Während andere sich freiwillig der Sonneneinstrahlung aussetzen um etwas Farbe zu bekommen, gibt es in Deutschland rund 2,5 Millionen Beschäftigte, die während ihrer Arbeitszeit acht oder mehr Stunden der Sonne ausgesetzt sind. Dazu gehören vor allem Beschäftige in der Baubranche und Land- und Forstwirtschaft. Aber auch im Dienstleistungssektor sind Beschäftige betroffen – so. z.B. Schornsteinfeger, Gebäudereiniger und Erzieherinnen.
Wer sich über Jahre intensiv der Sonne aussetzt hat aufgrund der ultravioletten Strahlungsanteile im Sonnenlicht ein vielfach erhöhtes Hautkrebsrisiko. Schon jetzt befindet sich Hautkrebs mit 140.000 Neuerkrankungen pro Jahr unter den ersten fünf der häufigsten Krebserkrankungen – Tendenz steigend. Begünstigt wird diese Entwicklung durch vermehrten Aufenthalt im Freien und somit erhöhter UV-Belastung. Wer also nicht nur auf schmerzhaften Sonnenbrand verzichten will, sondern auch noch langfristig etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte geeignete Schutzmaßnahmen auch auf der Arbeit ergreifen.
Erste Informationen über die Sonneneinstrahlung bekommen Sie natürlich, wenn Sie zum Himmel blicken. Sicherer ist es jedoch das deutsche UV-Messnetz im Internet unter ww.bfs.de zu konsultieren. Dort können Sie auf einer UV-Karte für Deutschland die derzeitige Strahlungsintensität für Ihre Region ablesen und anschließend passend mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen darauf reagieren.
Den besten Schutz vor der Sonne bieten immer noch Sonnenschirme und -Segel. In der Freizeit ist ihr Gebrauch selbstverständlich, aber auch auf der Arbeit sollten Sie nicht auf diese einfachen Hilfsmittel verzichten. Meistens ist es gar nicht so schwer, an den Arbeitsplätzen im Freien, sei es auf Baugerüsten oder an Verkaufsständen, durch einfache Abdeckungen Schatten zu bieten. Sollten Sie berufsbedingt Fahrzeuge wie Busse, Bahnen, Traktoren oder ähnliches nutzen müssen, ist es wichtig, dass die Fenster der Fahrzeuge UV-Strahlung absorbieren.
Ist es dennoch nicht möglich, Sonnenschutz auf diesem Wege zu gewährleisten, kann die verbesserte Organisation von Arbeitsabläufen über den Tag hinweg helfen. Das bedeutet, dass so viele Tätigkeiten wie möglich im Schatten erledigt werden, aber auch auf die Tageszeiten Rücksicht genommen werden sollte. So ist die Strahlenbelastung um die Mittagszeit am höchsten, Arbeiten in der prallen Sonne sollten dann möglichst vermieden werden.
Je wärmer es wird, desto weniger Kleidung möchte man am Leibe tragen. Doch gerade die Kleidung bietet Schutz vor der gefährlichen Strahlung, sofern sie den Körper gut bedeckt. Textilien, die für diesen Zweck am besten geeignet sind und einen trotzdem nicht ins Schwitzen kommen lassen, gibt es mittlerweile zuhauf. Wichtig ist auch die Kopfbedeckung! Dabei ist es egal, wie diese aussieht – am besten aber mit Schirm oder breiter Krempe.
Nicht zu vergessen: Die Sonnenschutzcreme. Neben einem hohen Lichtschutzfaktor sollte sie vor allem einen wasserfesten Schutzfilm bilden, falls man auf der Arbeit ins Schwitzen gerät.
Last but not least: die Sonnenbrille. Durch extreme Helligkeit und die Sonneneinstrahlung kann die Hornhaut geschädigt werden. Wenn Sie eine Sonnenbrille tragen beugen Sie Schädigungen wie der „Schneeblindheit“ oder langfristigen Folgen wie dem grauen Star vor. Überdies werden Sie weniger geblendet, was immer wieder zu Unfällen führt.