SPASURET 200 100 ST Nebenwirkungen: Packungsbeilage mit Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation
 
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Packungsbeilage SPASURET 200 100 ST

 
 
SPASURET 200 100 ST
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SPASURET 200 100 ST: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation.

Menge:

100 ST

Indikation:

- Das Arzneimittel ist ein Uro- Spasmolytikum.

- Es wird zur symptomatischen Behandlung von häufigem Wasserlassen, nicht unterdrückbarem Harndrang und Harninkontinenz angewendet.

Kontraindikation:

- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Flavoxathydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile sind,
  • bei Herzrhythmusstörungen vom schnellen Typ,
  • bei Refluxösophagitis,
  • bei einengenden Veränderungen des Magen- Darm- Kanals,
  • bei Blutungen im Magen- Darm- Bereich (schwarzer Stuhl),
  • bei Verengung oder Verschluss der ableitenden Harnwege,
  • bei häufigem und nicht zu unterdrückendem Wasserlassen, welche durch eine Herz- oder Nierenkrankheit verursacht sind.

Dosierung:

- Nehmen Sie das Arzneimittel bitte immer genau nach der Anweisung des Arztes oder Apothekers ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

  • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen 3 bis 4-mal täglich 1 Filmtablette ein. Dies entspricht einer Tagesdosis von 600-800 mg Flavoxathydrochlorid.
  • Zur Vorbeugung von Beschwerden bei Harnkatheteruntersuchungen oder Blasenspiegelungen wird 1 Filmtablette 1-2 Stunden vor der Untersuchung verabreicht.

- Die Behandlungsdauer wird in Abhängigkeit von der Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerden vom behandelnden Arzt festgelegt.

- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

- Schwere Vergiftungen sind bislang nicht beschrieben worden. Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung Ihren Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!

- Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben: Wenden Sie beim nächsten Mal nicht weniger oder mehr Tabletten an, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

- Wenn Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel abbrechen wollen: Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden!

Nebenwirkungen:

- Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen. Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

  • Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
  • Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten einschließlich Einzelfälle
  • Nicht bekannt: Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Nebenwirkungen:

- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • sehr selten (Zunahme bestimmter Blutzellen): Eosinphilie

- Erkrankungen des Immunsystems

  • sehr selten: allgemeine allergische Reaktionen (zum Teil mit Symptomen eines anaphylaktischen Schocks)

- Herzerkrankungen

  • sehr selten: Herzjagen und Herzklopfen (Tachykardie)

- Augenerkrankungen

  • sehr selten: Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom), Sehstörungen

- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

  • sehr selten: Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie), Übelkeit, Erbrechen, Schluckstörung (Dysphagie), Mundtrockenheit

- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

  • sehr selten: Fieber, Unwohlsein

- Erkrankungen des Nervensystems

  • sehr selten: Schwindel, Kopfschmerzen

- Psychiatrische Erkrankungen

  • sehr selten: Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Patienten), Nervosität, Müdigkeit

- Erkrankungen der Nieren und Harnwege

  • sehr selten: Störung beim Wasserlassen (Dysurie)

- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

  • sehr selten: angioneurologisches Ödem, Nesselsucht und andere Hauterscheinungen

- Leber- und Gallenerkrankungen

  • nicht bekannt: Erkrankungen der Leber, Veränderungen der Leberwerte, Gelbsucht

Gegenmaßnahmen
Bei Auftreten einer dieser Nebenwirkungen sollte das Arzneimittel zunächst abgesetzt werden und der Arzt konsultiert werden.

- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweise:

- Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich:

  • bei Patienten mit Engwinkelglaukom (erhöhtem Augeninnendruck bei engem Kammerwinkel des Auges). Die augenärztlicherseits empfohlenen, regelmäßigen Untersuchungen sollten durchgeführt werden. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angabe bei Ihnen früher einmal zutraf.
  • Ein Restharn- Anstieg ist ggf. zu beachten und eine restharnfreie Blasenentleerung nach Möglichkeit sicherzustellen. Vor Beginn der Therapie sollten außerdem hormonelle oder organische Ursachen wie Harntransportstörungen (intravesicale Obstruktion), Entzündungen und Tumore ausgeschlossen werden, welche ursächlich behandelt werden müssen.
  • Bei längerer Anwendungsdauer sollten Blutbildkontrollen durchgeführt werden.
  • Dieses Präparat bessert nur den vermehrten/verstärkten Harndrang (mit oder ohne Schmerzen sowie mit oder ohne Inkontinenz), ohne eine ihm zugrunde liegende Ursache zu beheben. Bitte suchen Sie daher bei nicht nur vorübergehenden Beschwerden Ihren Arzt auf.

- Kinder: An Kinder unter 12 Jahren soll dieses Arzneimittel nicht verabreicht werden.

- Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen und die Sehschärfe soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn,
Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Schwangerschaft:

Obwohl bei umfangreicher Anwendung am Menschen keine fruchtschädigenden Wirkungen bekannt geworden sind, sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Art/Weise:

- Die Filmtabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Wechselwirkungen:

- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

- Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln gegen Sodbrennen (Antazida) sollte wegen möglicher Resorptionsbeeinflussung und demzufolge verminderter Wirksamkeit des Arzneimittels vermieden werden.

- Bei Gabe von Dopaminantagonisten (z.B. Metoclopramid) ist eine gegenseitige Wirkungsverminderung möglich.

- Durch Amantadin, Chinidin, Neuroleptika und tri- und tetrazyklische Antidepressiva kann die anticholinerge Wirkung verstärkt werden.

 
   
 
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