Die gängige Meinung, dass Männer besonders belastungsfähig sind, kann durch eine neue Studie aus Dänemark wiederlegt werden. Die Forscher stellten fest, dass Stress bei Männern die Sterblichkeit um 30 Prozent erhöht. Gestresste Männer sterben demnach häufiger an Erkrankungen der Atemwege, ihr Herzinfarkt-Risiko ist 1,5 mal so hoch und sie verüben sechsmal so oft Selbstmord wie ihre ungestressten Geschlechtsgenossen. Bei Frauen verkürzt Stress die Lebenserwartung nicht.
Unklar ist allerdings weiterhin, ob Stress und psychische Anspannung selbst chronische Krankheiten auslösen können oder aber die Entstehung von chronischen Krankheiten begünstigen. Lange Arbeitszeiten und Anspannung während der Arbeit können indirekt auf die Gesundheit wirken, indem sie zum Sportverzicht und Zigarettenkonsum führen. Falls Stress tatsächlich direkter Auslöser oder Verstärker chronischer Krankheiten ist, sind Maßnahmen zur Stressbewältigung absolut sinnvoll, um die Lebenserwartung gestresster Männer wieder zu erhöhen. Stress vermeiden lohnt sich auf jeden Fall, da Stress unbestritten das Wohlbefinden und die Lebensqualität negativ beeinflussen.
Tipps gegen Stress
Ein schnelles, wirksames Mittel gegen Stress ist Bewegung. Oft reichen bereits fünf Minuten, in denen man an der frischen Luft spazieren geht. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, die Muskulatur löst und entspannt sich und man ist abgelenkt. Und auch wenn Ihnen vor lauter Stress nicht zum Lachen zumute ist: Denken Sie an eine witzige oder besonders schöne Situation in Ihrem Leben, die Sie lächeln lässt. Ihre psychische Anspannung wird sich dadurch verringern und Sie werden sich sofort besser fühlen.