Schon solche Kleinigkeiten wie schlechte Witze oder der ständige Kampf um die Lieblingstasse können den Spaß an der Arbeit verderben. Viel häufiger müssen sich aber die deutschen Büroarbeiter mit ernsteren Problemen am Arbeitsplatz abmühen. Mobbing, Karrierefrust, Angst vor der Kündigung oder Leistungsdruck tragen am häufigsten dazu bei, dass die Arbeit zur Hölle wird.
Umfragen zufolge sind immer mehr deutsche Schreibtischarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz unglücklich. Nur zwölf Prozent der Büroarbeiter haben eine positive emotionale Bindung an ihr Unternehmen. Die Mehrheit (68 Prozent) geht ohne Enthusiasmus ihren Pflichten nach. Bis 20 Prozent der Mitarbeiter haben ihrem Betrieb innerlich gekündigt.
Die Ergebnisse der Umfrage, die durch das Meinungsforschungsinstitut durchgeführt wurden, finden die Experten für beunruhigend. Die Unzufriedenheit im Büro hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Vor allem das schlechte Betriebsklima macht den Arbeitern zu schaffen. Ein besonders großes Problem ist Mobbing. Fast jeder achte Mitarbeiter wird von seinen Kollegen oder Vorgesetzten schikaniert, ungerecht behandelt oder durch ständige Wutausbrüche terrorisiert. Die meisten Fälle von Mobbing kommen vor allem im öffentlichen Dienst und in Sozialeinrichtungen sowie in mittleren und kleineren Betrieben vor, wo das Personalmanagement nicht genug entwickelt ist. Die größeren, modernen Konzerte versuchen hingegen dem Mobbing vorzubeugen, indem sie zum Beispiel unter den Mitarbeitern anonyme Befragungen durchführen, um auf diese Weise herauszufinden, welche Probleme und Konflikte im Unternehmen auftauchen.