Immer mehr Menschen ziehen es vor, mehrere Partner gleichzeitig zu haben und immer weniger haben ein Problem damit. Dieser Trend, bei dem es zu sogenannten Dreiecks- oder Vierecksbeziehungen kommt, wird fachsprachlich als Polyamorie-Bewegung bezeichnet. Menschen, die dieser Bewegung angehören, führen gleichzeitig Beziehungen mit mehreren Partnern, die wiederum eventuell auch untereinander Intimitäten austauschen und jeweils über das Verhältnis zu dem Anderen Bescheid wissen.
Natürlich kann es in einer solch lockeren Beziehungsform zu Eifersucht kommen. Für viele ist es ein schwerer Weg, ihre Besitzansprüche aufzugeben. In der Tat kann ein solches Beziehungsmodell auch nur funktionieren, wenn alle Beteiligten stetig darum bemüht sind, ihre Aufmerksamkeit gerecht zu verteilen und die Gefühle des anderen nicht zu verletzen. Daher müssen in einer solchen Beziehung klare Absprachen getroffen und Regeln erstellt werden, an die sich jeder zu halten hat.
Polyamor lebende Menschen möchten ihre Unabhängigkeit jedoch nicht missen und propagieren ihre Art der Beziehung mit den Argumenten, dass bei ihnen keine Langeweile aufkäme und sie nicht unter monotonen Beziehungen leiden müssten.