Übergewichtige Kinder leiden häufiger an Angst- und Schlafstörungen, Depressionen und dem Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Den Angaben der Gmünder Ersatzkasse (GEK) zufolge, treten solche psychischen Störungen bei fettleibigen Kindern im Vergleich zu normalgewichtigen Kindern bis zu drei mal häufiger auf. Zu dieser Erkenntnis kam die GEK durch Auswertung der Daten von etwa 157 000 Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren.
Die Rate der übergewichtigen Kinder mit Depressionen und Schlafstörungen war sogar um 85 Prozent erhöht. Aber auch die stark erhöhte Rate der Kinder mit Angststörungen (70 Prozent) und ADHS (40 Prozent) gibt zu denken. Des Weiteren zeigte die Auswertung, dass das Vorhandensein psychischer Störungen der übergewichtigen Kinder ab dem Pubertätsalter zunahm. Aufgrund dieser Erkenntnisse sehen die Wissenschaftler nun die Notwendigkeit einer zusätzlichen, psychologischen Betreuung der übergewichtigen Kinder.