Noctamid 2mg Tabletten 20 ST Nebenwirkungen: Packungsbeilage mit Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation
 
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Packungsbeilage Noctamid 2mg Tabletten 20 ST

 
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Noctamid 2mg Tabletten 20 ST
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Noctamid 2mg Tabletten 20 ST: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung, Wirkung und Indikation.

Menge:

20 ST

Hersteller:

Eurim Pharm Arzneimittel GmbH

Indikation:

Das Arzneimittel ist ein Schlafmittel. Der Wirkstoff Lormetazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine.
Es wird angewendet:

- zur Kurzzeitbehandlung der Schlaflosigkeit (gekennzeichnet durch erschwertes Einschlafen und häufiges nächtliches Aufwachen). Das Arzneimittel ist nur bei schwerwiegenden Schlafstörungen angezeigt, die den Patienten stark beeinträchtigen oder belasten.

- zur Beruhigung im Rahmen der Vorbereitung und Nachbehandlung bei chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen.

 

Hinweis:

Nicht alle Schlafstörungen bedürfen der Behandlung mit einem Schlafmittel. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch nicht-medikamentöse Maßnahmen oder eine gezielte Behandlung der Grundkrankheit beeinflusst werden.

 

 

Kontraindikation:

Darf nicht eingenommen werden:

- bei bestimmten Formen von Muskelschwäche (Myasthenia gravis),

- bei schwerer Atmungsinsuffizienz (z. B. schwerer chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung); Schlafapnoe-Syndrom,

- bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Lormetazepam, andere Benzodiazepine bzw. Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,

- bei bestehender oder zurückliegender Abhängigkeitserkrankung von Arzneimitteln, Alkohol und Drogen,

- bei akuten Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psycho-pharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium).

- von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre, abgesehen von der Anwendung vor diagnostischen oder operativen Maßnahmen (Anästhesiologie, Intensivmedizin).

Dosierung:

Hinweise:

- Die Dosierung und Anwendungsdauer müssen an die Erfordernisse des Einzelfalls angepasst werden. Hierbei sollten grundsätzlich möglichst niedrige Dosen eingenommen und die Behandlung kurz gehalten werden.

- Die Tabletten dieser Dosierungsstärke (2 mg) sollten nur dann zur Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt werden, wenn mit Dosen unter 2 mg keine zufriedenstellende Wirkung erzielt werden konnte.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

 

Bei Schlafstörungen:

Erwachsene nehmen im Allgemeinen 0,5 bis 1 mg Lormetazepam (also maximal 1/2 Tablette) ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen ein.

Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis vom Arzt ggf. auf bis zu 1 Tablette (entsprechend 2 mg Lormetazepam) gesteigert werden.

Patienten über 60 Jahre und Patienten mit geschwächtem Allgemeinzustand, besonders mit Atem- und Herz-Kreislauf-Störungen oder hirnorganischen Veränderungen erhalten zu Beginn der Therapie mit 0,5 mg Lormetazepam (niedriger dosierte Tablette verfügbar), bei unzureichender Wirkung kann eine vorsichtige Dosiserhöhung vorgenommen werden.

 

Zur Vorbereitung der Narkose (Prämedikation):

Je nach Alter, Gewicht und Allgemeinzustand des Patienten empfehlen sich für Erwachsene vor Untersuchungen oder chirurgischen Eingriffen an den Vortagen und am Vorabend des Eingriffs als Einzeldosis bis zu 1 Tablette (2 mg Lormetazepam). Am Tag des Eingriffs selbst - bis zu 1 Stunde vorher - erhalten die Patienten 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 1 bis 2 mg Lormetazepam).

Kinder, Jugendliche und Patienten im höheren Lebensalter, mit geschwächtem Allgemeinzustand, insbesondere mit Atem- und Kreislaufschwäche und hirnorganischen Veränderungen erhalten eine Einmaldosis von bis zu 1/2 Tablette (1 mg Lormetazepam).

Bei der Prämedikation erfolgt die Einnahme ca. 1 Stunde vor dem vorgesehenen chirurgischen oder diagnostischen Eingriff.

 

Dauer der Anwendung:

Die Dauer der Anwendung wird ebenso wie die Dosis durch den Arzt bestimmt. Grundsätzlich sollte möglichst niedrig dosiert und kurzfristig behandelt werden (Einzelgaben oder Beschränkung auf wenige Tage).

Bei chronischen Schlafstörungen richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Krankheitsverlauf. In solchen Fällen sollte der behandelnde Arzt nach zweiwöchiger täglicher Einnahme durch schrittweise Verringerung der Dosis überprüfen, ob eine Behandlung weiterhin angezeigt ist. Jedoch ist zu beachten, dass die Behandlungsdauer 4 Wochen nicht überschreiten sollte.

Bei längerer Anwendungsdauer (länger als 1 Woche) sollte beim Absetzen von Lormetazepam die Dosis schrittweise reduziert werden, weil nach plötzlichem Absetzen des Arzneimittels innere Unruhe und Erregung, Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände vorübergehend verstärkt wieder auftreten können.

 

Überdosierung:

Im Falle einer Überdosierung ist in jedem Fall unverzüglich ein Krankenhaus, ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) oder ein Apotheker um Rat zu fragen.

Wie bei anderen Benzodiazepinen bzw. Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen auch ist eine Überdosis in der Regel nicht lebensbedrohlich, es sei denn, sie war kombiniert mit weiteren zentral dämpfenden Wirkstoffen (einschließlich Alkohol). Wie in allen Fällen von Überdosierung eines Arzneimittels ist zu berücksichtigen, dass möglicherweise mehrere verschiedene Substanzen eingenommen wurden und dass Atemdepressionen sowie in seltenen Fällen ein Koma und äußerst selten auch der Tod eintreten kann. Besondere Aufmerksamkeit muss in der Intensivversorgung der Atmungs- und Herz-Kreislauf-Funktion gewidmet werden.

Symptome einer leichten Vergiftung sind Benommenheit, Müdigkeit, Unfähigkeit, Bewegung zu koordinieren (ataktische Symptome) und Sehstörungen. Die Einnahme höherer Dosen kann zu Tiefschlaf bis hin zur Bewusstlosigkeit, Atemdepressionen und erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) führen. Patienten mit leichteren Intoxikationssymptomen sind unter Überwachung zu halten, während sie schlafen, bis die Wirkung nachlässt. Nach Einnahme größerer Mengen des Arzneimittels ist binnen einer Stunde das Erbrechen herbeizuführen, wenn der Patient bei Bewusstsein ist, bzw. ist eine Magenspülung unter Kontrolle der Atemwege vorzunehmen, wenn der Patient bewusstlos ist. Wenn die Entleerung des Mageninhalts keinen Vorteil verspricht, ist Aktivkohle zu verabreichen, um die Wirkstoffaufnahme zu vermindern.

Weiterhin kann der Einsatz von Flumazenil als Antidot sinnvoll sein.

 

Vergessene Einnahme:

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Warten Sie bis zur nächsten Einnahme und nehmen dann nur die vom Arzt verordnete Dosis.

 

Behandlungsabbruch:

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B. wegen auftretender Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden! Beachten Sie insbesondere, dass nach längerer täglicher Einnahme von Lormetazepam durch plötzliches Absetzen der Behandlung sogenannte Absetzphänomene auftreten können. Daher sollten Sie die Behandlung niemals plötzlich, sondern durch schrittweise Verringerung der Dosis beenden.

 

 

 

 

 

 

Nebenwirkungen:

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

 

Mögliche Nebenwirkungen (mit Häufigkeitsangaben):

Die mit Häufigkeitsangaben versehenen Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien beobachtet (bei an 852 Patienten verabreichte Dosis).

 

Erkrankungen des Immunsystems:

Häufig: Quincke-Ödem (rasches Anschwellen der Haut und Schleimhaut, das zur Blockierung der Luftwege führen kann).

 

Psychiatrische Erkrankungen:

Häufig: Angstzustände, verminderte Libido.

 

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schwindel/Benommenheit, Sedierung, Schläfrigkeit, Aufmerksamkeits-störung, Gedächtnisverlust (Amnesie), beeinträchtigtes Sehvermögen, Sprach-störung, starke Beeinträchtigung der Geschmacksempfindung (Dysgeusie), verlang-samtes Denkvermögen.

 

Herzerkrankungen:

Häufig: Herzrasen (Tachykardie).

 

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Erbrechen, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Verstopfung (Konstipation), Mundtrockenheit.

 

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: starker Juckreiz.

Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria) und Hautausschlag (Exanthem).

 

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Gelegentlich: Beschwerden beim Wasserlassen (Miktionsstörungen).

 

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Gelegentlich: Kraftlosigkeit (Asthenie), Schweißbildung.

 

Verschiedene Systemorganklassen:

Schläfrigkeit tagsüber, emotionale Störungen, verminderte Wachsamkeit, Zerfahrenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschwäche, Bewegungs-unsicherheit (Ataxie) oder Doppeltsehen können - in den meisten Fällen zu Beginn der Behandlung - auftreten und klingen gewöhnlich bei wiederholter Einnahme ab.

 

Weitere mögliche Nebenwirkungen (ohne Häufigkeitsangaben):

- Abhängigkeit: Die Einnahme von Lormetazepam und anderen Benzodiazepinen kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit von diesen Wirkstoffen führen.

- Entzugserscheinungen: Wenn eine körperliche Abhängigkeit entstanden ist, wird ein plötzlicher Therapieabbruch Entzugserscheinungen hervorrufen. Mögliche Reaktionen sind extreme Angstzustände, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Kopf-schmerzen und Muskelschmerzen. In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: verfremdete Wahrnehmung der Umwelt (Derealisation), Störung/Verlust des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation), Halluzinationen, Kribbeln/Sensibili-tätsstörung in den Gliedmaßen (Parästhesien), Überempfindlichkeit gegen Licht, Lärm und Berührung, Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), epileptische Anfälle.

- Rebound-Schlaflosigkeit: Bei diesem vorübergehenden Syndrom, das nach Absetzen des Arzneimittels auftreten kann, treten dieselben Symptome, die Anlass zu einer Behandlung gaben, in verstärkter Form wieder auf.

- Psychiatrische und „paradoxe" Reaktionen: Reaktionen wie Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutanfälle, Alpträume, Halluzinationen, Psychosen, unangepasstes Verhalten und andere unerwünschte Verhaltenseffekte sind bei der Anwendung von Lormetazepam bekannt.

- Vorbestehende Depressionen können während der Benzodiazepin-Behandlung demaskiert werden. Bei diesen Patienten kann die Selbstmordgefahr steigen

- Amnesie: Lormetazepam kann eine vorübergehende Gedächtnisstörung (anterograde Amnesie) hervorrufen.

 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

 

 

 

Patientenhinweise:

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich bei Patienten:

- mit Störungen der Muskel- und Bewegungskoordination (zerebellaren und spinalen Ataxien),

- mit schlafbegleitendem Aussetzen der Atemfunktion (Schlaf-Apnoe-Syndrom),

- mit schwerer Atemnot (schwerer Ateminsuffizienz),

- mit erheblicher Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion,

- bei älteren Patienten und bei geschwächten Patienten (siehe besondere Patientengruppen) sowie bei Schwangeren und Stillenden

 

 

Vorsichtsmaßnahmen:

 

Gewöhnung: Nach wiederholter Anwendung über mehrere Wochen kann die sedierende Wirkung nachlassen.

 

Abhängigkeit:

Die Einnahme von Lormetazepam und anderen Benzodiazepinen bzw. Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit von diesen Wirkstoffen führen. Das Risiko der Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist erhöht bei Patienten mit Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Vorgeschichte. Deshalb wird Ihr Arzt eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung vornehmen, wenn bei Ihnen Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch vorgekommen ist.

 

Entzugssymptome:

Wenn eine körperliche Abhängigkeit entstanden ist, wird ein plötzlicher Therapieabbruch Entzugserscheinungen hervorrufen. Mögliche Reaktionen sind extreme Angstzustände, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Kopf-schmerzen und Muskelschmerzen. In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: verfremdete Wahrnehmung der Umwelt (Derealisation), Störung/Verlust des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation), Halluzinationen, Kribbeln-/Sensi-bilitätsstörung in den Gliedmaßen (Parästhesien), Überempfindlichkeit gegen Licht, Lärm und Berührung, Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), epileptische Anfälle.

Es gibt Hinweise darauf, dass bei Benzodiazepinen bzw. Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen mit kurzer Wirkdauer schon innerhalb des Dosierungsintervalls Entzugserscheinungen auftreten können, insbesondere bei hohen Dosen. Bei Lormetazepam ist dies unwahrscheinlich, da seine Eliminationshalbwertszeit rund zehn Stunden beträgt. Jedoch können bei Umstellung auf Lormetazepam nach langer und/oder hochdosierter Einnahme eines Benzodiazepins bzw. Benzodiazepin -ähnlichen Wirkstoffes mit deutlich längerer Wirkdauer Entzugserscheinungen auftreten.

 

Rebound-Schlaflosigkeit:

Nach Absetzen des Arzneimittels kann vorübergehend Schlaflosigkeit in verstärkter Form wieder auftreten. Da das Risiko von Entzugserscheinungen und Rebound-Effekten nach einem plötzlichen Therapieabbruch höher ist, ist die Dosierung zum Therapieende schrittweise zu verringern. Bitte informieren Sie Ihren Arzt , wenn dieselben Symptome, die Anlass zu einer Behandlung gaben, in verstärkter Form wieder auftreten.

 

Amnesie:

Lormetazepam kann vorübergehende Gedächtnisstörung (anterograde Amnesie) hervorrufen. Diese tritt in der Regel in den ersten Stunden nach Einnahme des Medikaments auf. Um das Risiko einer vorübergehenden Gedächtnisstörung zu verringern, ist darauf zu achten, dass Sie Gelegenheit haben, nach der Einnahme 7-8 Stunden ohne Unterbrechung durchzuschlafen.

 

Psychiatrische und „paradoxe" Reaktionen:

Reaktionen wie Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutanfälle, Alpträume, Halluzinationen, Psychosen, unangepasstes Verhalten und andere unerwünschte Verhaltenseffekte sind bei der Anwendung von Benzodiazepinen bzw. Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen bekannt. Bei ihrem Auftreten ist die Behandlung nicht fortzusetzen.

Die Wahrscheinlichkeit derartiger Reaktionen ist bei Kindern und älteren Menschen sowie bei Patienten mit organischem Hirnsyndrom erhöht. Lormetazepam wird nicht zur primären Behandlung psychotischer Erkrankungen empfohlen. Schlafstörungen in Verbindung mit Depressionen sind nicht allein mit Lormetazepam zu behandeln.

Vorhandene Depressionen können während der Benzodiazepin-Behandlung demas-kiert werden. Bei diesen Patienten kann die Suizidgefahr steigen.

 

 

Besondere Patientengruppen:

Bei älteren Patienten und bei geschwächten Patienten, besonders mit hirnorgani-schen Veränderungen, Herz-Kreislauf- oder Atem-Störungen sowie mit Leber- oder Nierenerkrankungen, sollte der behandelnde Arzt zu Beginn der Behandlung vorsichtig dosieren, um mögliche Überdosierungen zu vermeiden (siehe Dosierungsanleitung). Weiterhin sollten den Patienten unter Berücksichtigung der spezifischen Lebenssituation (z. B. Berufstätigkeit) genaue Verhaltensanweisungen für den Alltag gegeben werden.

Die Anwendung von Benzodiazepinen kann in Folge von Nebenwirkungen wie Störungen der Gleichgewichtsregulation und Bewegungskoordination (Ataxie), Muskelschwäche, Schwindel, Benommenheit, Schläfrigkeit und Erschöpfung zu einer erhöhten Sturzgefahr führen. Deshalb wird besondere Vorsicht bei der Behandlung älterer Menschen empfohlen.

Patienten mit chronischer Atemnot: bei Patienten mit chronischer Atemnot ist die Dosis zu reduzieren, da die Gefahr von Atemdepressionen besteht.

Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz: Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz wird empfohlen, Benzodiazepine nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden, da sie Symptome einer Hirnhautentzündung (Enzephalopathie) verstärken können.

Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz: bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Lormetazepam mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, und Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, weil dieses Arzneimittel auch bei bestim-mungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern kann, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Daher sollten das Führen von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeitenwährend der ersten Tage der Behandlung unterbleiben. Wurde Lormetazepam zur Vorbereitung eines diagnostischen Eingriffs eingesetzt, sollte sich der Patient danach nur in Begleitung nach Hause begeben und sich nicht aktiv am Straßenverkehr beteiligen.

 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

 

 

 

 

 

Schwangerschaft:

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Schwangerschaft:

Während der Schwangerschaft und Entbindung sollte Lormetazepam nur, wenn aus medizinischen Gründen unbedingt erforderlich, eingenommen werden, da keine Erfahrungen einer Anwendung von Lormetazepam bei schwangeren Frauen dokumentiert sind.

Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft über längere Zeit Benzodiazepine eingenommen haben, können eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Diese Kinder zeigen nach der Geburt Entzugssymptome.

Wenn Sie während der Behandlung mit Lormetazepam schwanger werden möchten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er über die Weiterführung oder den Abbruch der Behandlung entscheiden kann.

Wenn aus zwingenden Gründen Lormetazepam in hohen Dosen während der Schwangerschaft oder während der Geburt verabreicht wird, sind Auswirkungen auf das Neugeborene wie Atemdämpfung, erniedrigte Körpertemperatur, niedriger Blutdruck und Trinkschwäche (floppy infant syndrome) zu erwarten.

Das Fehlbildungsrisiko bei der Einnahme therapeutischer Dosen von Benzo-diazepinen in der Frühschwangerschaft scheint gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko für Gaumenspalten ergaben. Fallberichte über Fehlbildungen und geistige Retardierung von vor der Geburt exponierten Kindern nach Überdosierungen und Vergiftungen liegen vor.

Stillzeit:

Lormetazepam geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (höchstens 0,35% der mütterlichen Dosis), daher sollte Lormetazepam in der Stillzeit nicht angewendet werden. Wenn wiederholte oder hohe Dosierungen von Lormetazepam in der Stillzeit zwingend indiziert sind, ist abzustillen bzw. das Stillen zu unterbrechen.

 

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art/Weise:

Zum Einnehmen.

Zur Behandlung von Schlafstörungen erfolgt die Einnahme ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen mit etwas alkoholfreier Flüssigkeit (z.B. ein Schluck Wasser).

Die Einnahme sollte nicht auf vollen Magen erfolgen, da sonst mit verzögertem Wirkeintritt und - abhängig von der Schlafdauer - mit verstärkten Nebenwirkungen am nächsten Morgen gerechnet werden muss.

 

 

Wechselwirkungen:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Arzneimittel (wie Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel, Narkosemittel und Antihistaminika) kann es zu einer wechselseitigen Verstärkung der Wirkung kommen.

Lormetazepam kann die Wirkung von muskelerschlaffenden Mitteln (Muskelre-laxanzien) verstärken.

Da bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln stehen, - wie z. B. Mitteln gegen hohen Blutdruck (Antihypertonika), Beta-Rezeptorenblockern, herzwirksamen Glykosiden, Medikamenten, die zur Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt werden (Methylxanthinen), Antibabypille (Antikonzeptiva) und einigen Antibiotika - Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher voherseh-bar sind, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Lormetazepam Vorsicht geboten.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

 

Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Während der Behandlung mit Lormetazepam sollte kein Alkohol getrunken werden, da dieser die Wirkung von Lormetazepam in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken kann.

 

 

 
   
 
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