Kinder, die gestillt wurden, werden seltener übergewichtig als Kinder, die in ihren ersten Lebensmonaten mit der Flasche ernährt wurden. Dies zeigte eine europäische Studie an 934 Kindern.
Den Ergebnissen der Studie zufolge fällt der Anteil an übergewichtigen Kindern bei den Stillkindern um 25 Prozent geringer aus als bei Kindern, die mit einem Muttermilchersatz gefüttert wurden. Des Weiteren stellten die Forscher fest, dass die Ernährung mit der Flasche bei den Säuglingen zwar zu einer schnellen Gewichtszunahme, aber zu einem verhältnismäßig langsamen Anstieg der Körpergröße führt. Das unausgewogene Verhältnis zwischen Gewichtszunahme und Körperwachstum begünstigt schließlich die Entstehung von Übergewicht.
Die gestillten Babys wiesen hingegen ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Gewichtszunahme und Körperwachstum auf, sie wuchsen zwar etwas langsamer als die Flaschenkinder, legten aber auch nicht so rasch an Gewicht zu.
Die Forscher entdeckten darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen der Ernährung mit einem besonders eiweißreichen Muttermilchersatz und der Entstehung von Übergewicht. So konnten die Forscher feststellen, dass Babys, die eine Ersatzmilch mit einem niedrigeren Eiweißgehalt bekamen, wesentlich langsamer an Gewicht zunahmen, als Babys, die mit einer besonders eiweißreichen Milch ernährt wurden. Daher prüfen die Forscher nun, ob die Ernährung mit einer eiweißärmeren Milch möglicherweise der Entstehung von Übergewicht vorbeugen kann.