Viele Eltern gehen direkt von einer Lernstörung aus wenn das eigene Kind ein- oder zweimal schlechte Noten mit nach Hause bringt. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall. Erst wenn der Leistungsabfall sich über mehrere Monate hinzieht, sollt man das Gespräch mit den Lehrern und dem Kinderarzt suchen.
Der Arzt schließt zunächst körperliche Ursachen für die Lernstörung aus, denn häufig ist es so, dass Kinder sich in der Schule verschlechtern, wenn sie Probleme mit dem Hören oder dem Sehen haben. Wenn diese Ursachen ausgeschlossen sind, können verschiedene andere Umstände zu einer Lernstörung führen. Psychische Belastung ist eine häufige Ursachen. Diese kann durch Situationen im schulischen oder familiären Umfeld entstehen.
Eine allgemeine Lernstörung oder Lernbehinderung besteht jedoch in den seltensten Fällen. Ein Symptom hierfür ist die Überforderung des Kindes in allen Fächern und die fehlende Fähigkeit Verknüpfungen herzustellen. Auch dann sollte man zunächst das Gespräch mit den Lehrern suchen. Diese können gegebenenfalls eine Empfehlung geben, wie man das Kind weiterhin unterstützen kann. Auch die kostenlose Beratung beim Schulpsychologen oder Erziehungsberatungsstellen können Eltern in Anspruch nehmen.