Die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln erhöht einer aktuellen Studie zufolge das Selbstmordrisiko bei alten Menschen.
Forscher der Gothenburg-Universität hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den Zusammenhang zwischen Selbstmord bei Senioren und der Einnahme von Schlaf- und Beruhigungstabletten genauer zu untersuchen. Zunächst stellten die Forscher fest, dass ältere Menschen, die regelmäßig psychoaktive Mittel einnahmen, ihrem Leben vierzehn mal häufiger ein Ende setzen als Senioren, die keine solchen Medikamente einnahmen. Als die Forscher die Personen aus ihren Berechnungen ausgrenzten, bei denen allgemeine psychische Störungen zu dem Suizid geführt hatten, ergab sich immerhin noch ein vierfach erhöhtes Risiko.
Als Erklärung für die Ergebnisse gaben die Forscher an, dass die psychoaktiven Substanzen möglicherweise ein aggressives, unkontrolliertes Verhalten bei den Patienten verursachen und deren Hemmschwelle dadurch deutlich sinken könnte. Außerdem sei es laut den Forschern auch nicht auszuschließen, dass eine Überdosis des jeweiligen Präparats einen Suizid zur Folge haben könne.