lichtquelle richtet. Die äußere und innere Struktur des Auges kann vergrößert betrachtet werden und krankhafte Veränderungen, z.B. Entzündungen oder Trübungen der Linse, werden sichtbar. Diese Untersuchung gehört zu einen der wichtigsten Methoden, da Sie unkompliziert ist und der Arzt viel vom Auge erkennt.

Die Augeninnendruckmessung

Da das menschliche Auge immer unter Druck steht, muss dieser für ein gesundes Auge auch gewährleistet sein. Denn ohne entsprechenden Druck im Auge und dem Zusammenspiel zu der Menge des Kammerwassers, hätte das Auge nicht seine runde Form. Ist der Abfluss des Kammerwassers behindert, staut es sich, und erhöht den Augeninnendruck. Für den Betroffenen ist das nicht nur sehr unangenehm, sondern es kann auch das Sehvermögen auf Dauer schädigen.

Augenspiegelung

Die Beurteilung der hinteren Augenabschnitte, ggf. auch mit anschließender Pupillenerweiterung. Der Augenarzt kann durch die Pupille hindurch schauen und die Netzhaut, den Sehnerv und die Blutgefäße sowie die Aderhaut untersuchen.

Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)

Der Begriff „Gesichtsfeld“ definier die Spannweite des Sehvermögens. Konzentrieren sich unsere Augen auf ein Objekt, wird dieses scharf, aber auch andere Aspekte befinden sich unscharf im Blickfeld. Wir nehmen die unscharfen Objekte und Geschehnisse dennoch wahr und können auf diese reagieren. In der Jugend erreicht das Gesichtsfeld bis zu 180 Grad. So können einige Erkrankungen, etwa der grüne Star, großen Einfluss auf den Gesichtsfeldbereich nehmen. Bei der Untersuchung blickt der Patient starr auf einen fixierten Punkt und teilt durch Drücken eines Knopfes mit, wann er ein Blinken am Rande seines Gesichtsfelds bemerkt. Hierzu wird das „nicht gebrauchte“ Auge mit einer Augenklappe abgedeckt.

Bei bestimmten Erkrankungen oder Verdacht auf Krankheiten können noch weitere Untersuchungen mit entsprechenden Gerätschaften durchgeführt werden. Je nach Krankheit oder Beeinträchtigung der Sehqualität können Augenärzte auch eine Operation empfehlen und durchführen. Einige Menschen möchten wieder ohne Sehhilfe sehen können, weshalb diese sich die Augen Lasern lassen.

Augenkrankheiten: Die häufigsten Erkrankungen

Die Patienten eines Augenarztes haben unterschiedliche Beschwerden und Probleme, diese können auch verschieden stark ausfallen. So können sich die Seheinschränkungen in den Dioptrien unterscheiden und die Anfälligkeit für Augeninfektionen. Einige Erkrankungen des Auges tauchen zu bestimmten Jahreszeiten regelmäßig auf, andere sind Abhängig vom Alter des Betroffenen oder dem körperlichen Zustand.

Der Graue Star

Hierbei handelt es sich um die häufigste Erblindungsursache. Die Linse im Auge ist getrübt, sodass der Lichteinfall ins Auge behindert wird und das Sehvermögen verschlechtert wird. Bei älteren Menschen zählt der graue Star nicht als Erkrankung, sondern als Alterserscheinung.

Der Grüne Star

Es handelt sich um einen Sammelbegriff für mehrere Augenerkrankungen mit einem typisch zunehmenden Sehnervenschaden. Unter anderem ist der Druck im Auge zu stark für die Durchblutung des Sehnervenkopfes.

Das trockene Auge

Der häufigste Grund, weshalb Patienten den Augenarzt aufsuchen. Der Grund für trockene Augen kann ganz unterschiedlich sein, einige Menschen bemerken ihre trockenen Augen auch gar nicht. Auslöser können u.a. Medikamente, Allergien, Diabetes, Kontaktlinsen und hormonelle Veränderungen (Wechseljahre/Schwangerschaft) sein.

Erkrankung der Lider

Entzündungen wie Gerstenkorn, Lidrandentzündungen, Fehlstellungen, gut- und bösartige Tumore und kosmetische störende Veränderungen, z.B. hängende Oberlidhaut, Tränensäcke)

Bindehauterkrankungen

Dazu zählt die Bindehautentzündung, die „Augengrippe“, Allergien, Einblutungen, braune Flecken oder Kalkinfarkte. Vieles ist harmlos, aber sehr schmerzhaft für den Betroffenen und kann nur mit einem Gang zum Augenarzt behandelt werden. In jedem Fall sollten Sie bei jeder auffälligen Veränderung im Auge einen Augenarzt aufsuchen

Fehlsichtigkeit/ Sehfehler

Beeinträchtigung des Sehvermögens durch Weit- oder Kurzsichtigkeit, Korrektur durch Lesebrille, Kontaktlinsen, Operationen u.a.

Die Untersuchung beim Augenarzt erfolgt oft einer bestimmten Reihenfolge, sodass Vorsorge- und Routineuntersuchung bei jedem Augenarztbesuch abgedeckt sind. Nach einem Gespräch mit dem Augenarzt über die Beschwerden wird oft ein Sehtest durchgeführt, der die Sehschäfte Ihrer Augen überprüft. Danach betrachtet der Augenarzt Ihre Augen von außen, untersucht diese mit einer Spaltlampe genauer und misst den Augeninnendruck. Für manche Untersuchungen sind Augentropfen notwendig, sodass auch diese bei einer Vorsorgeuntersuchung zum Einsatz kommen können, oft sehen Sie dann nur verschwommen. Hierbei brauchen Sie aber nichts zu befürchten, denn die Augentropfen erweitern nur die Pupillen für eine gewisse Zeit, nach etwa 30 Minuten sollten Sie wieder vollständig sehen können. So kann der Arzt den Augenhintergrund besser einsehen. Je nach Grund für den Arztbesuch wird die Untersuchung und Behandlung individuell ablaufen. Im Grunde brauchen Sie sich vor den Untersuchungsmethoden nicht zu fürchten, denn oft wird durch Geräte etwas gemessen oder der Augenarzt betrachtet Ihre Augen. Mit Schmerzen ist ein Augenarzt besuch prinzipiell also nicht verbunden.