Die Erfindung des elektrischen Lichtes hat, verbunden mit vielen anderen Faktoren, neben wichtigen Fortschritten leider auch zu einem bedauerlichen Rückschritt im Leben der Menschheit geführt dem Mangel an Schlaf. Laut Umfragen sehnt sich heutzutage jeder zweite Deutsche nach mehr Nachtruhe. Er ist also zu einem wahren Luxus geworden.
Paradoxerweise arbeiten wir alle mehr was noch weniger Schlaf mit sich bringt um uns ganz andere Luxusgüter leisen zu können. Die Folgen können Depressionen, Schwächung des Immunsystems und auch eine erhöhte Neigung zur Fettleibigkeit sein. Außerdem steigt das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Wahrlich Gründe genug, um herauszufinden wieviel Schlaf man eigentlich braucht. Probieren Sie also, z. B. während einer Urlaubswoche, ruhig einmal aus bei welcher Schlafdauer Sie am ausgeruhtesten sind. Das Schlafbedürfnis an sich ist natürlich individuell immer etwas verschieden, wobei der Durchschnitt in Europa sich um 7 Stunden herum bewegt. Allerdings hatte sich die Schlafzeit der Testpersonen eines Experiments in abgedunkelten Schlafkammern bei ca. 8 Stunden eingespielt.
Vielleich ist dies ja auch Ihr Schlafbedürfnis, ohne das Sie es wissen?
Entscheidend ist neben der Länge aber auch die Qualität Ihres Schlafes und die können sie selbst mit einfachen Regeln verbessern:
- Sorgen Sie für Ruhe im Schlafzimmer. Bücher, Fernseher oder gar Arbeitsunterlagen haben hier nichts zu suchen. Das Schlafzimmer sollte auch wirklich (fast nur) zum Schlafen da sein.
- Zwingen Sie sich nicht einzuschlafen, aber halten Sie feste Bettzeiten und Einschlafrituale ein. Kaffe, Alkohol und Nikotin verursachen einen "leichteren" Schlaf, der nicht so erholsam ist. Wer nicht ganz auf diese Suchtmittel verzichten kann, sollte zumindest versuchen sie eine gewisse Zeitspanne vor dem Einschlafen beiseite zu lassen (Kaffee 4, Alkohol 3 und Nikotin 1 Stunde vor dem Schlafengehen).
- Sollten Sie nachts aufwachen und nicht wieder einschlafen können, versuchen Sie nichts zu erzwingen. Stehen Sie lieber auf und lesen Sie beispielsweise bis die Müdigkeit wieder groß genug ist und sollten Sie einen Partner haben, der Sie nicht gerade zum Teufel jagt wenn Sie Ihn oder Sie mitten in der Nacht wecken, gibt es ja durchaus weitere schöne Aktivitäten, die wunderbar entspannend sein können.
- Bei Müdigkeit tagsüber halten Sie wenn möglich ein Nickerchen. Am besten 20 bis 30 Minuten nach dem Mittagessen, aber nur wenn Sie abends keine Einschlafschwierigkeiten haben.
- Bei längeren Einschlafproblemen versuchen Sie, mit einer Verlegung Ihrer Schlafzeit wieder durchzuschlafen. Sollten die Probleme anhalten, suchen Sie aber bitte einen Facharzt auf.
In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!