Studien zufolge haben vier von fünf Menschen Pilz-Erreger in ihrem Darm. Das ist zunächst einmal nicht allzu besorgniserregend, solange die Darmflora in Ordnung ist, das Immunsystem damit umgehen kann und die Erreger sich nicht unkontrolliert vermehren. Denn da wird die Behandlung schwierig, weil eine Antibiotikaeinnahme die Flora im Darm noch weiter schwächen könnte.
Eine Vermehrung der Darmpilz-Erreger kann zur Folge haben, dass der Pilz die Haut befällt und sich Hautfalten unter den Achseln und der Analregion, die Geschlechtsorgane oder die Rachenschleimhaut stark entzünden. Rheuma, Diabetes oder Krebs sowie eine Schwangerschaft oder die Menopause können das Immunsystem schwächen und den Patienten besonders anfällig für Darmpilze machen. Außerdem können Antibiotika, Immunsuppressiva oder Kortison Bakterien abtöten, die normalerweise Pilzsporen unschädlich machen.
Pilze sind gefährlich, weil sie dem Körper wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe entziehen oder Giftstoffe produzieren, die in die Blutbahn gelangen und andere Krankheiten auslösen können.
Nach der Behandlung eines Darmpilzes sollte der Patient sich vermehrt zink- und eisenreich ernähren, um das Immunsystem zu stärken. Fleisch eignet sich hervorragend zur effizienten Verwertung des Eisens. Milchprodukte und bestimmte Gemüsearten wie Brokkoli liefern das nötige Kalzium. Zucker würde die Darmpilzvermehrung ankurbeln und sollte daher möglichst vermieden werden.