Sonnenschein macht heiter und sorgt dafür, dass unsere Knochen und Zähne gesund bleiben. Die UVB-Strahlung im Sonnenlicht startet in unserem Körper einen Prozess: die Bildung von Vitamin D.
Leider funktioniert die Vitamin D-Produktion ohne die Sonne nicht. So litten Bergbauarbeiter zu Beginn des 19. Jahrhunderts besonders unter einem Vitamin D-Mangel, der das Knochenskelett destabilisier, sprich: die Knochen weich macht. Kleinkinder und Säuglinge sind besonders gefährdet, einen Vitamin D-Mangel zu erleiden. Neben Babynahrung und Muttermilch sollten diese zusätzlich spezielle Vitamin D-Präparate zu sich nehmen.
Aber Vitamin D sorgt nicht nur für gesunde Knochen. Ihm wurde ein positiver Einfluss auf den Muskelaufbau nachgewiesen. Gleichzeitig verringert es das Risiko für eine Krebserkrankung sowie Erkrankungen des Immunsystems wie der Multiplen Sklerose. Ein Allheilmittel? Könnte man glauben, denn ein Vitamin D-Mangel erhöht z.B. auch das Risiko für die typischen Zivilisationserscheinungen Bluthochdruck, Herzinfarkt und Diabetes mellitus, will man in Studien herausgefunden haben. Außerdem soll Vitamin D für Infektionen schützen.
Ein Spaziergang bei Tageslicht sorgt oft schon für eine ausreichende Vitamin D-Produktion m Körper. Allerdings lässt die Produktion im Alter nach, so dass es mit etwas Tageslicht nicht immer getan ist. Da es schwierig ist, über die Nahrung ausreichend Vitamin D zuzuführen, kann man in diesem Fall auf Vitamin D-Präparate setzen. Diese sollten jedoch nur in Absprache mit einem Arzt genommen werden. Eine Überdosierung führt zu vermehrter Kalzium-Ablagerung, die Gefäßschäden, u.a. auch in Herz, Nieren und Lunge, hervorrufen kann. Den Gang ins Solarium sollte man für die ausreichende Vitamin D- Versorgung lieber vermeiden, schließlich ist die künstliche Sonne noch immer mit einem erhöhten Risiko an Hautkrebs zu erkranken verbunden.