Er war das Highlight eines jeden Buffets, der Räucherlachs. Eine teure Delikatesse, die man sich selten, aber gerne gönnte. Mittlerweile ist der Fisch zu einem Massenprodukt avanciert, vergleichbar mit Käse, der in jedem Discounter günstig zu kaufen ist. Doch um der steigenden Nachfrage gerecht werden zu können, muss auch in größeren Mengen und zu Lasten der Qualität produziert werden. Frühzeitig verdorbener Lachs, kann ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen. Es kann schon mal vorkommen, dass er bereits vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verkeimt ist und überdies bestimmte Bakterien enthalten kann, die Fehlgeburten oder Hirnhautentzündungen auslösen können, wie Untersuchungen in den vergangenen Jahren zeigten. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat nun einige Tipps zusammengestellt, die Sie beachten sollten, wenn Sie auf den Verzehr von Räucherlachs nicht verzichten möchten.
1. Der richtige Fisch
Wildlachs ist zwar teurer, als der gängige Zuchtlachs, aber auch erheblich schadstoffärmer. Achten Sie auf das blaue, ovale MSC-Siegel auf der Verpackung, das steht für eine Bestands- und umweltschonende Fischerei.
2. Lagerung und Transport
Achten Sie genau darauf, dass die auf der Verpackung angegebene Kühltemperatur eingehalten wird. Dazu gehört auch, die Transportdauer so kurz wie möglich zu gestalten. Ist eine Packung erst einmal geöffnet, verzehren Sie den Fisch zügig.
3. Mindesthaltbarkeitsdatum
Schon beim Kauf, sollten Sie auf das Verbrauchsdatum achten. Am besten verzehren Sie den Fisch schon einige Zeit vor Ablauf der Haltbarkeit. Riecht oder schmeckt der Lachs bereits beim Öffnen unangenehm, können Sie ihn mithilfe des Kassenbons reklamieren.
4. Wer sollte auf Lachs verzichten?
Da verdorbener Lachs bestimmte krankheisterregende Bakterien enthalten kann, sollten besonders anfällige Gruppen, wie immungeschwächte Menschen, schwangere Frauen und Kleinkinder, vorsichtig sein und gegebenenfalls lieber auf den Verzehr von geräuchertem Lachs verzichten.