Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA,) rät dringend davon ab, bei Augenerkrankungen wie Jucken oder Rötungen zu Augentropfen zu greifen, die sich noch von früheren Krankheiten in der Hausapotheke befinden. Das Problem dabei ist zum einen, dass die Tropfen nach dem Öffnen nur begrenzt haltbar sind und zum anderen ist die Ursache der Probleme oftmals unklar. Oft handelt es sich um einen Fremdköper wie Schmutz oder Staub, häufig auch um ein Virus. Wenn dies die Ursache der Entzündung ist, bringen Antibiotika überhaupt nichts.
Im Gegenteil, ein Antibiotikum hilft nur gegen die Bakterien, die beim unbedachten Einsatz von derartigen Mitteln resistent werden können. Würden beispielsweise kortisonhaltige Tropfen angewendet, können die Folgen fatal sein, da Kortison den Augeninnendruck ansteigen lässt und die körpereigen Abwehrkräfte schwächt. Schlimmstenfalls kann eine Linsentrübung oder grüner Star die Folge von unbedachter Anwendung sein. Es ist immer ratsam, Beschwerden am und im Auge von einem fachkundigen Augenarzt überprüfen zu lassen.
Natascha N., 23.02.2012