Ständiger Lärm hat negative Auswirkungen auf Herz & Verstand, und verschlechtert zudem das Langzeitgedächnis. Jährlich sterben Zehntausende Menschen an den Folgen von Dauerlärm. So sind bis zu 3% der tödlichen Herzanfälle auf die Belastung durch Verkehrslärm zurückzuführen. Weltweit sterben rund 7 Millionen Menschen an dem sogenannten ischämischen Herzkrankheiten, zu denen unter anderem Durchblutungsstörungen der Herzaterien, Angina pectoris und Koronarthrombose gehören. Nach Angaben des Fachmagazins "New Scientist" kann Lärm die Ursache für bis zu 200.000 Herzinfarkte sein, doch der Krach schadet nicht nur dem Herzen, er hat auch Auswirkungen wie zum Beispiel Hörschäden wie Tinnitus oder Schwerhörigkeit.
Auch Schlafstörungen sind ein häufig beobachtetes Symptom. Selbst die Kleinsten bleiben davon nicht verschont, denn eine schwedische Untersuchung zeigte das Lärm auch den schulischen Leistungen nicht grade zu Gute kommt. Die Wissenschftler konnten belegen das Kinder, die in einer lauten Umgebung leben mehr Schwierigkeiten mit dem Lernen hatten, als solche die mit ruhigerer Umgebung. So stellten die Forscher fest, das sich das Langzeitgedächnis von Kindern die in der Umgebung des Flughafens Riem lebten, sich nach seiner Schließung um bis zu 25 % verbessert hatte. Umgekehrt war eine Verschlechterung der Gedächnisleistung der Schüler zu beobachten die in der Nähe des neuen Münchner Flughafens lebten. Als Grenze zu möglichen Hörschäden gilt in der Medizin eine Lautstärke von 85 Dezibil.
Die Schmerzgrenze befindet sich bei 120-130 Dezibel, was in etwa der Lautstärke eines in 100m Entfehrnung startenden Düsenjets entspricht. Üblicherweise herrschen in Wohnungen 40-50 Dezibel, in Büros sind es bis zu 65 Dezibel, und im Straßenverkehr sind 85 Dezibel keine Seltenheit. Ein Presslufthammer hat eine Lautstärke von gut 100 Dezibel- Diskotheken und Rockkonzerte rund 110!