Menschen, die gute Laune haben, nehmen von ihrem Umfeld mehr wahr, als schlecht gelaunte Personen. Einer Studie des kanadischen Forschers Taylor Schmitz zufolge, achten gut gelaunte Menschen auch auf Details, während schlechte Laune für den sogenannten Tunnelblick sorgt.
Der Forscher und sein Team hatten den Testteilnehmern Bilder vorgelegt, in deren Vordergrund Dinge zu sehen waren, die positive Gefühle hervorrufen sowie auch Bilder, die nachweislich zu negativer Stimmung verleiten. Im Hintergrund der Fotos befanden sich Gebäude. Alle Probanden wurden dazu aufgefordert, sich auf den Vordergrund der Bilder zu konzentrieren. Während die Probanden die Fotos anschauten, zeichneten die Forscher deren Gehirnaktivität auf. Besonderes Augenmerk legten die Forscher dabei auf zwei bestimmte Bereiche des Gehirns: Der Bereich, welcher für die Erkennung von Gesichtern verantwortlich ist und der Bereich, der auf Hintergründe und räumliche Anordnungen anspricht.
Durch Auswertung der Ergebnisse konnten die Forscher dann feststellen, dass bei den Personen, die Bilder mit positiven Dingen wie etwa Kleinkindern gesehen hatten, beide Gehirnbereiche aktiv waren, während bei den anderen Probanden nur der Teil des Gehirns angesprochen wurde, welcher für die Erkennung der Gesichter verantwortlich ist. Somit gehen die Forscher davon aus, dass Glücksgefühle das Gesichtsfeld des Menschen erweitern und so für eine gesteigerte Wahrnehmungskraft sorgen.