Je älter wir werden, desto dunkler werden unsere Zähne. Kaffee, Tee, Nikotin oder Rotwein verfärben unsere Zähne so stark, dass tagtägliches Putzen nicht mehr ausreicht, um die ursprüngliche Färbung wiederherzustellen. Der Griff zu Zahnpasten oder Spülungen für weißere Zähne reicht nur bei den wenigsten aus, um die Verfärbungen rückgängig zu machen. Wenigstens enthalten sie keine schmirgelnden Partikel mehr, die mit der Zeit den Zahnschmelz abscheuern.
Hausmittel wie Backpulver oder Zitronensaft können dagegen den Zähnen mehr schaden als nutzen. Backpulver enthält Natriumhydrogencarbonat, das den Zahnschmelz allmählich abschleift. Dadurch werden die Zähne kurzfristig tatsächlich weißer. Ist der Zahnschmelz weggerieben, sehen die Zähne sofort wieder gelblich aus, weil das Dentin sichtbar wird.
Was bleibt, um die Zähne strahlend weiß zu bekommen, ist eine professionelle Zahnreinigung. Wer einmal jährlich den Zahnarzt aufsucht, erreicht zusätzlich eine bessere Zahngesundheit. Personen ohne Zahnerkrankungen sind meistens geeignet für das Bleichen der Zähne mit Wasserstoffperoxyd.
Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder die Zähne werden durch nächtliches Tragen einer mit Bleichgel gefüllten Aufbissschiene zu Hause gebleicht. Oder der Patient begibt sich in die Zahnarztpraxis und lässt sich alle oder einzelne Zähne mit einer höheren Konzentration des Mittels aufhellen.
Die effizienteste Form des Bleichens ist das sogenannte „Power Bleaching“. Neben dem bleichenden Mittel wird dabei eine Lichtquelle eingesetzt, welche eine starke Aufhellung in kürzester Zeit ermöglicht. Um das Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse zu schützen, werden diese sorgfältig abgedeckt.
Nach der Anwendung sollte Färbende Speisen und Getränke gemieden werden, um den Zahnschmelz nicht zusätzlich zu belasten. Nach 48 Stunden ist diese Gefahr bereits überwunden.
Bleachings kosten zwischen 250 und 100 Euro und werden nicht von den Krankenkassen übernommen.