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Informationen zu Noctamid 2mg Tabletten (20 ST) von Eurimpharm Arzneimittel GmbH

Informationen zu Noctamid 2mg Tabletten (20 ST) von Eurimpharm Arzneimittel GmbH: Nebenwirkungen, Dosierung, Anwendungsgebiete, Hinweise zur Einnahme, Wechselwirkungen.

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Produktname:   Noctamid 2mg Tabletten 
Anbieter:   Eurimpharm Arzneimittel GmbH 
Darreichungsform:   Tabletten (TAB)
Packungsgrößen:   20 ST
rezeptpflichtig
Generika

Indikation Noctamid 2mg Tabletten:

  • Das Präparat enthält den Wirkstoff Lormetazepam, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Schlaf- und Beruhigungsmittel/Benzodiazepin-Derivate bekannt sind.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet
    • Zur Kurzzeitbehandlung der Schlaflosigkeit (gekennzeichnet durch erschwertes Einschlafen und häufiges nächtliches Aufwachen).
    • Ihr Arzt wird Ihnen das Präparat nur bei schwerwiegenden Schlafstörungen verschreiben, die Sie stark beeinträchtigen oder belasten.
    • Dieses Arzneimittel wird auch zur Beruhigung im Rahmen der Vorbereitung und Nachbehandlung bei chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen angewendet.
  • Hinweis:
    • Nicht alle Schlafstörungen bedürfen der Behandlung mit einem Schlafmittel. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch nichtmedikamentöse Maßnahmen oder eine gezielte Behandlung der Grundkrankheit beeinflusst werden.
  • Wie wirkt das Präparat?
    • Die schlaffördernde Wirkung des Arzneimittels beruht auf einer Minderung der Signalübertragung im Gehirn.

Kontraindikation Noctamid 2mg Tabletten:

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie
    • unter Myasthenia gravis (einer chronischen Muskelschwäche) leiden
    • unter schwerer Atmungsinsuffizienz (starken Schwierigkeiten beim Atmen), z. B. schwerer chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD, eine chronische Lungenkrankheit) leiden
    • unter Schlafapnoe-Syndrom (einer Schlafstörung bei der krankhafte Atempausen auftreten) leiden
    • eine akute Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka (z. B. Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium) haben
    • überempfindlich (allergisch) gegen Lormetazepam, Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind
    • eine bestehende oder zurückliegende Abhängigkeitserkrankung von Arzneimitteln, Alkohol und/oder Drogen haben
    • ein Kind oder Jugendlicher unter 18 Jahre sind, abgesehen von der Anwendung vor diagnostischen oder operativen Maßnahmen (Anästhesiologie, Intensivmedizin).

Dosierung Noctamid 2mg Tabletten:

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die Dosierung und Anwendungsdauer müssen an die Erfordernisse des Einzelfalls angepasst werden. Hierbei sollten grundsätzlich möglichst niedrige Dosen eingenommen und die Behandlung kurz gehalten werden.
  • Anwendung des Arzneimittels zur kurzzeitigen Behandlung von Schlaflosigkeit
    • Die Tabletten dieser Dosierungsstärke (2 mg) sollten nur dann zur Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt werden, wenn mit Dosen unter 2 mg keine zufriedenstellende Wirkung erzielt werden konnte.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
      • Bei Erwachsenen:
        • Zu Behandlungsbeginn wird 0,5 bis 1 mg Lormetazepam (also maximal 1/2 Tablette) wie von Ihrem Arzt angeordnet ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen.
        • Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis vom Arzt ggf. auf bis zu 2 mg pro Tag (1 Tablette) gesteigert werden.
      • Bei älteren Patienten und Risikopatienten:
        • Patienten über 60 Jahre und Patienten mit geschwächtem Allgemeinzustand, besonders mit Atem- und Herz-Kreislauf-Störungen oder hirnorganischen Veränderungen, erhalten zu Beginn der Therapie 0,5 mg Lormetazepam, bei unzureichender Wirkung kann vom Arzt eine vorsichtige Dosiserhöhung auf bis zu 1 mg pro Tag vorgenommen werden.
    • Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Sie beträgt in der Regel wenige Tage bis zu zwei Wochen, die Maximaldauer ist vier Wochen einschließlich einer schrittweisen Dosisreduktion. Wenn Sie dieses Arzneimittel länger einnehmen, wird Ihr Arzt Sie erneut untersuchen.
  • Anwendung des Präparates als Prämedikation vor einem chirurgischen Eingriff
    • Erwachsene und ältere Patienten
      • Je nach Ihrem Alter, Gewicht und Allgemeinzustand empfiehlt sich an den Vortagen und am Vorabend des Eingriffs als Einzeldosis bis zu 2 mg Lormetazepam (1 Tablette). Am Tag des Eingriffs selbst - bis zu 1 Stunde vorher - erhalten Sie in Abhängigkeit von der Einnahme anderer Arzneimittel bis zu 2 mg Lormetazepam (1/2 bis 1 Tablette).
    • Kinder, Jugendliche und Risikopatienten
      • Bei Anwendung des Arzneimittels als Prämedikation erhalten Kinder, Jugendliche und Patienten im höheren Lebensalter, mit geschwächtem Allgemeinzustand (insbesondere mit Atem- und Kreislaufschwäche und hirnorganischen Veränderungen) am Tag des Eingriffs (bis zu 1 Stunde vor dem Eingriff) in Abhängigkeit von der Einnahme anderer Arzneimittel eine Einmaldosis von bis zu 1 mg Lormetazepam (bis zu 1/2 Tablette). In diesem Fall sollte eine niedriger dosierte Arzneiform Verwendung finden.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Anwendung wird ebenso wie die Dosis durch den Arzt bestimmt. Grundsätzlich sollte möglichst niedrig dosiert und kurzfristig behandelt werden (Einzelgaben oder Beschränkung auf wenige Tage).
    • Bei chronischen Schlafstörungen richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Krankheitsverlauf. In solchen Fällen sollte der behandelnde Arzt nach zweiwöchiger täglicher Einnahme durch schrittweise Verringerung der Dosis überprüfen, ob eine Behandlung mit dem Präparat weiterhin angezeigt ist. Jedoch ist zu beachten, dass die Behandlungsdauer 4 Wochen nicht überschreiten sollte.
    • Bei längerer Anwendungsdauer (länger als 1 Woche) sollte beim Absetzen des Arzneimittels die Dosis schrittweise reduziert werden, weil nach plötzlichem Absetzen des Arzneimittels innere Unruhe und Erregung, Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine höhere Dosis eingenommen haben, als Sie sollten, oder jemand anderes eine höhere Dosis eingenommen hat, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, den Vergiftungsnotruf oder einen Apotheker oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. Nehmen Sie dazu das Arzneimittel oder die Packung mit. Eine Überdosis des Arzneimittels ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, es sei denn, sie war kombiniert mit weiteren zentral dämpfenden Wirkstoffen (einschließlich Alkohol).
    • Wie in allen Fällen von Überdosierung eines Arzneimittels ist zu berücksichtigen, dass möglicherweise mehrere verschiedene Substanzen eingenommen wurden und dass Atemdepressionen sowie in seltenen Fällen ein Koma und äußerst selten auch der Tod eintreten kann. Besondere Aufmerksamkeit muss in der Intensivversorgung der Atmungs- und Herz-Kreislauf-Funktion gewidmet werden.
    • Symptome einer leichten Vergiftung sind Benommenheit, Müdigkeit, ataktische Symptome (Unbeholfenheit und Unfähigkeit, Bewegungen zu koordinieren) und Sehstörungen. Ihr Arzt wird Ihnen raten, unter Überwachung zu schlafen, bis die Wirkung nachlässt.
    • Die Einnahme höherer Dosen kann zu Tiefschlaf bis hin zur Bewusstlosigkeit, Atemdepressionen (Atemprobleme) und Hypotonie (erniedrigtem Blutdruck, der sich in einer Ohnmacht äußern kann) führen.
    • Wenn Sie bei Bewusstsein sind, wird Ihr Arzt bis zu einer Stunde nach der Einnahme größerer Mengen des Präparates Erbrechen herbeiführen. Wenn Sie bewusstlos sind, wird Ihr Arzt eine Magenspülung unter Kontrolle der Atemwege vornehmen. Wenn sich Ihr Arzt keinen Vorteil von der Entleerung des Mageninhalts verspricht, wird er Ihnen Aktivkohle verabreichen, um die Aufnahme des Arzneimittels in den Körper zu vermindern.
    • Weiterhin kann Ihr Arzt Ihnen Flumazenil als Antidot geben, eine Arznei, die die pharmakologischen Wirkungen von Benzodiazepinen rückgängig macht.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Warten Sie bis zur nächsten Einnahme und nehmen dann nur die vom Arzt verordnete Dosis.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B. wegen auftretender Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung mit dem Arzneimittel unterbrechen oder vorzeitig beenden!
    • Die Behandlung sollte niemals plötzlich, sondern durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden. Ihr Arzt wird Sie dazu beraten.
    • Das plötzliche Absetzen führt zu den folgenden Entzugserscheinungen:
      • Ausgeprägte Angstzustände, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen.
      • In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: Derealisation (das Gefühl, dass die Außenwelt unwirklich ist), Depersonalisation (das Gefühl, dass man sich selbst von außen beobachtet und dabei keine Kontrolle über die Situation besitzt), Halluzinationen, Parästhesien in den Gliedmaßen (Missempfindungen der Haut wie z. B. Brennen, Kribbeln, Jucken oder Prickeln ohne sichtbaren physischen Grund), Überempfindlichkeit gegen Licht, Lärm und Berührung, Hyperakusis (Probleme, alltägliche Geräusche zu ertragen), epileptische Anfälle. Es gibt Hinweise darauf, dass bei Benzodiazepinen mit kurzer Wirkdauer schon innerhalb des Dosierungsintervalls Entzugserscheinungen auftreten können, insbesondere bei hohen Dosen. Bei dem Präparat ist dies unwahrscheinlich, da es eine längere Wirkdauer besitzt (die Eliminationshalbwertszeit beträgt rund zehn Stunden).
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen Noctamid 2mg Tabletten:

  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen (Nebenwirkungen, für die ein tödlicher oder lebensbedrohlicher Ausgang beobachtet wurde) bei Patienten, die das Präparat einnehmen, sind Schwellungen des Körpergewebes (Angioödeme), Selbstmord oder Selbstmordversuch in Verbindung mit der Demaskierung vorbestehender Depressionen.
  • Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen bei Patienten, die das Präparat einnehmen, sind Kopfschmerzen, Sedierung und Angstzustände.
  • Zu Beginn der Behandlung können bei Ihnen die folgenden Nebenwirkungen auftreten, die gewöhnlich bei wiederholter Einnahme wieder abklingen: Somnolenz (Schläfrigkeit) tagsüber, emotionale Störungen, verminderte Wachsamkeit (Lethargie oder Stumpfheit/Trägheit), Verwirrtheit, Erschöpfung (Müdigkeit), Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Ataxie (Gleichgewichts- oder Koordinationsverlust) und Doppeltsehen.
  • Mögliche Nebenwirkungen (mit Häufigkeitsangaben)
  • Die mit Häufigkeitsangaben versehenen Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien beobachtet (bei an 852 Patienten verabreichte Dosis).
    • Sehr häufige Nebenwirkungen (1 von 10 Behandelten können betroffen sein)
      • Kopfschmerzen
    • Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Behandelten können betroffen sein)
      • Angioödem (rasches Anschwellen der Haut und Schleimhaut, das zur Blockierung der Luftwege führen kann)
      • Angstzustände
      • verminderte Libido (Reduktion des sexuellen Verlangens)
      • Schwindel
      • Benommenheit
      • Sedierung
      • Somnolenz (Schläfrigkeit)
      • Aufmerksamkeitsstörung
      • Amnesie (Gedächtnisverlust)
      • beeinträchtigtes Sehvermögen
      • Sprachstörung
      • Disgeusie (Veränderungen der Geschmacksempfindung)
      • Bradyphrenie (verlangsamtes Denkvermögen)
      • Tachykardie (Herzrasen)
      • Erbrechen
      • Übelkeit (Brechreiz)
      • Oberbauchschmerzen (Magenschmerzen)
      • Verstopfung
      • Mundtrockenheit
      • Pruritus (Juckreiz)
      • Blasenentleerungsstörungen (Beschwerden beim Wasserlassen)
      • Asthenie (Schwäche - fehlende Muskelkraft, Müdigkeit oder Schwindel)
      • Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen)
    • Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Selbstmord (Demaskierung vorbestehender Depression)
      • Selbstmordversuch (Demaskierung vorbestehender Depression)
      • Akute Psychose (psychische Störung)
      • Halluzination
      • Abhängigkeit (die Einnahme des Arzneimittels kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit von diesen Wirkstoffen führen)
      • Depression (Demaskierung vorbestehender Depression)
      • Wahnvorstellungen
      • Entzugserscheinungen (Rebound-Schlaflosigkeit) (Schlaflosigkeit, die Anlass zur Behandlung gegeben hat, tritt in verstärkter Form wieder auf)
      • Erregtheit
      • Aggressivität
      • Reizbarkeit
      • Unruhe
      • Wut
      • Alpträume
      • Unangepasstes Verhalten
      • Emotionale Störung
      • Verwirrtheitszustand
      • Bewusstseinseinengung
      • Ataxie (Verlust der Fähigkeit, Muskelbewegungen zu koordinieren)
      • Muskelschwäche
      • Urtikaria (Nesselsucht)
      • Hautausschlag
      • Erschöpfung (Müdigkeit)
      • Stürze (insbesondere bei älteren Patienten oder wenn das Präparat nicht nach Vorschrift eingenommen wird)
    • Schläfrigkeit tagsüber, emotionale Störungen, verminderte Wachsamkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Bewegungsunsicherheit (Ataxie) oder Doppeltsehen können - in den meisten Fällen zu Beginn der Behandlung - auftreten und klingen gewöhnlich bei wiederholter Einnahme ab.
    • Das Arzneimittel kann eine vorübergehende Gedächtnisstörung (anterograde Amnesie) hervorrufen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweise:

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • Behandlungsdauer
      • Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. In der Regel beträgt sie wenige Tage bis zu zwei Wochen, die Maximaldauer ist vier Wochen einschließlich einer schrittweisen Dosisreduktion. Ihr Arzt wird Ihnen genau erklären, wie Ihre Dosis Schritt für Schritt verringert wird. Wenn Sie dieses Arzneimittel länger einnehmen, wird Ihr Arzt Sie erneut untersuchen.
      • Wenn Sie dieses Arzneimittel wiederholt über einige Wochen anwenden, kann die Wirkung nachlassen.
    • Abhängigkeit
      • Dieses Arzneimittel kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen.
      • Das Risiko der Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung.
      • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch vorgekommen ist, da das Risiko einer Abhängigkeit dann größer ist. Daher ist das Präparat bei Patienten mit Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Vorgeschichte nur unter besonderer Vorsicht und bei bekannter bestehender oder zurückliegender Abhängigkeitserkrankung gar nicht anzuwenden.
    • Entzugssymptome
      • Ein plötzlicher Therapieabbruch kann Entzugserscheinungen hervorrufen.
      • Mögliche Reaktionen sind extreme Angstzustände, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit,
        Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: verfremdete Wahrnehmung der Umwelt (Derealisation), Störung/Verlust des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation), Halluzinationen, Kribbeln/Sensibilitätsstörung in den Gliedmaßen (Parästhesien), Überempfindlichkeit gegen Licht, Lärm und Berührung, Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), epileptische Anfälle.
      • Es gibt Hinweise darauf, dass bei Benzodiazepinen schon innerhalb des Dosierungsintervalls Entzugserscheinungen auftreten können, insbesondere bei hohen Dosen. Bei diesem Arzneimittel ist dies unwahrscheinlich, da seine Eliminationshalbwertszeit rund zehn Stunden beträgt.
      • Bei Umstellung auf dieses Präparat nach langer und/oder hochdosierter Einnahme eines Benzodiazepins mit deutlich längerer Wirkdauer kann auch die Entwicklung von Entzugserscheinungen ausgelöst werden.
      • Nach Absetzen des Arzneimittels kann vorübergehend „Rebound-Schlaflosigkeit" auftreten, bei der die Schlaflosigkeit, die Anlass zur Behandlung gab, vorübergehend in verstärkter Form wieder auftritt.
      • Das Risiko von Entzugserscheinungen und Rebound-Effekten ist nach einem plötzlichen Therapieabbruch höher. Daher wird Ihr Arzt die Dosierung zum Therapieende schrittweise verringern.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn dieselben Symptome, die Anlass zu einer Behandlung gaben, in verstärkter Form wieder auftreten.
    • Amnesie
      • Das Arzneimittel kann „anterograde Amnesie" (Gedächtnislücken) hervorrufen.
      • Diese tritt am häufigsten in den ersten Stunden nach Einnahme des Präparates auf. Um das Risiko einer Amnesie zu verringern, sollten Sie darauf achten, dass Sie Gelegenheit haben, nach der Einnahme 7 - 8 Stunden ohne Unterbrechung durchzuschlafen.
    • Psychiatrische und „paradoxe" Reaktionen
      • Reaktionen wie Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutanfälle, Alpträume, Halluzinationen, Psychosen, unangepasstes, abnormales Verhalten und andere Verhaltensstörungen (ungewöhnliches Verhalten) sind bei der Anwendung von Benzodiazepinen bekannt. Sollte dies auftreten, sprechen Sie direkt mit Ihrem Arzt, da die Anwendung des Präparates in diesem Fall beendet werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit derartiger Reaktionen ist bei Kindern und älteren Menschen sowie bei Patienten mit organischem Hirnsyndrom (Zustand geistiger Beeinträchtigung in Folge einer Vergiftung, Arzneimittelüberdosierung, Infektion, von Schmerzen oder anderer Beschwerden, die die Hirnfunktion beeinflussen können) erhöht.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Depressionen leiden. Das Arzneimittel wird nicht zur primären Behandlung psychotischer Erkrankungen empfohlen.
      • Schlafstörungen in Verbindung mit Depressionen sind nicht allein mit dem Präparat zu behandeln.
      • Bei Patienten mit Depressionen sollte das Arzneimittel mit äußerster Vorsicht angewendet werden, da vorhandene Depressionen demaskiert werden können, was zu Suizidversuchen führen kann.
    • Kinder und Jugendliche
      • Das Arzneimittel darf nicht bei Personen unter 18 Jahren gegeben werden, es sei denn zur Anwendung vor diagnostischen oder operativen Maßnahmen.
    • Ältere Patienten
      • Bei älteren oder geschwächten Patienten wird eine niedrigere Dosis empfohlen.
      • Bei älteren Patienten ist wegen der Sturzgefahr, insbesondere bei nächtlichem Aufstehen, in Folge von Nebenwirkungen wie Ataxie (Störungen der Gleichgewichtsregulation und Bewegungskoordination mit Rückgang der Muskelbeweglichkeit), Muskelschwäche, Schwindel, Benommenheit, Schläfrigkeit und Erschöpfung Vorsicht geboten.
    • Andere besondere Patientengruppen
      • Wenn Sie an chronischer Atemnot leiden (langfristige Atemprobleme wie Asthma, Emphysem, zystische Fibrose, Bronchitis) wird Ihr Arzt die Dosierung verringern, da Sie Atemdepression (weitere Verschlechterung Ihrer Atemprobleme) bekommen könnten.
      • Wenn Sie an schwerer Leberinsuffizienz (Leberproblemen) leiden, wird Ihr Arzt die Behandlung mit dem Arzneimittel äußerst vorsichtig einleiten, da Symptome einer Enzephalopathie (einer Hirnerkrankung) verstärkt werden können.
      • Wenn Sie an schwerer Niereninsuffizienz (Nierenproblemen) leiden, wird Ihr Arzt die Behandlung mit dem Präparat äußerst vorsichtig einleiten.
      • Wenn Sie an Störungen der Muskel- und Bewegungskoordination (zerebellären und spinalen Ataxien) leiden, ist besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels erforderlich.
    • Bei älteren Patienten und bei geschwächten Patienten, besonders mit hirnorganischen Veränderungen, Herz-Kreislauf- oder Atemstörungen, sollte der behandelnde Arzt zu Beginn der Behandlung vorsichtig dosieren, um mögliche Überdosierungen zu vermeiden. Weiterhin sollten den Patienten unter Berücksichtigung der spezifischen Lebenssituation (z. B. Berufstätigkeit) genaue Verhaltensanweisungen für den Alltag gegeben werden.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen, da es beruhigend wirkt (Schläfrigkeit) und Gedächtnisverlust, verminderte Konzentrationsfähigkeit und Beeinträchtigung der Muskelfunktion hervorruft.
    • Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, und Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, weil dieses Arzneimittel auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern kann, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
    • Daher sollten das Führen von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten während der ersten Tage der Behandlung unterbleiben.
    • Wurde Lormetazepam zur Vorbereitung eines diagnostischen Eingriffs eingesetzt, sollte sich der Patient danach nur in Begleitung nach Hause begeben und sich nicht aktiv am Straßenverkehr beteiligen.

Schwangerschaft:

  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Während der Schwangerschaft und Entbindung sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden. Das Fehlbildungsrisiko bei der Einnahme therapeutischer Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft scheint gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko für Gaumenspalten ergaben. Fallberichte über Fehlbildungen und geistige Retardierung von vor der Geburt exponierten Kindern nach Überdosierungen und Vergiftungen liegen vor. Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft über längere Zeit Benzodiazepine eingenommen haben, können eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Diese Kinder zeigen nach der Geburt Entzugssymptome.
    • Wenn Sie während der Behandlung mit dem Präparat schwanger werden möchten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er über die Weiterführung oder den Abbruch der Behandlung entscheiden kann.
    • Wenn aus zwingenden Gründen das Arzneimittel in hohen Dosen während der Schwangerschaft oder während der Geburt verabreicht wird, sind Auswirkungen auf das Neugeborene wie Atemdämpfung, erniedrigte Körpertemperatur, niedriger Blutdruck und Trinkschwäche (floppy infant syndrome) zu erwarten.
  • Stillzeit
    • Das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden. Lormetazepam geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (höchstens 0,35% der mütterlichen Dosis).
    • Wenn wiederholte oder hohe Dosierungen des Präparates in der Stillzeit zwingend indiziert sind, ist abzustillen bzw. das Stillen zu unterbrechen.
  • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art/Weise:

  • Zur Behandlung von Schlafstörungen erfolgt die Einnahme ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen mit etwas alkoholfreier Flüssigkeit (z. B. ein Schluck Wasser).
  • Die Einnahme sollte nicht auf vollen Magen erfolgen, da sonst mit verzögertem Wirkeintritt und - abhängig von der Schlafdauer - mit verstärkten Nebenwirkungen am nächsten Morgen gerechnet werden muss.

Wechselwirkungen:

  • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, einschließlich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel.
    • Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung des Präparates beeinflussen oder in ihrer Wirkung beeinflusst werden:
      • Zentral dämpfende Arzneimittel wie Antipsychotika (Neuroleptika), Schlafmittel, Anxiolytika/Beruhigungsmittel, antidepressiv oder antiepileptisch wirkende Arzneimittel, opioidhaltige Schmerzmittel, Anästhetika, andere zentral wirkende Mittel (z. B. Natriumoxybat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schlafkrankheit) und sedative Antihistaminika, da es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkung kommen kann.
      • Opioidhaltige Schmerzmittel (starke Schmerzmittel wie z. B. Morphin oder Codein), da Rauschzustände verstärkt werden können, was zu einem erhöhten Risiko psychischer Abhängigkeit führen kann.
    • Bei gleichzeitiger Gabe von Muskelrelaxanzien kann die muskelrelaxierende Wirkung verstärkt werden - insbesondere bei älteren Patienten und bei höherer Dosierung (Sturzgefahr!).
    • Da bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln stehen, - wie z. B. Mitteln gegen hohen Blutdruck (Antihypertonika), Beta-Rezeptorenblockern, herzwirksamen Glykosiden, Medikamenten, die zur Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt werden (Methylxanthinen), Antibabypille (Antikontrazeptiva) und einigen Antibiotika - Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar sind, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit dem Präparat Vorsicht geboten.
    • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
  • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Während der Behandlung mit dem Präparat sollte kein Alkohol getrunken werden, da dieser die Wirkung von Lormetazepam in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken kann.
 
   
 
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