Zwar streben Perfektionisten auch in Beziehungen nach Perfektion, doch gerade deshalb können Probleme entstehen. Beziehungen sind nun einmal nie perfekt, gerade das macht sie aus und dadurch werden sie interessant und können sich entwickeln.
Dass man mit einem Perfektionisten zusammenlebt, merkt man zuerst daran, dass beim Abendbrot Themen wie Leistung und Makellosigkeit die größte Rolle spielen. Dabei gibt es zwei Typen. Der eine Typ freut sich darüber, dass etwas gut geklappt hat und der andere hadert ununterbrochen damit, dass etwas nicht geklappt hat. Erstere sind funktionale, die zweiten dysfunktionale Perfektionisten.
Die Probleme kommen schnell, wenn zwei dysfunktionale Perfektionisten eine Beziehung eingehen. Während sich nämlich funktionale Perfektionisten gegenseitig unterstützen und zum Erfolg führen, steckt in Beziehungen des anderen Typs enormes Konfliktpotenzial. Sie überwinden sich nicht leicht, Fehler einzugestehen und ziehen sich emotional zurück bis es zu einem Verlust an Intimität kommt.
Ein guter Tipp im Umgang mit dysfunktionalen Perfektionisten ist, sie nicht einfach zu kritisieren, sondern ihnen klar zu machen, dass man mit ihnen leidet. Als Partner sollte man nicht die Person, sondern die Sache oder ein bestimmtes Thema kritisieren. In jedem Fall bedarf es viel Geduld und manchmal professioneller Hilfe.