5 Tipps gegen Stress am Arbeitsplatz

5 Tipps gegen Stress am Arbeitsplatz

Stress auf der Arbeit: Das kennen Sie bestimmt auch. Und es geht nicht nur Ihnen so. E-Mails checken, Anrufe beantworten, Kollegen aushelfen und die Arbeit türmt sich vor Ihnen. Sie fühlen sich oft unter Druck gesetzt, übernehmen Aufgaben von Kollegen oder haben gefühlt viel zu wenig Zeit? Das alles löst bei Ihnen Stress aus. Aber was genau ist der Grund für Stress und was können Sie vorbeugend dagegen tun?

Fest steht, dass es sich hierbei um ein allgemeines Problem handelt und der Fehler nicht bei Ihnen alleine liegt. Der durchschnittliche Geschäftsmann hat etwa 30 bis 100 Projekte zu bewältigen und während der Arbeit werden wir siebenmal pro Stunde in unserem Handeln unterbrochen. Bis zu 2, 1 Stunden werden wir abgelenkt. Also kommt Stress von zu viel Arbeit oder sind die Kollegen schuld? Hier finden Sie Erklärungen für die Probleme und unsere Top 5, um Stress den Kampf anzusagen:

1. Stress kann nicht von immer von Ihnen beeinflusst werden

Situationen außerhalb der eigenen Kontrolle und viel zu viel Arbeit setzen Sie unter Druck und lösen Stress aus. Dabei ist es völlig in Ordnung nicht jederzeit perfekt zu funktionieren. Der Stress wird durch das Stresshormon aktiviert und verschlechtert bei chronischem Vorkommen Ihr Vertrauen, Ihre Konzentration und Ihr Wohlbefinden. Obwohl Sie einige Faktoren nicht beeinflussen können, lösen diese Stress bei Ihnen aus. Versuchen Sie zu akzeptieren, dass Sie nicht für alle Dinge verantwortlich sind, und ein Betrieb aus mehreren Gliedern besteht. So kann beispielsweise die nachlässige Arbeit eines Kollegen oder ein forscher Umgangston Grund für Ihren Stress sein, obwohl es nicht in Ihrer Macht liegt diesen Faktor zu beeinflussen. Versuchen Sie hierbei loszulassen, und Verhalten, Dinge und Reaktionen anderer auszublenden, denn das produzieren nur unnötigen Stress über den Sie keine Kontrolle haben.

2. Gönnen Sie sich Pausen und Auszeiten

Ihr Kopf brummt und ist voll mit Terminen, Aufgaben und Vorhaben, Ihr Bildschirm ist mit Post-It Zettelchen voll geklebt und Sie wissen nicht mehr wo Sie anfangen und aufhören sollen.

Ja, dann wird es Zeit für eine Auszeit. Lassen Sie für einige Minuten alles liegen und stehen. Konzentrieren Sie sich nur auf sich und atmen Sie tief durch. Das stellt Ihr Gleichgewicht wieder her, denn Ruhe und Konzentration fördern eine Auszeit. Hierbei müssen Sie nicht 10 Minuten laut vor sich hin atmen, sondern eher in sich kehren und fünf Sekunden einatmen, halten und dann gleichmäßig durch die Nase ausatmen. Auch kleinere Bewegungsübungen und Muskelentspannungen können den Stressabbau fördern und Stress gar nicht erst an Sie heranlassen.

Anti-Stress-Tipp nach der Arbeit:

  • Bewegung, Sport & Aktivität sind die besten Mittel gegen Stress
  • nutzen Sie die Zeit nach der Arbeit für Aktivitäten mit der Familie oder Freunden, tun Sie was Ihnen gut tut
  • Lassen Sie die Arbeit Arbeit sein & nehmen Sie keine Arbeit mit nach Hause

Ebenfalls hilfreich ist es, wenn Sie sich über den Tag verteilt kleinere Pausen einplanen, um sich beispielsweise zu bewegen oder sich am Schreibtisch zu strecken. Stress kann nämlich nach kleinen und kurzen Erholungspausen abgebaut werden. Wenn Sie sich nach etwa 90 Minuten intensiver Konzentration diese Kurzpausen nehmen, wird Ihr Stress abgebaut und Sie können sich verjüngen.

3. Vermeiden Sie unnötige Unterbrechungen Ihrer Arbeit

Da haben Sie grade einen guten Arbeitsfluss oder möchten eine Idee zu Papier bringen, da werden Sie auch schon unterbrochen. Zu den typischen Unterbrechungen und Ablenkungen zählen Telefonate, E-Mails, streikende Technik, wie ein nicht funktionierender Computer, oder Gespräche. Es kann behauptet werden, dass heute die Mitarbeiter stärker denn je abgelenkt werden; dem Internet-sei-Dank. Trotzdem haben Sie als Mitarbeitet auf die meisten Unterbrechungen gar keinen Einfluss und Sie können diese auch nicht kontrollieren. Es empfiehlt sich für Sie die Unterbrechung zu akzeptieren und diese nach Priorität zu bewerten, denn viele Störungen sind wiederkehrend. So ist es nicht immer notwendig, sofort zu reagieren. E-Mails können später beantwortet werden, Telefonate müssen warten. Sie können wie folgt vorgehen:

  • Sie wählen einen bestimmten Zeitraum, indem Sie auf E-Mails und Anrufe reagieren und antworten (ähnlich wie Sprechzeiten)
  • Sie können Bürozeiten für Gespräche festlegen
  • Sie setzen Prioritäten und arbeiten Mails oder Gespräche nach Inhalt und Wichtigkeit ab
  • Wenn möglich schließen Sie Ihre Tür, so können Sie sich besser konzentrieren und nicht so leicht abgelenkt werden

4. Essen und schlafen Sie richtig, um Stress abzubauen und zu verhindern

Unser Körper braucht Erholung und Kraft, um jeden Tag aufs neue durchzustarten. Erholsamer Schlaf und gutes Essen fördern die gesunde Regeneration unseres Körpers. Weshalb diese beiden Faktoren besonders wichtig sind, um Stress zu bewältigen und entgegen zu wirken. Das Problem hierbei ist oft, dass gesundes Essen und ausreichender Schlaf leichter gesagt, als zu kriegen sind. Denn wenn wir schon im Stress sind, machen wir uns automatisch mehr Gedanken, was nicht grade schlaffördernd ist. Und auch die Ernährung bleibt auf der Strecke: Schnell muss es gehen. Lieferservices und Fertigprodukte sind vermutlich häufiger im Büro zu sehen, als vorgekochtes Essen in Tupperware.

Ja, wir mögen es schnell und einfach, aber gerade das ist gar nicht gut. Und auch wenn Schokolade als Stress-Killer gilt, sollten Sie auch zu nährstoffreicheren Produkten greifen. Dazu zählen zum Beispiel Hülsenfrüchte, Brokkoli, Bananen, Vollkorn- und Milchprodukte, Nüsse und Trockenobst. Diese Lebensmittel enthalten Kalium, Magnesium und B-Vitamine und das ist in stressigen Lebenslagen besonders zu empfehlen. Und wenn Sie sich Ihre Mahlzeiten vorkochen, fördern Sie sogar noch den Stressabbau und haben für den nächsten Tag bei der Arbeit direkt eine Anti-Stress-Mahlzeit. Kochen und Backen sind perfekte Beschäftigungen, um Stress abzubauen. Der Grund dafür ist, dass Sie die Arbeit in der Küche zwar beschäftigt, aber nicht überfordert. Einige Tätigkeiten, wie Gemüseschneiden, haben sogar eine beruhigende Wirkung.

5. Identifizieren & meiden Sie selbstauferlegten Stress

Eben schnell noch die Arbeit von einem Kollegen übernehmen, obwohl Ihr eigener Schreibtisch schon fast mit Arbeit überquillt. Dann den Küchendienst schmeißen, weil die Kollegin früher los muss und schon bleiben Ihnen nur noch 2 Stunden bis zum Feierabend. Wie sollen Sie das denn schaffen? Dieses Verhalten produziert selbstauferlegten Stress. Also unnötiger Stress, den Sie sich selbst machen.

Sie müssen lernen Stopp und Nein zu sagen! Haben Sie selbst noch genügend Arbeit, können Sie auch keine weiteren Aufgaben übernehmen. Und das können Sie in einem freundlichen Ton vermitteln, auch wenn es sich hierbei um Ihren Vorgesetzten oder Chef handelt. Es gibt keinen Grund sich deshalb schlecht zu fühlen, denn Sie müssen am Ende sehen, wo Sie bei dem Ganzen bleiben. Es heißt nicht, dass Sie gar keine weiteren Aufgaben mehr annehmen sollen und dass Sie nicht weiterhin hilfsbereit sein dürfen. Sie können immer noch Aufgaben übernehmen, aber nur dann, wenn es Ihr Ablauf zulässt.

Denken Sie bitte auch daran: Wenn Sie immer die Belangen anderer übernehmen und diese über Ihre eigenen stellen, könnten Sie irgendwann auch ausgenutzt werden- ein Stress-Kreislauf aus dem Sie erst herauskommen, wenn Sie lernen abzulehnen.

Wenn Sie diese Tipps beachten, sollte bei Ihnen Stress in Zukunft ein Fremdwort sein. Denken Sie daran, dass Sie als Mensch auch Bedürfnisse haben und keine Arbeitsmaschine sind. Gönnen Sie sich kurze Auszeiten, bereiten Sie sich ein gutes Mittagessen vor, auf das Sie sich freuen können, und starten Sie durch! Hallo Gelassenheit und Tschüss Stress.