7 Lebensmittel die sich nicht mit Ihren Medikamenten vertragen

7 Lebensmittel die sich nicht mit Ihren Medikamenten vertragen

Weit über 300 Lebensmittel umfasst die Liste, die sich mit Medikamenten nicht vertragen. Nimmt man sie gemeinsam ein, lässt ihre Wirkung meist nach, die Effektivität leidet, einige könnten sogar Gifte im Körper freisetzen. Ein Beispiel für die nachlassende Wirkung eines Medikamentes sind Antibiotika, die man besser nicht zusammen mit Milchprodukten einnehmen sollte.

Um die 1.200 Tabletten schluckt jeder Bundesdeutsche im Schnitt pro Jahr, in den meisten Fällen und eher unüberlegt zusammen mit z. B. Kaffee, Alkohol oder mit einer Tagesmahlzeit. Zu unerwünschten Nebenwirkungen kann es in zirka 13 Prozent der Verbindungen von Medikamenten und Lebensmitteln kommen. Und mit diesen Nebenwirkungen werden die Patienten von vielen Ärzten und Apotheken alleine gelassen, sie müssen sich also selbst über die Problemstellungen informieren. Besonders anfällig sind Menschen mit chronischen Krankheiten, die teils verschiedene Medikamente täglich einnehmen müssen. In besonderen Situationen können daraus z. B. Schlafstörungen oder Herzrasen resultieren.

1. Antibiotika/Milchprodukte

Häufig kommt es bei der Einnahme von Medikamenten mit Milch, Quark, Joghurtprodukten oder Käse zu Irritationen. Doxycyclin etwa, ein tetrazyklisches Antibiotika-Produkt, verträgt sich nicht mit dem in Milchprodukten enthaltenem Kalzium. Fachleute raten, auf Milchprodukte mindestens bis zu zwei Stunden nach der Medikamenteneinnahme zu verzichten.

2. Antibiotika/Koffein

Die Gruppe der Antibiotika mit dem Wirkstoff der Gryasehemmer wird von Ärzten oftmals bei akuten Blasen- oder Niereninfektionen verabreicht. Die positive Wirkung dreht sich jedoch ins Gegenteil, sobald die Medikamente zusammen mit proteinhaltigen Produkten, dazu zählen beispielsweise Kaffee, Cola oder Tee, eingenommen werden. Der Proteingehalt wird vom Körper nur schlecht verarbeitet und kann zu Schlafstörungen, Herzrasen oder zu akuten Erregungszuständen führen. Solange die Einnahmepflicht besteht, sollte deshalb auf die erwähnten Produkte gänzlich verzichtet werden.

3. Eisenhaltige Tabletten/Koffein

Die regelmäßige Einnahme von eisenhaltigen Tabletten, z. B. gegen eine bestehende Blutarmut, ist grundsätzlich positiv. Wieder rückt jedoch der Stoff Koffein ins Rampenlicht, wenn die Tabletten zusammen mit Kaffee, Tee & Co. eingenommen werden. Dann werden nämlich die Eisenionen im Magen gebunden und ausgeschieden, statt mit in den Blutkreislauf zu gelangen. Schuld daran haben die Gerbsäuren in den koffeinhaltigen Getränken, auf die vor allem Schwangere entweder ganz oder doch zumindest längere Zeit bis nach der Einnahme der Medikamente verzichten sollten.

4. Grapefruitsaft/Verschiedene Medikamente

Dem Grapefruitsaft kommt bei der Einnahme von Medikamenten eine immens wichtige Rolle zu, obwohl die Gegenwirkungen eher selten sind. Auslöser können jedoch die Farbstoffe, fachlich Flavonoide genannt, in der Zitruspflanze sein. Um bis zu 30 Prozent könnten diese Flavonoide die Wirkung von Medikamenten verstärken und beispielsweise Bluthochdruck auslösen. Eine ähnliche Wirkung wird auch den Bitterorangen zugesagt, mit deren Stoffen vor allem Orangenmarmeladen bzw. –konfitüren geschmacklich abgerundet werden.

Für einen unerwünschten Blutdruckabfall, im Zusammenhang mit der Einnahme von Herztabletten mit dem Wirkstoff Nifedipin, sind hingegen Pampelmusen verantwortlich. Außerdem ist bekannt, dass aber auch Herzrasen oder verstärkt Kopfschmerzen auftreten könnten. Bei der Einnahme von Schmerzmitteln kann es sogar zu Herzrhythmusstörungen kommen. 

Die Kombination von Schlaftabletten und Grapefruitsaft kann den Einnehmenden sogar mit Vollrausch-Symptomen belasten. Und Herz-Rhythmus-Störungen könnten mit den Antihistaminika der Grapefruit in einem engen Zusammenhang stehen.

5. Lakritze/Diuretika

Muskelschwäche, erhöhter Blutdruck, Muskelschwächen oder schwächere Reflexe sowie erhöhte Schläfrigkeit – dies sind alles Auswirkungen von Diuretika mit gleichzeitiger Lakritze. Das Medikament tut dabei seine Pflicht, schwemmt gleichzeitig aber auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe aus. Die Folge ist ein zunehmender Kaliumverlust, der zu anfangs genannten Auswirkungen führen kann.

6. Schwarzer Pfeffer/Asthmamedikamente

Wer gerne ausgesprochen scharf isst und deshalb Mahlzeiten mit schwarzem Pfeffer würzt, sollte zu so einem Essen keine Asthmamittel zu sich nehmen, die den Stoff Theophyllin enthalten. Genau dieser Botenstoff wird durch das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin abgebaut, da es nach den Ergebnissen von Studien für eine Erhöhung des Theophyllinspiegels mitverantwortlich ist. Patienten mit schwerem Asthma sollten zudem keine tanninehaltigen Lebensmittel oder weitere Arzneimittel zu sich nehmen, bzw. sollten sie ihren Arzt vorher um Rat und/oder Freigabe zusätzlicher Medikamente fragen. Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, wie sie in Weinen oder Tees vorkommen, aber auch in Walnüssen und Himbeeren.

7. Wein oder Käse/Antidepressiva

In den Medikamenten sind meist sog. MAO-Hemmer für das Enzym Monoaminoxidase enthalten, das wiederrum Botenstoffe abbauen kann. Dadurch stehen dem Gehirn entsprechende Glückshormone, wie Serotonin, Dopamin oder Noradrenalin, zur Verfügung. Dem stehen protein- und tyraminhaltige Lebensmittel, wie beispielsweise Käse, weiße Bohnen oder Sauerkraut, entgegen. Bei der Medikamenteneinnahme entstehen Wechselwirkungen, da die MAO-Hemmer den Botenstoff Tyramin nicht mehr abbauen können. Die Folgen könnten sogar lebensbedrohlich werden, insbesondere durch die Medikamenteneinnahme und das gleichzeitige Essen von Käsen oder Weinen. Insbesondere Chianti steht im Verdacht, Bluthochdruck und/oder Hirnblutungen auszulösen. Diese Symptome werden jedoch auch Bananen, Ananas, Feigen, Soja-Soße oder Sauerkraut nachgesagt.

Abschließende Hinweise

„Unbedingt lesen!“ So steht es über den bekannten Beipackzetteln von Medikamenten. Der Hinweis ist wichtig und sollte unbedingt befolgt werden. Ein Stichwort lautet: „Einnahme vor dem Essen.“ Gemeint ist damit eine Zeitspanne von bis zu 60 Minuten. Dies gilt auch für den Hinweis: „Einnahme nach dem Essen.“ Die dritte Möglichkeit lautet: „Einnahme während des Essens“, wobei man rund fünf Minuten nach dem Essen mit der Medikamentenaufnahme beginnen sollte. Fachleute empfehlen, Medikamente am besten mit ausreichend viel Flüssigkeit aufzunehmen, ideal wäre reines Wasser.

Alkoholhaltige Getränke können die Wirkung von Medikamenten zwar verstärken, was jedoch nicht angeraten erscheint, da medikamentöse Mittel eine bestimmte Zeit benötigen, um ihre Wirkung im Körper zu entfalten. Solche Hinweise sollten auf jeden Fall ernst genommen werden, weil sich alleine durch die Aufnahme von wenig Alkohol das Reaktionsvermögen bereits nachhaltig negativ auswirken kann. Die möglichen Wechselwirkungen verschiedener Lebensmittel und Medikamenten sollte also auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Wechselwirkungen Medikamente & Nahrungsmittel