Phenprogamma 3 20 ST Nebenwirkungen: Packungsbeilage mit Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation
 
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Packungsbeilage Phenprogamma 3 20 ST

 
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Phenprogamma 3 20 ST
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Phenprogamma 3 20 ST: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation.

Menge:

20 ST

Hersteller:

Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Indikation:

- Langzeitbehandlung und Vorbeugung

  • der Blutpfropf-Bildung (venöse und arterielle Thrombosen)
  • des Verschlusses von Blutgefäßen durch Blutpfropf (venöse und arterielle Embolien)

- Langzeitbehandlung des Herzinfarktes, wenn ein erhöhtes Risiko für thromboembolische Komplikationen gegeben ist.

Kontraindikation:

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Phenprocoumon oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
- wenn bei Ihnen Erkrankungen vorliegen, die mit einer erhöhten Blutungsbereitschaft einhergehen, z. B. Erkrankungen mit krankhafter Blutungsneigung verschiedener Ursache (hämorrhagische Diathesen, z. B. starke Verminderung der Blutplättchenmenge [schwere Thrombozytopenie]); schwere Lebererkrankungen (Leberparenchymerkrankungen); schwere Nierenfunktionseinschränkung (manifeste Niereninsuffizienz)
- wenn bei Ihnen Erkrankungen vorliegen, bei denen eine Schädigung bzw. der Verdacht einer Schädigung des Blutgefäßsystems besteht, z. B. Geschwüre im Magen-Darm-Bereich; umschriebene Ausweitung arterieller Blutgefäße (dissezierendes Aortenaneurysma, Hirnarterienaneurysma); Schlaganfall (Apoplexie); Verletzungen oder chirurgische Eingriffe am Zentralnervensystem (Gehirn, Rückenmark); Operationen am Auge; Netzhauterkrankungen (Retinopathien) mit Blutungsrisiko, fortgeschrittene Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), durch Erreger hervorgerufene Entzündung der Herzinnenhaut (floride Endocarditis lenta); Entzündung des Herzbeutels (Pericarditis)
- wenn Sie an Lungenschwindsucht mit Hohlraumbildung (kavernöse Lungentuberkulose) leiden
- nach Operationen am Harntrakt (urologische Operationen), solange Blut im Urin sichtbar ist (Makrohämaturie)
- wenn Sie ausgedehnte offene Wunden (auch nach chirurgischen Eingriffen) haben
- bei drohender Fehlgeburt (Abortus imminens)
- wenn Sie an fixiertem und nicht beeinflussbarem (behandlungsrefraktärem) Bluthochdruck (> 200/105 mmHg) leiden
- wenn Sie schwanger sind (Ausnahme: absolute Notwendigkeit zur Hemmung der Blutgerinnung bei lebensbedrohlicher Heparin-Unverträglichkeit)

Dosierung:

- Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

  • Die Dosierung ist durch die Bestimmung der Thromboplastinzeit zu überwachen und individuell anzupassen. Das Messergebnis dieser Bestimmung wird als INR (International Normalized Ratio) angegeben.
  • Die erste Bestimmung sollte stets als Gesamtgerinnungsbestimmung zum Ausschluss okkulter Gerinnungsstörungen (PTT, Thrombinzeit, Heparin-Toleranztest) vor Beginn der Behandlung erfolgen.
  • Angestrebt wird ein wirksamer Bereich je nach Art der vorliegenden Erkrankung von 2,0-3,5 INR.
  • In Abhängigkeit von der Indikation sind folgende INR-Werte anzustreben:
    • Behandlung tiefer Venenthrombosen, Lungenembolie: 2,0-3,0
    • Rezidivierende tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien: 2,0-3,0
    • Myokardinfarkt, wenn ein erhöhtes Risiko für thromboembolische Ereignisse gegeben ist: 2,0-3,0
    • Vorhofflimmern ohne Vorliegen einer Mitralstenose: 2,0-3,0
    • Patienten mit mechanischen Herzklappen: 2,0-3,5
  • Die Therapie wird üblicherweise mit einer höheren Initialdosis eingeleitet. Es wird empfohlen, je nach Ausgangswert der Gerinnungsparameter, am 1. Behandlungstag 2-3 Tabletten (entsprechend 6-9 mg Phenprocoumon) und am 2. Behandlungstag 2 Tabletten (entsprechend 6 mg Phenprocoumon) zu verabreichen.
  • Ab dem 3. Tag muss regelmäßig die Thromboplastinzeit bestimmt werden, um den Reaktionstyp des Patienten festzustellen (Hypo-, Normo-, Hyperreaktion).
  • Liegt der INR-Wert niedriger als der angestrebte therapeutische Bereich, werden täglich 1½ Tabletten (entsprechend 4,5 mg Phenprocoumon) gegeben; liegt der INR-Wert im angestrebten therapeutischen Bereich, wird täglich 1 Tablette (entsprechend 3 mg Phenprocoumon) gegeben; liegt der INR-Wert höher als der therapeutische Bereich (INR > 3,5), wird täglich ½ Tablette (entsprechend 1,5 mg Phenprocoumon) gegeben. Bei INR-Werten > 4,5 soll keine Phenprocoumon-Gabe erfolgen.
  • Die Erhaltungsdosis muss dann - ebenso wie die Initialdosis - dem ermittelten INR-Wert angepasst werden. In der Regel genügen niedrige Erhaltungsdosen von ½ bis 1½ Tabletten (entsprechend 1,5-4,5 mg Phenprocoumon) pro Tag, um den INR-Wert konstant im angestrebten Bereich zu halten.
  • Die Gerinnung sollte bei stabil eingestellten Patienten in regelmäßigen Zeitabständen mindestens alle 3-4 Wochen überprüft werden.

- Kinder: Zur Dosierung bei Kindern unter 14 Jahren liegt kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

- Ältere Patienten: Bei Patienten älter als 60 Jahre, insbesondere bei Frauen dieser Altersgruppe, kann aufgrund der herabgesetzten Ausscheidung (metabolischen Clearance) von Phenprocoumon eine Dosisreduktion notwendig sein, um den angestrebten therapeutischen INR-Bereich nicht zu überschreiten.

- Dauer der Anwendung

  • Die Dauer der Antikoagulantien-Behandlung sollte nach Möglichkeit schon vor Behandlungsbeginn festgelegt werden. Die Behandlung mit Phenprocoumon richtet sich nach den klinischen Bedürfnissen; sie kann über mehrere Monate, Jahre oder lebenslang notwendig sein. Die Indikation zur Antikoagulation ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.
  • Über die Anwendungsdauer entscheidet der behandelnde Arzt.
  • Bei den meisten thrombosegefährdeten Patienten ist eine 3- bis 4-wöchige Prophylaxe mit Phenprocoumon angezeigt; zumindest sollte die Antikoagulation solange erfolgen, bis der Kranke ausreichend mobil ist.
  • Zu frühes Absetzen vergrößert die Thrombosegefahr.
  • Nach Operationen und Geburten sollte das Arzneimittel vom 2. oder 3. Tag an gegeben werden.
  • Bei akuter Thrombose (Blutgerinnselbildung) oder schon bestehender Embolie (Gefäßverschluss durch ein verschlepptes Blutgerinnsel) ist die Einleitung der Antikoagulanzien-Therapie durch intravenöse Applikation von Heparin unerlässlich. Nach Überwindung der akuten Krankheitsphase - d. h. frühestens nach 2, in schweren Fällen nach mehreren Tagen - kann die Behandlung weitergeführt werden. Am ersten Übergangstag sollte der Patient neben der unverminderten Menge von Heparin die volle Initialdosis Phenprocoumon erhalten, denn Heparin hat keine Nachwirkung, während das Arzneimittel die bereits erwähnte Latenzzeit bis zum Eintritt des gerinnungshemmenden Effektes aufweist. Die Dauer der Behandlung mit Heparin hängt von der Zeitspanne bis zum Erreichen des erwünschten Grades der Antikoagulation ab.
  • Bei Herzinfarkt werden mit der Langzeitbehandlung (über Monate und Jahre) gute Ergebnisse erzielt.
  • Die Höhe der Dosierung richtet sich auch hier nach dem Ergebnis der Gerinnungskontrolle (INRWert).

- Umstellung von Heparin auf Phenprocoumon

  • Für den Übergang von Heparin auf das Arzneimittel ergibt sich folgendes Schema:
    • Erster Tag der Umstellung
      a) 1-mal 2-3 Tabletten
      b) Heparin: Dauerinfusion (20 000 bis 30 000 I.E. pro Tag) oder alle 8 Stunden 7500 I.E. s.c.
    • Zweiter Tag der Umstellung
      a) 1-mal 2 Tabletten
      b) Heparin: Dauerinfusion (20 000 bis 30 000 I.E. pro Tag) oder alle 8 Stunden 7500 I.E. s.c.
    • Dritter Tag der Umstellung und weitere Behandlungszeit
      a) Erhaltungsdosis von ½ bis 1½ Tabletten pro Tag je nach INR-Wert (
      b) Heparin: absetzen, falls das Arzneimittel die volle Wirksamkeit entfaltet.

- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

- Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten

  • Erkennbare Zeichen einer akuten Überdosierung können, abhängig von deren Ausmaß, sein:
    • Blutbeimengungen im Urin
    • kleine punktförmige Blutungen an Stellen mechanischer Belastung
    • spontane Haut- und Schleimhautblutungen
    • Blutstuhl
    • Verwirrtheitszustände bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bewusstlosigkeit kann ein Anzeichen für eine Gehirnblutung sein. Die sofortige notärztliche Behandlung ist erforderlich.
    • Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt.
  • Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung:
    Bei leichteren Blutungen genügt meist das Absetzen von Phenprocoumon. Bei behandlungsbedürftigen Blutungen sollten 5-10 mg Vitamin K1 als Gegenmittel (spezifischer Antagonist) oral verabreicht werden. Nur bei lebensbedrohlichen Blutungen sollten 10-20 mg Vitamin K1 langsam intravenös (Vorsicht: Überempfindlichkeitsreaktionen!) gegeben werden. Falls der INR-Wert nicht sinkt, soll die Verabreichung nach einigen (2-3) Stunden wiederholt werden.
  • Wenn in Fällen von sehr starker oder bedrohlicher Blutung der Eintritt der vollen Vitamin-K1-Wirkung nicht abgewartet werden kann, ist durch Infusion von virusinaktiviertem Prothrombinkomplexkonzentrat (PPSB) die Aufhebung der Phenprocoumon-Wirkung möglich.
  • Durch orale Verabreichung von Colestyramin (5-mal 4 g/Tag) kann zusätzlich die Eliminationsgeschwindigkeit von Phenprocoumon beschleunigt werden.
  • Eine engmaschige Überwachung der Gerinnungsparameter sollte gewährleistet sein.

- Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

- Setzen Sie die Behandlung wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort und informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit dieser entscheiden kann, ob die Bestimmung des INR-Wertes erforderlich ist.

- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel verändern. Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, besteht das Risiko eines Gefäßverschlusses durch Blutgerinnsel.

- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen:

- Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

  • sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten
  • häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
  • selten weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
  • sehr selten weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Sehr häufig:
    • geringfügige Blutbeimengungen im Harn (Mikrohämaturie)
    • Zahnfleischbluten.
  • Häufig:
    • Nasenbluten
    • Blutergüsse (Hämatome) nach Verletzungen und Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt.
  • Gelegentlich:
    • Einblutungen in Muskeln oder Gelenke sowie Netzhautblutungen.
    • Lebensbedrohliche Blutungen, z. B. im Bereich von Rückenmark, Gehirn, Nebenniere, Bauchspeicheldrüse, Herzbeutel, Pleurahöhle (Spaltraum, der die Lungen umgibt), Peritonealhöhle
      (Bauchhöhle), Retroperitonealraum (Raum hinter dem rückwärtigen Bauchfell);
    • Antikoagulantienabdomen (Einblutung in die Darmwand)
    • Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt. Je nach Ort oder Ausdehnung der Blutung kann diese sehr selten bedrohlich sein oder Schäden hinterlassen, wie z. B. Lähmungen nach Nervenschädigungen.
    • Brennende Schmerzen mit gleichzeitiger Verfärbung in den Großzehen („purple toes").
    • Die Antikoagulantien-Therapie kann zu einer erhöhten Freisetzung von Material aus atheromatösen Plaques führen und das Risiko für Komplikationen durch systemische Cholesterol-Mikroembolisation einschließlich „purple toes syndrome" erhöhen. Die Beendigung der Phenprocoumon-Therapie wird empfohlen, wenn solche Phänomene beobachtet werden.
  • Selten:
    • punktartige Hautblutungen (Purpura). Hier sollte differentialdiagnostisch eine Verminderung der Blutplättchenmenge (Thrombozytopenie) oder eine allergisch bedingte entzündliche Blutgefäßerkrankung (Vaskulitis) in Erwägung gezogen werden.
  • Sehr selten:
    • Kompressionssyndrom des Nervus femoralis als Folge einer retroperitonealen Blutung
    • Absterben kleiner Hautbezirke mit Einblutung (hämorrhagische Hautnekrosen, Hautinfarkte), das in einigen Fällen zum Tod oder dauernder Behinderung führte. Ein Zusammenhang mit einer bestimmten vorbestehenden Erkrankung des Blutgerinnungssystems (Mangel an Protein C oder seines Cofaktors Protein S) ist beschrieben worden. Es scheint, dass Nekrosen von lokalen Thrombosen begleitet sind, deren Auftreten sich einige Tage nach Beginn der Antikoagulantien Therapie zeigt. Besteht der Verdacht, dass derartige Hautveränderungen durch das vorliegende Arzneimittel verursacht sind, muss dieses abgesetzt und (ggf. nach Gabe von Vitamin K1) eine Behandlung mit Heparin erwogen werden.
    • Durch sorgfältige Diagnostik sollten mögliche Grunderkrankungen, die mit Hautnekrosen einhergehen könnten, ausgeschlossen werden.

- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

  • Gelegentlich:
    • Übelkeit
    • Appetitlosigkeit
    • Erbrechen
    • Durchfall
    • Hautausschlag mit und ohne Juckreiz (Dermatitis, Urtikaria, Exantheme, Pruritus).

- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

  • Gelegentlich:
    • vorübergehender Haarausfall (reversible Alopecia diffusa).
    • Allergische Hautreaktionen können während der Behandlung auftreten.

- Erkrankungen der Leber und der Galle

  • Häufig:
    • Leberentzündungen mit oder ohne Gelbsucht.
    • Regelmäßige Leberfunktionsprüfungen im Rahmen der ärztlichen Überwachung werden daher empfohlen.
  • Sehr selten:
    • schwere Lebererkrankungen (Leberparenchymschäden, cholestatische Hepatose)
    • Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen
    • Bei Langzeitbehandlung wurde über Knochenschwund (Osteopenie) berichtet

- Gegenmaßnahmen
Bei Auftreten von Blutungen oder anderen Anzeichen einer Überdosierung ist sofort der Arzt aufzusuchen. Eine rasche Erniedrigung des INR-Wertes ist anzustreben.

- Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweise:

- Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich

  • wenn bei Ihnen Nierensteine (Nephrolithiasis) vorliegen
  • bei Anfallsleiden
  • bei chronischem Alkoholismus
  • bei mangelnder Mitarbeit (Compliance) des Patienten
  • wenn Sie stillen


- Bei allen Patienten mit Bluthochdruck ist wegen des erhöhten Risikos schwerer Blutungen die Indikation für eine Hemmung der Blutgerinnung unter besonders sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko zu stellen.

- Eine besonders sorgfältige Überwachung der Phenprocoumon-Behandlung (-Dosierung) ist angezeigt, wenn das Arzneimittel nach Operationen angewendet wird, bei denen eine erhöhte Gefahr sowohl von Thrombosen als auch von Blutungen besteht (z. B. Entfernung eines Teils der Lunge [Lungenresektionen], Operationen der Harn- und Geschlechtsorgane, des Magens und der Gallenwege), ferner bei schwerer Herzkrankheit (dekompensierte Herzinsuffizienz), Blutgefäßverkalkung, hohem Blutdruck, leichterer Lebererkrankung (Hepatopathie), entzündlicher Blutgefäßerkrankung (Vaskulitis) sowie schwerer Zuckerkrankheit.

- Bei bestimmten Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom) ist die Wirkung des Arzneimittels verringert (vermehrte Ausscheidung des an Plasmaeiweiß [Albumin] gebundenen Wirkstoffes).

- Einspritzen in einen Muskel (intramuskuläre Injektion) darf unter Phenprocoumon-Behandlung aufgrund der Gefahr massiver Einblutungen in die Muskulatur nicht erfolgen. Beim Einspritzen unter die Haut (subkutane Injektion) ist das Risiko von Einblutungen deutlich geringer, Einspritzen in ein Blutgefäß (intravenöse Injektion) kann ohne Bedenken durchgeführt werden.

- Unter Phenprocoumon-Behandlung ist von Lumbalpunktionen (Punktionen des Wirbelkanals) und rückenmarksnahen Regionalanästhesien sowie anderen diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen mit der Möglichkeit unkontrollierbarer Blutungen abzusehen. Ohne Aufhebung (Antagonisierung) der gerinnungshemmenden Wirkung dürfen Angiographien (Blutgefäßdarstellungen nach vorheriger Injektion von Kontrastmitteln) während der Behandlung mit dem Arzneimittel nicht durchgeführt werden. Bei Patienten, bei denen eindringende (invasive) diagnostische Eingriffe vorgenommen werden, ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis zwischen Blutungsrisiko und wiederholter Blutgerinnselbildung (Rethrombose) abzuwägen.

- Überwachungsmaßnahmen: Eine regelmäßige Kontrolle der Wirkung von Phenprocoumon durch Bestimmung der Thromboplastinzeit (Gerinnungswert) ist unerlässlich. Die Gerinnung muss stets vor Behandlungsbeginn kontrolliert werden. In den ersten Behandlungstagen sind engmaschige (alle 1-2 Tage) Kontrollen angezeigt. Bei stabil eingestellten Patienten sind größere Intervalle zwischen den Kontrollen im Allgemeinen ausreichend (jedoch mindestens regelmäßig alle 3-4 Wochen), sofern keine abrupten Änderungen hinsichtlich Nebenmedikationen (zusätzliche Arzneimittel), Ernährungsgewohnheiten oder Allgemeinzustand (z. B. Fieber) vorliegen.

- Nach Verletzungen, wie z. B. infolge eines Unfalls besteht erhöhte Blutungsgefahr. Vermeiden Sie daher Tätigkeiten, die leicht zu Unfällen oder Verletzungen führen können.

- Informieren Sie den behandelnden Arzt oder Zahnarzt vor geplanten Eingriffen frühzeitig über die Einnahme des Arzneimittels, damit adäquate Gerinnungswerte zur Vermeidung einer erhöhten Blutungsgefahr durch Absetzen des Arzneimittels bzw. Dosisreduktion erreicht werden.

- Nach Abbrechen der Behandlung mit Phenprocoumon dauert es 7-10 Tage und länger, ehe sich die Gerinnungswerte normalisiert haben.

- Die gerinnungshemmende Wirkung von Phenprocoumon setzt mit einer Latenz von ca. 36-72 Stunden ein. Falls eine rasche Hemmung der Blutgerinnung erforderlich ist, muss die Therapie mit Heparin eingeleitet werden.

- Die Menstruationsblutung kann verstärkt und verlängert sein, stellt aber keine Gegenanzeige für das Arzneimittel dar. Bei außergewöhnlich starken und exzessiv verlängerten Blutungen oder Durchbruchblutungen sollte aber ein Frauenarzt zum Ausschluss einer organischen Verletzung aufgesucht werden.

- Bei abrupter Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Medikamenten oder Einnahme von Vitamin-K-haltigen Präparaten sowie bei zeitweise oder gleichzeitig bestehenden Erkrankungen (z. B. Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz) kann es zu einer veränderten Wirksamkeit von Phenprocoumon kommen. In diesen Fällen sollten Sie häufiger Gerinnungskontrollen vornehmen.

- Während der Behandlung mit dem Arzneimittel sollten Sie kein Phenylbutazon und Analoga anwenden.

- Akuter Alkoholgenuss verstärkt die Wirkung oraler blutgerinnungshemmender Arzneimittel. Bei gewohnheitsmäßigem Alkoholkonsum kann die gerinnungshemmende Wirkung des Arzneimittels herabgesetzt sein; bei chronischer Aufnahme von Alkohol und einer Leberfunktionseinschränkung kann es jedoch auch zu einer Wirkungsverstärkung kommen.

- Patienten, die ambulant mit Phenprocoumon behandelt werden, ist vom Arzt ein Ausweis, aus dem die blutgerinnungshemmende Behandlung ersichtlich ist, auszustellen.

- Diesen Ausweis müssen Sie stets bei sich tragen und bei jedem Arzt- und Zahnarztbesuch vorlegen.

- Bei Patienten, die mit dem Arzneimittel behandelt werden, sollten durch eine sorgfältige Diagnostik mögliche Grunderkrankungen, die mit Hautnekrosen einhergehen könnten, ausgeschlossen werden.

- Kinder: Zur Dosierung bei Kindern unter 14 Jahren liegt kein ausreichendes Erkenntnismaterial vor.

- Ältere Menschen: Bei Patienten älter als 60 Jahre, insbesondere bei Frauen dieser Altersgruppe, kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

- Es gibt keine Hinweise darauf, dass Phenprocoumon das Fahr- und Koordinationsvermögen beeinträchtigt.

- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Schwangerschaft:

- Phenprocoumon darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da es die Plazenta passiert und somit die Gefahr von Blutungen beim Ungeborenen (fetale Hämorrhagien) besteht.

- Außerdem ist die Anwendung während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Missbildungsrisiko behaftet (fetales Warfarin-Syndrom oder Warfarin-Embryopathie).

- Das Eintreten einer Schwangerschaft muss während der Therapie mit Phenprocoumon und im Zeitraum von 3 Monaten nach Beendigung der Einnahme sicher verhütet werden.

- Während der Stillzeit sollte das Arzneimittel nicht eingenommen werden. Phenprocoumon geht in die Muttermilch über, eine Verstärkung der Blutungsneigung beim Säugling (physiologische kindliche Hypoprothrombinämie) ist in Einzelfällen nicht auszuschließen.

- Ist eine Anwendung in der Stillzeit nicht zu vermeiden, sollten Säuglinge von mit Phenprocoumon behandelten Müttern Vitamin K1 erhalten.

Art/Weise:

- Tabletten einmal täglich morgens oder abends unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) einnehmen

Wechselwirkungen:

- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

- Aufgrund vielfacher Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln dürfen Sie während einer Behandlung mit dem Arzneimittel zusätzliche Medikamente grundsätzlich nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen oder absetzen.

- Die gleichzeitige Anwendung anderer Medikamente kann die Wirkung oraler Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel) wie diesem Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Deshalb sollte bei Ihnen, wenn eine zusätzliche medikamentöse Behandlung begonnen oder beendet wird, der Gerinnungsstatus besonders sorgfältig durch den behandelnden Arzt überwacht werden, um die Gefahren einer erhöhten Blutungsneigung bzw. Blutpfropfbildung rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.

- Eine klinisch bedeutsame Wirkungsverstärkung von Phenprocoumon mit erhöhter Blutungsneigung wurde nach gleichzeitiger Anwendung der folgenden Arzneimittel beobachtet:

  • Schmerz- und/oder Rheumamittel (Analgetika und/oder Antirheumatika): Acetylsalicylsäure, Piroxicam, selektive Cyclooxygenase-2-Hemmer (COX-2-Hemmer) der Wirkstoffgruppe der Coxibe (z. B. Celecoxib, Valdecoxib, Parecoxib), Leflunomid, Phenylbutazon und Analoga
  • Fibrate (Mittel gegen Fettstoffwechselstörungen)
  • Bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen): Chloramphenicol, Tetrazykline, Trimethoprim-Sulfamethoxazol und andere Sulfonamide, Cloxacillin, Erythromycin und Derivate, N-Methylthiotetrazol-Cephalosporinen und andere Cephalosporine (Cefazolin, Cefpodoxim-proxetil, Cefotaxim, Ceftibuten), oral verabreichte Aminoglykoside
  • Imidazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)
  • Triazol-Derivate (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)
  • Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht)
  • Disulfiram (Arzneimittel zur Anwendung bei Alkoholentziehungskuren)
  • Methyltestosteron und andere anabole Steroide (Hormone und hormonähnliche Arzneimittel)
  • Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen): Amiodaron, Chinidin, Propafenon
  • Schilddrüsenhormone
  • Ammoidin (Methoxypsoralen, Arzneimittel zur Behandlung der Schuppenflechte und anderer schwerer Hauterkrankungen),
  • trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen)
  • andere Substrate der Enzyme CYP2C9- und CYP3A4-Cytochrome
  • Zytostatika (Arzneimittel gegen Krebserkrankungen): Tamoxifen, Capecitabin
  • Eine Veränderung der Gerinnungsparameter und/oder Blutungen bei Patienten, die Capecitabin (Zytostatikum) zusammen mit Cumarin-Derivaten wie Warfarin oder Phenprocoumon einnahmen, traten innerhalb mehrerer Tage und bis zu mehreren Monaten nach Beginn der Behandlung mit Capecitabin auf, in wenigen Fällen auch innerhalb eines Monats nach Ende der Behandlung mit Capecitabin.
  • Arzneimittel, die die Plättchenaggregation hemmen oder zu Schleimhautschäden im Magen-Darm-Trakt führen, z. B. nicht-steroidale Antiphlogistika (bestimmte Schmerz- und Rheumamittel)
  • andere Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel): unfraktioniertes Heparin, niedermolekulare Heparine, Heparinoide, Hirudoide

- Eine Wirkungsabschwächung oraler Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel) wie Phenprocoumon wurde nach gleichzeitiger oder vorheriger Anwendung der folgenden Arzneimittel nachgewiesen:

  • Barbiturate (Gruppe von Arzneistoffen zur Behandlung von epileptischen Krampfleiden)
  • Corticosteroide (entzündungshemmende Arzneimittel; Arzneimittel zur Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen)
  • Diuretika (harntreibende Arzneimittel)
  • Digitalis-Herzglykoside (Arzneimittel gegen Herzmuskelschwäche)
  • Glutethimid (Schlaf- und Beruhigungsmittel) sowie Aminoglutethimid (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)
  • Rifampicin (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen)
  • Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von epileptischen Anfallserkrankungen)
  • 6-Mercaptopurin (Zytostatikum)
  • Thiouracil (Arzneimittel zur Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion)
  • Colestyramin (Arzneimittel gegen Fettstoffwechselstörungen)
  • Johanniskraut-haltige Arzneimittel
  • Vitamin-K-haltige Präparate

- Besondere Wechselwirkungen

  • Mehrfache Wechselwirkungen ergeben sich zwischen Phenprocoumon und Alkohol (Ethanol). Momentane (akute) Alkoholaufnahme verstärkt die Wirkung oraler Antikoagulantien, während dauernde (chronische) Alkoholaufnahme diese abschwächt. Bei chronischer Aufnahme von Alkohol und einer Leberfunktionsstörung kann es jedoch auch zu einer Wirkungsverstärkung kommen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung kann Phenprocoumon die Wirkung von Sulfonylharnstoffen (orale Antidiabetika [Arzneimittel zur Blutzuckerbehandlung]) verstärken (Gefahr der Unterzuckerung).
  • Bestimmte Verhütungsmittel (Estrogen/Progestogen-Kontrazeptiva) können die Ausscheidung (Clearance) von Phenprocoumon erhöhen, ohne die gerinnungshemmende Wirkung zu beeinflussen.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können!

 
   
 
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