Viele halten es schlichtweg nicht für möglich, dass das eigene Bewusstsein Krankheiten schneller heilen oder Schmerzen lindern kann. Doch durch wissenschaftliche Tests zur Wirkung des Placebo-Effekts ist erwiesen, dass gerade in Schmerztherapien eine deutlich bessere Wirkung erzielt werden kann, wenn der Patient besonderes Vertrauen in die Behandlungsform setzt.
Bei einem Test mit gesunden Teilnehmern wurde herausgefunden, dass sie bei der gleichen Dosierung eines Schmerzmedikaments unterschiedlich stark auf einen immer gleichbleibenden Schmerzreiz reagierten, wenn ihnen unterschiedliche Informationen über die Dosierung des Mittels gegeben wurden.
Auch zeitgleiche Untersuchung mit Magnetresonanztomografen wiesen diesen Effekt nach, indem sie, abhängig von der Einstellung des Probanden zur Behandlungsmethode, eine starke oder schwache Aktivierung des körpereigenen schmerzhemmenden Systems zeigten. Es wurde deutlich, dass die Behandlung chronischer Schmerzpatienten auch durch das Misstrauen in die Medizin und dadurch entstehende Negativerwartungen beeinflusst werden können.
Neue Ansätze in der Schmerztherapie könnten also Methoden sein, die den Patienten vor einer bevorstehenden Therapie ausreichend vorbereiten und versuchen, eine positive Grundeinstellung zu erreichen