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10 hilfreiche Tipps gegen Erkältungen: So werden Sie schnell wieder gesund!

10 hilfreiche Tipps gegen Erkältungen: So werden Sie schnell wieder gesund!

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und mit ihr die ersten Erkältungen. Die Nase sitzt zu oder läuft ununterbrochen, Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit- das können alles Symptome einer Erkältung sein und die erkrankte Person vollkommen aus der Bahn werfen. Insbesondere im Herbst und Winter treten bei Erwachsenen und Kindern Atemwegsinfekte und Erkältungen auf. Aber was hilft wirklich gegen eine Erkältung? Wie können Sie die Symptome lindern?

Erkrankung erkennen: Influenza oder Erkältung?

Wenn wir erkranken, plagt uns nicht nur Schnupfen oder Husten, sondern auch die Fragen: „Was genau habe ich für eine Erkrankung? Habe ich eine leichte Erkältung oder steckt doch mehr dahinter? Muss ich zum Arzt?“

Die Abgrenzung zwischen Influenza, auch die echte Grippe genannt, und einer Erkältung ist nicht ganz einfach. Auch für Ärzte ist die Diagnose nicht immer eindeutig festzustellen. Die Beschwerden zwischen beiden Krankheitsbilder ähneln sich.

Krankheit erkennen: Anzeichen für Influenza

Bei der Grippe fühlen sich die Erkrankten häufig erschöpfter und auch die Abgeschlagenheit ist stärker, als bei einer Erkältung. Weiterhin kommt es bei einer Influenza oft zu starken Kopf-oder Gliederschmerzen, der Schnupfen ist eher weniger. Auch hohes Fieber, mit Temperaturen ab 38,5 °C bis über 40°C, kann ein Anzeichen für Grippe sein.

Häufig überkommen die Symptome den Betroffenen bei Influenza sehr plötzlich, hingegen kündigt sich eine Erkältung meist schleichend an und die Symptome verstärken sich von Tag zu Tag.

Stellt der Arzt einen grippalen Infekt fest, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Erkältung und nicht wie oft fälschlicher Weise angenommen um die richtige Grippe (Influenza). Viele Mediziner und Laien sprechen von einem grippalen Infekt, wenn eine Erkältung gemeint ist.

Unterschiede von Erkältung und Influenza im Überblick

  • Die Influenza wird durch Influenza-oder Grippeviren ausgelöst.
  • Erkältungen können verschiedene Erreger als Ursache haben.
  • Über 200 Erreger können als Auslöser einer Erkältung infrage kommen.
  • Symptome bei Influenza sind meistens stärker und kommen sehr plötzlich.
  • Erkältungen entwickeln sich schleichend.
  • Influenza geht häufig mit starken Kopf-und Gliederschmerzen sowie Fieber einher.
  • Erkältungen sind von Schnupfen, Husten und Heiserkeit geprägt.

Wann sollten Sie als Erkrankter einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie sich ernsthaft krank fühlen und auch hohes Fieber haben, das mehrere Tage anhält, sollten Sie spätestens dann einen Arzt zur Rate ziehen. Besonder, bei starken Kopf-und Gliederschmerzen sollten die Ursachen für Ihre Beschwerden ermittelt werden, auch in Bezug auf eine Corona-Infektion.

Erkältung seit 2020: Heute verunsichern Erkältungen

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie sind wir Menschen auch bei Erkältungen vorsichtiger und hinterfragen jedes kleine Niesen und Husten. Jetzt gilt es nicht nur die Erkältung von einer Influenza zu unterscheiden, sondern auch von einer möglichen Infektion mit dem Covid19-Virus.

Natürlich bedeutet eine Erkältung nicht zwingend, dass Sie an Corona erkrankt sind. Genauso wie Erkältungssymptome nicht zwingend ein Indiz für Influenza ist.

Sie sollten aber, wie bei jeder Erkrankung, die Situation ernst nehmen und mit Bedacht handeln. Sollten sich die Symptome verstärken oder über die üblichen Anzeichen einer Erkältung hinausgehen, ist es besser Sie gehen der Sache auf den Grund und einen Arzt aufsuchen. Ratsam ist es auch einen Arzt zu konsultieren, wenn Sie erst nach einigen Tagen Bedenken bekommen und sich unsicher sind.

Wie lange sind Sie bei einer Erkältung ansteckend?

Wie so oft bei Erkrankungen, sind Sie bereits vor dem Ausbruch der Krankheitsanzeichen ansteckend und können somit andere Menschen bereits infiziert haben, ohne es zu wissen. Schon ein bis zwei Tage vor den ersten Symptomen sind Sie ansteckend. Das bleiben Sie auch circa zwei Wochen lang, ausschlaggebend ist der Tag, an dem Sie sich selbst mit dem Erkältungsvirus infiziert haben. Natürlich ist es häufig nicht nachvollziehbar, wann und wo Sie sich genau mit der Erkältung angesteckt haben.

Um die Ansteckung möglichst gering zu halten, sollten Sie auch bei einer Erkältung Bettruhe einhalten, sich erholen und von der Arbeit fernbleiben. So werden Sie bestimmt wieder schnell gesund. Aber was unterstützt die Genesung von einer Erkältung? Was hilft bei einer Erkältung wirklich?

10 Tipps gegen Erkältungssymptome: Was hilft wirklich bei Erkältungen?

Oftmals greifen viele Erkrankte viel zu schnell zu Medikamenten und bitten ihren Arzt um Antibiotikum. Da es sich bei eine Erkältung jedoch um eine Viruserkrankung handelt, wird ein Antibiotikum nicht helfen und in der Regel auch von keinem Arzt verschrieben. Es gibt in der Schulmedizin kein Mittel, dass gegen Erkältungsviren hilft, weshalb das Immunsystem selbst mit der Erkrankungen zurechtkommen muss.

Lediglich die Symptome einer Erkältung können mit Hausmitteln wie Kräutertee und Hustensaft gelindert werden. Natürlich bleibt es Ihre Entscheidung, wie Sie den Symptomen den Kampf ansagen, aber, was hilft Ihnen wirklich bei einer Erkältung?

Tipp 1: Vitamin C als Unterstützung des Immunsystems

Während einer Erkrankung läuft unser Immunsystem auf Höchstleistung und freut sich über jede Unterstützung, die es kriegen kann. Mit Vitamin C können Sie zu einer gesunden Funktion des Immunsystems beitragen. Vitamin C ist zum Beispiel in Früchten und Gemüse enthalten, es gibt auch bestimmte Präparate mit Vitamin C und die klassische heiße Zitrone.

Was bewirkt Vitamin C?

Das Vitamin C wird bei einer Erkältung an vielen Stellen in Ihrem Körper aktiv: es veranlasst die Bildung von weißen Blutkörperchen, heftet sich an freie Radikale und macht diese unschädlich und regeneriert körpereigne Antioxidantien.

Einige Studien der Wissenschaftlergruppe des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration zeigen, dass eine längerfristige Einnahme von Vitamin C eine Erkältung nicht verhindert, jedoch die Erkältungsdauer um etwa 10 Prozent reduziert. Im Klartext bedeutet das: Die Erkältung dauert statt zehn Tage nur neun Tage. Zusätzlich kann eine dauerhafte Einnahme von Vitamin C die Symptome einer Erkältung abschwächen.

Tipp 2: Einnahme von Zink kann Erkältung vorbeugen

Zink ist sehr erfolgreich in der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, in Kombination mit Vitamin C unterstützen Sie Ihren Körper und das Immunsystem bei der Bekämpfung der Erkältungsviren optimal.

Was bewirkt Zink?

Zink verhindert, dass sich Schnupfviren an Wirtszellen in der Nasenschleimhaut heften, es verdrängt die Viren, indem es sich selbst andockt. Zusätzlich hemmt Zink das Wachstum von Schnupfviren und dessen Vermehrung. Weiterhin bewirkt Zink, dass die Nasenschleimhäute weniger anschwellen und das Durchatmen leichter fällt. Der Grund ist, dass durch Zink die Entzündungsreaktion gelindert wird, indem es die Ausschüttung von Histamin und Prostaglandin-Stoffwechsel unterbindet.

Laut Studien ist die Einnahme von Zink zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen sehr hilfreich. Bei den Studienteilnehmern verringerte sich die Anzahl an tatsächlich Erkrankten durch die Zinkeinnahme erheblich. Ebenfalls waren die Symptome eines Schnupfens abgeschwächt. Für diesen Erfolg muss das Zink allerdings sofort mit den ersten Erkältungssymptomen eingenommen werden.  

Tipp 3: Hausmittel gegen viele Erkältungssymptome

In der Naturheilkunde sind viele Mittel zu finden, die Sie bei einer Erkältung nutzen können. In vielen Pflanzen und Kräutern steckt oft mehr, als eine leckere Ergänzung zum Kochen. Im Folgenden erhalten Sie einen kleinen Überblick über Kräuter und Pflanzen mit Heilwirkung:

Süßholz erleichtert husten: bestimmte Inhaltsstoffe regen die Bronchialschleimhaut an, dünnflüssiges Sekret zu bilden. Dadurch lässt sich zäher Schleim leichter abhusten.

Salbei wirkt antibakteriell und soll Verschleimungen lösen: Salbeitee zählt wohl zu den Klassikern im Bereich der Tees gegen Erkältungen.

Pfefferminze antivirale und antibakterielle Eigenschaften: Kann helfen Keime im Mund abzutöten. Hilfreich bei Husten und Halsschmerzen. Ebenfalls ein Klassiker unter den Erkältungstees.

Zitronenmelisse: Wirkt entkrampfend, beruhigend und antibakteriell

Knoblauch wirkt keimtötend: Ein Stück Knoblauch im Mund zerkaut soll wahre Wunder bewirken, ist aber nicht jedermanns Geschmack. Doch ein Versuch ist es Wert, eine rohe Knoblauchzehe ist bei Entzündungsbeschwerden im Hals sehr hilfreich. Knoblauch ist keimtötend und durchblutungsfördernd.

Kurkuma antibakteriell und schmerzstillend: Viele Naturheilkundler betrachten es als natürliches und entzündungshemmendes Antibiotikum. Besonders in Kombination mit dem Begriff „goldene Milch“ erlebt dieses Gewürz einen regelrechten Hype und wird für seine Wirkung in vielen Bereichen geschätzt. Auch bei grippalen Infekten ist Kurkuma hilfreich.

Ingwer mobilisiert Abwehrkräfte: Viele greifen zu einem Ingwer-Tee mit Zitrone und Honig. Dafür sollten Sie wenn möglich frischen Ingwer verwenden. Die ätherischen Öle und Scharfstoffe der Ingwer-Knolle regt die Durchblutung an und mobilisiert dadurch die Abwehrkräfte. Ingwer kann nicht nur Symptome einer Erkältung lindern, sondern auch hilfreich bei Übelkeit und Erbrechen sein.

Thymian ist entzündungshemmend: Thymian steckt in viele Präparaten gegen Erkältungen und ist auch als Hustensaft zu bekommen. Thymian enthält unter anderem hochwirksames ätherisches Öl und Gerbstoffe und bekämpft damit Pilze, Viren und Bakterien. Die Pflanze ist bekannt für ihre schleimlösende, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung.

Tipp 4: Wärme von innen und außen

Bei Erkältungsbeschwerden ist es sehr hilfreich, wenn Sie sich warm halten. Sie kennen es bestimmt, mit einer Erkältung friert man ständig und auch Schüttelfrost oder Fieber können auftauchen. Deshalb sollten Sie Ihren geschwächten Organismus unterstützen, indem Sie sich von außen und innen wärmen.

Scharfe und heiße Suppen schenken Ihnen die nötige Wärme von innen und kuschelige Decken und Kleidungsstücke wärmen Sie von außen.

Tipp 5: Holunder als Waffe gegen Schnupfen & Co.

Ein altes Heilmittel bei Grippe und Erkältung ist Holunder, der mit seiner schweißtreibenden Wirkung bei Fieber, aber auch bei Atemwegsbeschwerden, hilft. Die Blüten des Holunders können bei einer fiebrigen Erkältung als Tee oder die Beeren als Holunderblütensirup getrunken werden. Den Tee und Sirup können Sie sogar selbst herstellen, dafür müssen Sie aber den richtigen Holunderstrauch haben.

Für die heilsame Wirkung ist aber nicht jeder Holunder geeignet, nur der schwarze Holunder ist bei einer Erkältung nützlich.

Tipp 6: Salzlösung zum Gurgeln und Nasespülen

Schlecht belüftete Räume mit Heizungsluft führen zu trockenen Schleimhäuten und können eine Erkältung begünstigen. Deshalb ist es wichtig, die Nasenschleimhäute während einer Erkältung zu unterstützen und zu befeuchten. Mit einer Salzspülung befreien Sie Ihre Nase von angestautem Sekret, außerdem wirkt Salz auch antibakteriell.

Haben Sie Halsschmerzen können Sie auch mit Salzwasser gurgeln, das kann bei Heiserkeit und sogar Mandelentzündungen helfen. Aber vorsichtig, das Salzwasser bitte nicht verschlucken.

Tipp 7: Feuchte Wickel bei Fieber und Husten

Vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheit und an die Wickel von Oma? Altbewährt und immer noch sehr hilfreich: kalte Wadenwickel bei Fieber und warme Brustwickel bei Husten und Bronchitis.

Bei krampfartigen Husten und Reizhusten sollte der Wickel eher warm sein und bei Entzündungen der Atemwege eher etwas kälter. Für die Brustwickel übergießen Sie ein Baumwolltuch oder Handtuch mit lauwarmen Wasser und wickeln Sie dieses um die Waden oder Oberkörper. Auf das nasse Tuch kommt ein trockenes Tuch oder ein Wollschal und der Erkrankte deckt sich mit einer Decke gut zu. 20-30 Minuten sollten die Wickel um bleiben.

Es gibt verschiedene Wickel-Varianten, erkundigen Sie sich doch bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke welche Methode wann am besten ist.

Tipp 8: Ausreichend trinken für besseres Durchatmen

Nicht nur weil Sie krank sind, sollten Sie darauf achten ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sondern auch, weil es einen weiteren positiven Effekt gibt. Mit Tees und Wasser liefern Sie nicht nur Flüssigkeit und bekämpfen Symptome, sie verflüssigen auch den Schleim in Nase, Nebenhöhlen und Bronchien. Dadurch können Sie Ihre Nase leichter putzen und besser abhusten.

Tipp 9: Frische Luft statt Virenluft

Sie denken frische Luft ist bei einer Erkältung ungünstig? Nein, wenn Sie regelmäßig Ihre Wohnung lüften, kommt die verbrauchte und virenhaltige Luft raus und frische rein. Natürlich sollten Sie Durchzug vermeiden und sich entsprechend mit Decken wappnen.
Fühlen Sie sich nach einigen Tagen der Erkältungen wieder fit genug, spricht auch nichts gegen einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Dadurch regen Sie auch Ihren Kreislauf an und kommen in Bewegung.

Tipp 10: Ruhe und Erholung für die Genesung

Vielen Menschen fällt es schwer, einen Gang runterzufahren und sich zu erholen, aber genau das braucht Ihr Körper, während einer Erkältung. Ihr Körper ist mit den Krankheitserregern beschäftigt und braucht dafür sehr viel Energie, deshalb ist Entspannung, viel Schlaf und weniger Stress für die Genesung enorm wichtig. Körperliche Belastungen und Sport sollten Sie während einer Erkältung dringend vermeiden!

Mit diesen 10 Tipps, sollte es Ihnen schon bald besser gehen. Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie bei jeder Erkrankung im Zweifelsfall einen Arzt hinzuziehen sollten, um Krankheiten möglichst schnell zu erkennen und Risiken auszuschließen. Wir wünschen Ihnen eine schnelle Genesung und gute Besserung!

Von Anastasia Johlen