Die schlechte Nachricht erst einmal vorweg: es gibt nach den heutigen medizinischen Erkenntnissen noch kein geeignetes Mittel um den Heilungsprozess wirksam zu beschleunigen. Die Gute, man kann dem fiesen Muskelschmerz durchaus vorbeugen.
Wie entsteht Muskelkater?
Muskelkater entsteht nach akuter Überanstrengung der Gelenke, z.B. wenn ein untrainierter Mensch einfach mal zwei Stunden Dauerlauf ausprobiert. Diese Bewegungsabläufe sind für den Neu-Sportler noch ungewohnt, es bilden sich minimale Risse im Muskelgewebe. Diese entzünden sich und schwellen an- und wir fühlen den unangenehmen Dehnungsschmerz, der im Volksmund eben als Muskelkater bekannt ist. Da dieser Prozess ein Weilchen dauert, tut es häufig auch erst am nächsten Tag richtig weh.
Und was dann?
Wir wissen nun also im Groben, warum uns die Gelenke schmerzen. Kann man denn wirklich gar nichts dagegen tun? Viele raten, dann erst recht bewegen, um die Muskeln wieder zu lockern. Hilft aber leider nachgewiesener Maßen nichts. Tatsächlich kann sich der Betroffene bestimmt angenehmere Aktivitäten vorstellen, als erneut die wunden Muskeln zu benutzen. Es bleibt also nur die Möglichkeit, die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Helfen wird garantiert ein warmes, entspannendes Bad oder ein Gang in die Sauna. Massagen, so verlockend sie auch sind, sind nur eingeschränkt empfehlenswert, da es denn überspannten Muskeln nicht immer gut tut, wenn sie auch noch stark durchgeknetet werden. Linderung versprechen außerdem durchblutungsfördernde Sportsalben, die man in jeder Apotheke bekommen kann. Helfen sollen auch mineralstoffreiche Getränke, wie z.B. Rheumatee, die viel Natrium und Magnesium enthalten.
Wie kann Muskelkater vorgebeugt werden?
Zunächst einmal sollte man im Eifer des Gefechtes nicht übertreiben, das heißt, wenn Sie schon lange keinen regelmäßigen Sport mehr getrieben haben, gehen Sie es langsam an. Gewöhnen Sie Ihren Körper wieder an die ungewohnte Bewegung. Aufwärmen ist dabei das absolute Non plus Ultra, denn erwärmte Muskeln sind dehnbarer. Dazu eignet sich vorm Joggen z.B. ein wenig hüpfen oder vor dem Kraftsport 20 Minuten auf das Ergometer. Abschließend nach dem Sport dehnen Sie Ihren Körper noch, aber Vorsicht: auch hier können Sie sich überdehnen! Danach noch warm/kalt zu duschen, das regt die Durchblutung an und hilft den Muskeln sich zu regenerieren.