Medikamentenrezepte gibt es in rot, blau, gelb und grün. Wenn Sie sich unsicher sind, erfahren Sie hier, was die Rezepte bedeuten.
Die Farbe hat vor allem Bedeutung für die Apotheken, die Art der Abrechnung und die Gültigkeitsdauer.
Das rote Rezept kommt am häufigsten vor. Es ist drei Monate gültig und die Krankenkasse erstattet die Medikamente, sofern man sie innerhalb eines Monats abholt. Dann fallen nur fünf bis zehn Euro Gebühren pro Arzneimittel an.
Blaue Scheine sind meist Privatrezepte für Privatpatienten. Gesetzlich versicherte Patienten erhalten ein blaues Rezept, wenn die Versicherung das verschriebene Medikament nicht bezahlt. Die Antibabypille wird beispielsweise vollständig selbst bezahlt. Die blauen Rezepte sind drei Monate gültig.
Gelbe Rezepte werden streng kontrolliert, weil sie Betäubungsmittel beinhalten. Sie bestehen aus drei Blättern, die beim Arzt, bei der Apotheke und bei der Krankenkasse verbleiben. Sie müssen innerhalb von acht Tagen, einschließlich des Ausstellungsdatums, eingelöst werden.
Grüne Rezepte beinhalten Empfehlungen der Ärzte. Sie müssen komplett selbst bezahlt werden und sind unbegrenzt gültig. Darauf empfohlene Medikamente sind nicht verschreibungspflichtig und können auch unabhängig von der Empfehlung erworben werden.