Viele Erwachsene unterschätzen das Risiko, an Scharlach zu erkranken. Doch die weitläufig als „Kinderkrankheit“ bekannte Erkrankung kann Menschen in jedem Alter treffen. Zwar tritt sie bei Kindern häufiger auf, doch auch Erwachsene können davon betroffen sein. Vor allem, wenn sie viel mit Kindern zu tun haben oder eine Scharlacherkrankung im unmittelbaren persönlichen Umfeld vorausging. Bei Scharlach ist es besonders wichtig, die Symptome früh zu erkennen und einen Arzt aufzusuchen. Denn je früher man mit der Behandlung beginnt, desto schneller tritt eine Besserung ein und desto niedriger ist das Risiko, dass Folgeerkrankungen wie zum Beispiel rheumatisches Fieber oder schwere Nierenentzündungen auftreten.
Viele denken bei starken Halsschmerzen, die mit Fieber und Gliederschmerzen einhergehen, an eine Mandelentzündung, doch spätestens, wenn sich Schüttelfrost und ein kleinfleckiger Hautausschlag zu den Symptomen gesellen, ist die Wahrscheinlichkeit, an Scharlach erkrankt zu sein, groß. Dieser kleinfleckige Hautausschlag tritt bei Kindern häufig zunächst in der Leistengegend auf und weitet sich dann über den ganzen Körper aus. Auch das Gesicht wird dabei meist nicht verschont. Der Bereich um den Mund bleibt jedoch in der Regel weiß. Weitere Anzeichen von Scharlach sind ein deutlich gerötete Zunge sowie angeschwollene Schleimhäute.
Um es erst gar nicht zu diesen fortgeschrittenen Symptomen kommen zu lassen, ist es wichtig, dass man bereits bei ersten Anzeichen wie starken Halsschmerzen und Fieber einen Arzt aufsuchen und diese nicht als harmlosen grippalen Infekt deuten. Denn auch wenn Scharlach noch nicht ganz ausgebrochen ist, kann es bereits durch einen Schnelltest beim Arzt nachgewiesen werden. Dieser verordnet im Falle einer Erkrankung ein Antibiotikum zur Bekämpfung der bakteriellen Krankheitserreger. Eine schnelle Behandlung hat nicht nur den Vorteil, dass es einem nach einem Tag schon wieder deutlich besser geht und man bereits 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikum-Einnahme nicht mehr ansteckend ist, sondern führt auch dazu, dass man vor gravierenden Folgeerkrankungen, die bei Nichtbehandlung eintreten können, besser geschützt ist.