Oft fängt es nach dem 40. Geburtstag an; die Buchstaben der Zeitung verschwimmen, die Packungsangaben im Supermarkt können nicht mehr entziffert werden, denn das Auge weigert sich zunehmend. Ein Prozess, der schleichend, aber kontinuierlich voranschreitet. Verantwortlich für die Altersweitsichtigkeit ist die nachlassende Elastizität des Auges, das sich so schlechter an wechselnde Entfernungen anpassen kann; eine Lesebrille muss her!
Sich ständig verschlechternde Augen erfordern immer eine neue Anpassung der Brillengläser – eine kostspielige Angelegenheit. Viele greifen daher gerne zu einer günstigen Lesebrille aus dem Supermarkt. Solange die Augen keine unterschiedliche Sehstärke vorweisen und Augenkrankheiten ausgeschlossen werden können ist dagegen nichts einzuwenden. Trotzdem empfiehlt sich zuvor der Besuch bei einem Augenarzt.
Kurzsichtige im Vorteil…
…zumindest, wenn ihre Kurzsichtigkeit einen Dioptrienwert von minus drei nicht übersteigt. Die Sehstärke wird bei Ihnen zunächst besser, Sie können länger auf die Lesebrille verzichten. Stark Kurzsichtige stehen jedoch vor dem Problem beide Sehfehler - Kurz- und Altersweitsichtigkeit - ausgleichen zu müssen. Die unbequeme Lösung: Zwei Brillen - eine für nah, eine für fern. Die weitaus bequemere, aber gleichzeitig umso kostspieligere Variante ist die Gleitsichtbrille. Die Gleitsichtgläser sind jedoch gewöhnungsbedürftig, manch einer wird sich leider nie daran gewöhnen können. Auch Kontaktlinsen, eine weitere Korrektur-Variante, werden für viele Menschen mit zunehmendem Alter problematisch.
Wer weiterhin auf Brille und Kontaktlinsen verzichten möchte, kann seinen Sehfehler operativ beheben lassen. Das Laserverfahren wird bereits bei vielen, jungen Fehlsichtigen erfolgreich angewendet, für Altersweitsichtige lassen jedoch noch Langzeitergebnisse auf sich warten. Bei letzteren wird in der Regel nur ein Auge behandelt, so dass ein Auge auf den Fernbereich optimiert bleibt, das andere für den Nahbereich. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, auf künstliche Augenlinsen zurückzugreifen, sogenannte Intraokularlinsen, die eigentlich für die Behandlung des grauen Stars eingesetzt werden. Sie haben den Vorteil, dass sie bei Bedarf getauscht werden können.