Fertigprodukte haben einen ziemlich schlechten Ruf. Tiefkühlkost ist jedoch oft besser als gedacht. Vor allem empfindliche Lebensmittel wie Beeren, Brokkoli oder Erbsen behalten ihren Vitamingehalt auch gefroren, weil sie direkt nach der Ernte schockgefroren werden. Das geschieht meist ohne Zusatzstoffe, doch wer sicher gehen möchte, kann sich an der Liste der Zusatzstoffe orientieren. Tiefkühlkost kann deshalb sogar gesünder als frisches Obst und Gemüse sein, das lange im Supermarkt oder Kühlschrank gelagert wurde.
Wichtig ist es, Tiefkühlprodukte nicht auftauen zu lassen, damit sie nicht labberig oder zäh werden oder sich darin Keime entwickeln können. Daher sollten Tiefkühlprodukte nicht länger als 30 Minuten und im Sommer zehn Minuten außerhalb der Gefriertruhe gelagert werden.
Tiefkühlware ist einwandfrei, wenn beispielsweise das Gemüse einzeln durchgefroren ist und nicht in Klumpen in der Tüte liegt. Die Bildung von Eiskristallen deutet darauf hin, dass die Kühlkette unterbrochen wurde und die Lebensmittel später zäh und trocken schmecken. Die Tüte darf also nicht knistern, wenn sie geschüttelt wird. Bei Garnelen, Fischfilets, Krabben und Muscheln muss die Aufschrift „glasiert“ auf der Packung zu finden sein. Das garantiert, dass Sauerstoff eingedrungen sein könnte, der die Ware schneller verdirbt.
Durchsichtige Verpackungen, Ware, die das Haltbarkeitsdatum überschritten hat, nicht bei mindestens -18 Grad gelagert wurde oder in der Kühltruhe zu hoch lag, sollten gemieden werden.