Rückenschmerzen - das Volksleiden Nr. 1. Nicht wenige Berufe beinhalten das tägliche Heben und Tragen schwerer Gegenstände, die nicht selten Muskel- und Skeletterkrankungen wie z.B. eben jene Rückenschmerzen nach sich ziehen. Dies muss nicht notwendigerweise nur im Baugewerbe der Fall sein, viele andere Berufsgruppen sind ebenso betroffen.
Ulrike Meinhoff ist 42 Jahre alt und Krankenschwester. Zu Ihren Aufgaben gehört auch das Ankleiden und Umbetten der Patienten. Nicht selten sind die Patienten kaum mehr in der Lage, dabei körperlich mitzuhelfen - Frau Meinhoff musste die Last alleine tragen. Nach 22 Berufsjahren war ihr Rücken dadurch kaum noch belastbar, sie litt unter ständigen Gelenkschmerzen und war nicht mehr in der Lage, ihre üblichen Arbeitsabläufe normal auszuführen. Ihrer Gesundheit zuliebe musste sie die Arbeit im Krankenhaus aufgeben - ein Fall unter vielen, der unter „berufsbedingten Muskel- und Skelett Erkrankunge“ abgelegt wird. Die Ursachen dieser Schmerzen sind vielfältig und reichen von fehlender Muskulatur bis hin zu durch Stress ausgelösten Verspannungen.
Natürlich können verbesserte Arbeitsbedingungen und optimierte Arbeitsabläufe zu einer Entlastung des Rückens beitragen, doch auch Sie selbst können etwas tun. Die richtigen Hebe- und Tragetechniken sind dabei von entscheidender Bedeutung:
Wenn Sie etwas vom Boden aufnehmen wollen, ist es vor allem wichtig, dass sie die Last möglichst nah an den Körper bringen, um den Schwerpunkt der Wirbelsäule nicht zu verschieben. Anschließend gehen Sie in die Hocke und behalten dabei den Rücken gerade. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen den Gegenstand aus dem Stand hoch zu wuchten.
Sollten Sie Knieprobleme haben, gehen Sie soweit in die Hocke wie es möglich ist und stellen sich dabei leicht gebeugt über den zu hebenden Gegenstand, danach gilt wie immer Rücken gerade halten, Bauchnabel einziehen, Rückenmuskeln anspannen und gleichzeitig aus den Beinen und dem Oberkörper die Last anheben.