Ohne Proteine ist kein Leben möglich. Proteine, auch als Eiweiße bekannt, sind aus Aminosäuren gebaute Moleküle. Sie befinden sich in nahezu allen Zellen, verleihen selbigen Struktur und erfüllen viele essentielle Funktionen im Stoffwechsel. Auch für die Aufrechterhaltung unseres Immunsystems und für etliche andere lebenswichtige Funktionen ist unser Körper auf Eiweiß angewiesen. Der Zellaufbau sowie die Produktion von Hormonen und Enzymen, die Übertragung von Nervenimpulsen, der Transport von Sauerstoff und Fetten - all das wäre unmöglich ohne Eiweiß. Eine ausgewogene und gleichmäßige Zufuhr von hochwertigem Eiweiß ist dafür unerlässlich.
Eiweiß: Die Wertigkeit macht´s
Zunächst unterscheidet man pflanzliches- und tierisches Eiweiß. Ersteres stand lange Zeit in dem Ruf schlechter verwertbar zu sein. Eine Behauptung, die sich mittlerweile als haltlos herausgestellt hat. Pflanzliches Eiweiß ist besonders in Hülsenfrüchten sowie in Gemüse- und Getreidesorten zu finden. Linsen, Erbsen und Bohnen liefern gute Proteine, Gemüse wie Brokkoli oder Erbsen ebenso. Als besonders hochwertig gilt das Mehl der Süßlupine. Dieses, aus den Kernen der Lupine gewonnene Mehl, verfügt über acht essentielle Aminosäuren. Es verfügt über ein ähnliches Potential wie die Sojabohne, die ebenso gut verwertbares Eiweiß liefert.
Pflanzliches Eiweiß- Tierisches Eiweiß
Tierisches Eiweiß erfüllt seinen Zweck ebenso wie pflanzliches. Auch diese Art von Eiweiß liefert - in Maßen genossen - Energie und sorgt für Zellgesundheit. Aber während im Fleisch, rund 50 Prozent für den Körper verwertbare Stoffe enthalten sind, sind es in der pflanzlichen Alternative ganze 90 Prozent. Außerdem liefern pflanzliche Proteine bis zu 20 verschiedene Aminosäuren. Da kann das tierische Protein nicht mithalten.
Das größte Manko ist, dass das Fleisch über sehr viel Fett verfügt, das mit einem hohen Anteil an ungesunden, gesättigten Fettsäuren einhergeht. Zu diesen gesättigten Fettsäuren gehört im Übrigen auch Cholesterin. Zuviel Cholesterin kann zu Arteriosklerose führen, das sich an den Gefäßwänden ablagert und letztlich zu einer Verengung der Blutgefäße führt. Außerdem fördert eine hohe Zufuhr von tierischen Proteinen die Ausscheidung von Calcium. Dies wiederum kann zu Knochenabbau und Osteoporose führen. Der Verzehr von großen Mengen gesättigter Tierfette belastet die Gesundheit in vielfältiger Art und Weise. In Maßen genossen ist Fleisch sicherlich eine Bereicherung auf dem Speiseplan. Jedoch sollte dringend auf Herkunft und Qualität des Fleisches geachtet werden. Billiges Fleisch, oftmals in Massentierhaltung produziert, ist nicht selten vollgepumpt mit Antibiotika und Wachstumshormonen. Des Weiteren haben diese Tiere selten ein angenehmes Dasein, was sich auch in der Qualität des Endproduktes wiederspiegelt.
Auch Seetiere wie Fisch, Muscheln und Krabben sind eine Quelle hochwertigen Eiweißes. Durch die Verschmutzung der Meere sind sie aber häufig stark belastet mit Stoffen, deren Zersetzung dem Körper viel abverlangt.
Vegetarische Ernährungsweise bringt viele Vorteile
Unzählige interessante Studien haben belegt, dass pflanzliches Eiweiß auf Grund seiner Zusammensetzung viele Vorteile mit sich bringt. Reich an ungesättigten Fettsäuren verfügt es über alle Vorteile, ohne dabei den Körper durch Cholesterin und Co. zu belasten. Wer sich pflanzlich ernährt, mindert die Wahrscheinlichkeit seinen Körper zu übersäuern, vermeidet unzählige Giftstoffe und leistet ganz nebenbei einen Beitrag gegen Missstände wie Klima- und Umweltzerstörung und Hungersnot. Neueste Erkenntnisse haben auch gezeigt, dass Vegetarier nicht nur gesünder, sondern auch häufig schlanker sind! Der Grund hierfür ist erstaunlich einfach: Sie leben einfach gesünder!
Natascha N., 15.02.2012