Wer seine Muskeln längerer Inaktivität aussetzt, verringert ihre Kraft. Dieses Phänomen wird als Sakropenie bezeichnet und kann sowohl bei älteren, als auch bei jüngeren Personen eintreten. Problematisch wird es für Ältere, weil das Phänomen für sie zu einem weit reichenden Problem werden kann, während Jüngere ihre Muskeln nach beispielsweise erkältungsbedingter Mangelbewegung schnell wieder aufbauen können,
Schreitet die Sarkopenie weiter voran, stört sie das Gleichgewicht und beeinträchtigt die Alltagsaktivitäten betroffener Personen. Ältere Menschen setzen sich der Gefahr aus, Behinderungen zu entwickeln, die ihre Eigenständigkeit und Mobilität einschränken können. Die Einweisung in Pflegeheime erfolgt in 50 Prozent der Fälle aufgrund eines fortgeschrittenen Muskelschwunds. Ältere Menschen werden durch mangelnde Bewegung zu schwach, um zu gehen, Treppen zu steigen oder aufzustehen und benötigen professionelle Hilfe und Pflege.
Das Phänomen kann als Volkskrankheit bezeichnet werden, da mehr als die Hälfte der 80-Jährigen und über 40 Prozent der über 75-Jährigen von dem Syndrom betroffen sind.
Um diesem Schicksal vorzubeugen, Stürze zu verhindern und seine Selbstständigkeit zu bewahren, ist Bewegung der richtige Weg. Der Körper baut die Muskelmasse ab dem 30. Lebensjahr allmählich ab. Dieser Entwicklung kann mit regelmäßigem Training sehr gut vorgebeugt werden, sodass ein über 70-Jähriger die gleiche Kraft haben kann wie ein Mittdreißiger, wenn er langjährig und angemessen trainiert.
Eine weitere Ursache für starken Muskelabbau kann eine Mangelernährung sein. Es fehlt den Betroffenen an Proteinen aus der Nahrung. Der Bedarf steigt bei älteren Personen an und muss mit der richtigen Ernährung gedeckt werden.