Ein Spruch besagt: „Eifersucht ist eine Sucht, die mit Eifer sucht was Leiden schafft.“
Gerade in der Partnerschaft ist Eifersucht ein großer Streitpunkt und hat schon so manche Beziehung beendet. Immer häufiger erfahren wir in den Nachrichten von Gewalttaten, die aus Eifersucht entstehen. Doch nicht nur in der Beziehung stellt die Eifersucht ein Problem dar. Auch unter Geschwistern oder Freunden tritt sie auf. Wenn die kleine Schwester in der Schule besser ist als der Bruder oder wenn der Mann mehr Zeit vorm PC verbringt als mit seiner Ehefrau.
Aber wie entsteht sie eigentlich, die Eifersucht?
Die meisten Menschen denken, dass Eifersucht durch andere ausgelöst wird, etwa durch unseren Partner und sein Handeln. Doch dabei sind wir es selbst, die der Auslöser sind. Gründe dafür sind häufig ein zu starkes Besitzdenken und hinzukommende Selbstzweifel. Die betroffenen Personen, die von der Eifersucht geplagt sind, haben die Annahme, die volle Aufmerksamkeit und Liebe von ihrem Partner bekommen zu müssen. Sie glauben selbst, sie seien nicht genug für den anderen und haben so lebhafte Phantasien und Geschichten im Kopf, die zur Eifersucht führen. Kommt der eigene Partner nur 15 Minuten später nach Hause als normal, malen sie sich gleich aus, er sei fremd gegangen. Ein Infragestellen dieser Theorie kommt für die Betroffenen selbst dann nicht mehr in Frage. Sie machen ihrem Partner Vorwürfe, kontrollieren ihn oder lauern ihm sogar heimlich auf oder belauschen ihn. Erklärungen des Partners und Versuche, die Unschuld zu beweisen sind hier meist zwecklos, so groß ist die Eifersucht.
Was können Sie gegen krankhafte Eifersucht tun?
Damit diese Eigenschaft nicht zum Beziehungskiller wird, sollten Sie von sich aus gegen die Eifersucht angehen. Machen Sie sich klar, dass Sie nicht durch Ihren Partner oder sein Verhalten ausgelöst wird, sondern durch Sie selbst. Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen, das ist das beste Medikament zur Bekämpfung von Eifersucht. Sehen Sie das Verhalten Ihres Partners nicht als Ablehnung und erwarten Sie nicht immer mehr Aufmerksamkeit von ihm. Damit bewirken Sie genau das Gegenteil, Sie engen ihn ein. Wenn ihr Selbstbewusstsein steigt, werden Sie sich selbst wieder mehr lieben und attraktiver finden. Dadurch sehen Sie in anderen Personen keine Konkurrenz mehr. Wichtig ist ebenso, dass Sie sich eigene Hobbys suchen, die Sie nicht mit Ihrem Partner teilen. Auch ein eigener Freundeskreis kann weiter helfen, um das Bewusstsein zu stärken und die Abhängigkeit vom Partner und das Besitzdenken über ihn zu lockern.
Wenn es doch zwischendurch wieder zu Phantasien kommt, seien Sie realistisch. Inwieweit trifft die Phantasie auf Tatsachen zu? Sehen Sie neue Freunde von sich und Ihrem Partner nicht als Rivalen an. Haben Sie Vertrauen zu sich und zu Ihrem Partner, das ist die wichtigste Basis für eine glückliche Beziehung.