Wer kennt das nicht: Im Geschäft gegenüber hat jemand die gut geputzte Glastür übersehen und läuft mit Anlauf dagegen oder im Fitnessstudio kann jemand mit der Geschwindigkeit des Laufbands nicht mehr mithalten und fällt rückwärts runter. Wenn nichts Ernsthaftes passiert ist, kann kaum einer von uns mit der Schadenfreude hinterm Berg halten.
Viele versuchen es zu unterdrücken, weil sie meinen, man sollte sich nicht am Leid anderer erfreuen. Jetzt wurde jedoch herausgefunden, dass das Gegenteil der Fall ist. Schadenfreude ist neben Vorfreude das Gefühl, dass sich am positivsten auf unser Befinden auswirkt, weil es spontan für Entspannung sorgt.
Der Grund dafür ist, dass Schadenfreude hilft, sich von anderen Leuten zu distanzieren oder sich mit anderen auf eine Stufe zu stellen. Der Triumph-Moment wird daher auch vermehrt durch junge Personen empfunden, die einen Fehltritt einer älteren Person als Befreiungsschlag für die eigene Identität sehen.