Jeder Sportler kennt dieses unangenehme Ziehen in der Seite. Auch erfahrene und fleißige Läufer sind vor fiesen Seitenstichen nicht bewahrt, denn oft reicht eine kleine Unachtsamkeit in der Atmung aus, um dem flüssigen Lauf ein Ende zu setzen. Für die Schmerzen, die bei Seitenstichen entstehen, sind vermutlich die Bänder, die das Zwerchfell fixieren, verantwortlich. Durch einen unregelmäßigen Atmungsrhythmus kann es zu einer Verkrampfung dieser Bänder kommen. Auch wenn noch nicht ganz sicher wissenschaftlich geklärt wurde, wie Seitenstiche entstehen, gibt es ein paar Tipps, wie man ihnen vorbeugen kann:
- Das richtige Lauftempo
Normalerweise wird einem Anfänger immer geraten, das Lauftempo so zu halten, dass man sich dabei noch ohne Probleme unterhalten kann. Dennoch sollte man vielleicht zunächst auf die Unterhaltung während des Laufens verzichten, denn auch wenn man sehr langsam läuft, wirkt sich ein nebenbei geführtes Gespräch auf die Atmung aus. Es ist besser, wenn man als Anfänger zuerst versucht, seinen eigenen Rhythmus zu finden und sich erst dann nach einem geeigneten Laufpartner umsieht. Auch dann ist es wichtig, sich während des Laufens hauptsächlich auf eine gleichmäßige Atmung zu konzentrieren. Ob man sich nebenbei noch unterhalten kann, ist dabei von Person zu Person unterschiedlich.
- Die richtige Atmung
Neben der Regelmäßigkeit der Atmung ist auch die Intensität von Bedeutung. Man sollte immer tief in den Bauch einatmen und genauso bewusst wieder ausatmen.
- Die richtige Dehnung
Wenn einen die Seitenstiche erst einmal plagen, dann wird man sie meistens nicht so schnell wieder los. Vor allem wenn man versucht, während einer Dehnung weiterzulaufen. Aus diesem Grund sollte man für eine Dehnung eine kurze Laufpause einlegen. Die sogenannte Flankendehnung, bei der ein Arm über dem Kopf zur entgegengesetzten Seite zieht, hilft am ehesten bei Seitenstichen. Außerdem kann die Pause dazu genutzt werden, den Atmungsrhythmus zu normalisieren.