Wer ständig dazu neigt auf der Arbeit tagsüber müde zu sein und vielleicht sogar schnarcht ist kein Einzelfall: Schätzungen zufolge sollen in Deutschland fast 16 Millionen Menschen unter diesem berufsbedingten Schlafmangel leiden.
Ausgelöst wird dieser Schlafmangel, der auch zu ernsthaften chronischen Schlafstörungen führen kann, durch Doppelbelastungen in Job und Privatleben. Wer nach zwölf Stunden Arbeit noch familiären Verpflichtungen oder der Arbeit im Haushalt nachgeht, riskiert langfristig seine Gesundheit. Auch Probleme auf der Arbeit, wie z.B. Ärger mit dem Chef, können einem dauerhaft den Schlaf rauben.
Dabei führt langfristiger Schlafmangel oftmals zu Gesundheitsproblemen, die vor allem das Herz-Kreislauf-System betreffen. Bluthochdruck ist hierbei keine Seltenheit. Wer chronisch müde ist, ist nicht nur gereizt, sondern auch wenig belastbar und kaum leistungsfähig im Job - weiterer Stress ist vorprogrammiert.
Leider bieten die heutigen Arbeitsstrukturen wenig Möglichkeit dem Stress entgegenzuwirken. etwa durch verlängerte Mittagspausen, in der der Körper sich regenerieren könnte. Stattdessen würden sich viele mit Nikotin und Koffein über den Tag retten um dann nach Feierabend den Stress mit nach Hause zu nehmen. Wer auf Alkohol zur Stressbewältigung setzt, ist an der falschen Adresse. Dieser erleichtere zwar das Einschlafen, wirkt sich jedoch negativ auf die Tiefschlafphasen aus - und das ganze geht von vorne los.
Am besten begegnen Sie dem Stress mit Bewegung nach Feierabend und einem geregelten Tagesablauf. Wichtig zu wissen ist, dass sich Schlafdefizite nicht durch ausgiebiges Ausschlafen am Wochenende nachholen lassen. Auch unter der Woche bringe es laut Schlafexperten nichts, wenn Sie ins früher ins Bett gehen ohne überhaupt müde zu sein. Wer über mehrere Wochen unter Schlafproblemen leidet, sollte diesbezüglich dringend einen Spezialisten aufrufen um Gesundheitsproblemen vorzubeugen.