Bei einigen Menschen treten ausschließlich am Arbeitsplatz gesundheitliche Beschwerden wie Reizungen der Augen-, Nasen- und Rachenschleimhaut, Kopfschmerzen, Atemwegsbeschwerden, allergische Reaktionen, Müdigkeit oder Abwehrschwächen auf. Schuld daran kann das sogenannte Sick-Buiding-Syndrom (SBS) sein, welches durch schlechte und mit Schadstoffen belastete Luft im Inneren von Gebäuden ausgelöst wird. Als Kriterium für das Vorliegen von SBS gilt, dass etwa 25 Prozent der spezifischen Beschwerden auftreten.
Die Auslöser von SBS sind vielfältig. Zum einen kann eine unzureichende Lüftung zu den Beschwerden führen, aber auch eine Innenraumbelastung durch Gase, Staub, Biozide oder flüchtige organische Verbindungen aus Farben und Teppichen können im Zusammenhang mit den Symptomen von SBS stehen. Weitere mögliche Auslöser sind Milben, Schimmelpilze sowie Bakterien und deren Ausscheidungen, die zumeist aus schlecht gewarteten Klimaanlagen stammen. Einige Betroffene sehen auch den Elektrosmog durch den Computer und Kopiergeräte sowie das Passivrauchen als Ursache ihrer Beschwerden.
Noch ist unklar, inwieweit psychosoziale Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung des Sick-Building-Syndroms haben. Eine vierjährige Studie zu dem Thema der Universität Jena brachte jedoch zum Vorschein, dass die Beschwerden in Zusammenhang mit bestimmten psychosozialen Faktoren gehäuft auftreten.